Beim BSV Schüren brennt der Baum - Trainer äußert sich drastisch

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Der BSV Schüren steht nach zwei Spieltagen noch ohne Punkt da. Trotz vermeintlicher Favoritenrolle verlor man am Sonntag auch gegen den SV Sodingen. Der Trainer fand nach dem Spiel drastische Worte.

Dortmund

, 14.09.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Eine gute Vorbereitung bedeutet meistens einen schlechten Saisonstart“ - mit diesen Worten blickte Schüren-Trainer Arthur Matlik vor dem ersten Spieltag auf den Auftakt zur neuen Saison. Der Coach sollte Recht behalten. Auch nach der zweiten Partie steht der Westfalenligist noch ohne Punkt da. Matlik schickte nach dem Spiel eine deutliche Ansage in Richtung Mannschaft.

Drei Tore schoss der BSV Schüren auf heimischer Anlage im ersten Saisonspiel gegen den FC Iserlohn. Zum Sieg reichte das dennoch nicht. Letztlich verlor man den Auftakt mit 3:5 gegen Iserlohn. Für das zweite Spiel beim SV Sodingen lautete das Credo deshalb: Wiedergutmachung. Mit dem Anpfiff schienen die guten Vorsätze am Sonntag allerdings schon wieder verflogen.

Schüren eigentlich favorisiert

„Selbst der Sodinger Trainer sagte zu mir vor dem Spiel, dass er bloß nicht abgeschossen werden möchte. Davon konnte aber gar keine Rede sein. Mit 50 Prozent Willen kann man ein solches Spiel nicht gewinnen“, erklärte Schüren-Trainer Arthur Matlik.

Trotz der vermeintlichen Favoritenrolle ging sein Team in der 25. Spielminute durch einen verwandelten Strafstoß in Rückstand. Zwar konnte sich Schüren immer wieder Chancen erspielen, auf die Anzeige brachte die Matlik-Elf allerdings nichts Zählbares. Das taten stattdessen die Sodinger in der 65. Spielminute. Michel Post, vom ASC 09 Dortmund gekommen, traf zum 2:0-Endstand.

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„Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, aber meine Spieler scheinen sich jetzt für den Abstiegskampf entschieden zu haben und das hat man auch in der Einstellung gesehen“, unterstreicht Matlik.

Drastische Worte nach gerade einmal zwei Spieltagen, die zeigen, dass das Problem womöglich kein rein fußballerisches ist - zumindest wenn man dem Schüren-Trainer Glauben schenkt: „Es war keine Laufbereitschaft zu sehen und auch kein Siegeswillen. Insgesamt war es einfach viel zu wenig.“

Kritik an der Mentalität

Zeitweise habe er den Eindruck gehabt, dass seine Spieler den Ball gar nicht haben wollten. „Damit bin ich absolut nicht einverstanden. Letztlich war es eine verdiente Niederlage und wir müssen jetzt prüfen, wer mental überhaupt dazu bereit ist, unseren Weg mitzugehen“, so ein sichtlich bedienter Matlik.

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Am kommenden Sonntag (20. September) haben die Grünweißen die nächste Möglichkeit, die ersten Punkte der Saison einzufahren. Dann ist der FC Lennestadt zu Gast in Schüren, die ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison starteten und zuletzt gar mit 0:6 gegen den FC Iserlohn untergingen.

Also gute Voraussetzungen für Arthur Matlik und seine Mannschaft - könnte man meinen. Doch auch vor knapp zwei Wochen schienen eben jene Voraussetzungen für einen starken Saisonstart durchaus gut zu sein, mit dem bekannten Ausgang. Die mahnenden Worte vom Schüren-Trainer bleiben daher auch jetzt im Kopf.

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