Die „wilde Gruppe“ 9 macht es möglich - Trainer-Wiedersehen in Mengede

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Die 9 ist ganz klar die Dortmunder Gruppe unter den 14 Bezirksligen der neuen Saison – und hat es in sich. Auch für einen Trainer im Münsterland, der die Dortmunder Szene aber bestens kennt.

Dortmund

, 23.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach einer Saison in der überwiegend von Münsterland-Klubs besetzten Bezirksliga-Staffel 11 rückt der FC Nordkirchen wieder deutlich näher ans Ruhrgebiet heran. Allein acht Vereine aus Dortmund sind in der Staffel 9 versammelt. Für den ambitionierten FCN eine Herausforderung – für Nordkirchens neuen Trainer Mario Plechaty vor allem ein Anlass zur Vorfreude auf eine Wiedersehen.

„Ich bin ja neu in Nordkirchen“, sagt Plechaty. „Daher kann ich selbst wenig zu sagen, ob ich lieber in der Münsterland-Staffel geblieben wäre oder doch eher die Ruhrgebietsgruppe bevorzuge. Aber wenn ich meine Mannschaft so höre, wäre man wohl gerne in der Münsterland-Gruppe geblieben – wohl auch mit Blick darauf, dass im Münsterland vielen Platzanlagen besonders gut sind. Dafür hätte man auch gerne die etwas längeren Reisewege in Kauf genommen.“

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Plechaty selbst ist mit dem Platz in Staffel 9 aber durchaus einverstanden, auch wenn ihn die Zusammenstellung schon wundert. „Diese Dortmunder Gruppe ist ja jetzt eine, die es so noch nie gegeben hat – alles ziemlich wild durcheinander. Wenn ich mir vorstelle, wir fahren zum Auswärtsspiel zu Viktoria Kirchderne und am Weg liegen mit BW Alstedde, TuS Westfalia Wethmar und der Zweiten vom Lüner SV gleich drei Teams aus Bezirksliga Staffel 8, dann ist das schon kurios.“

Aber Mannschaft und Verein nähmen die Einteilung so an, sagt Plechaty. „Und wir haben im Team durch Co-Trainer und Spieler aus Dortmund ja auch durchaus einige Berührungspunkte in die Stadt. Wir freuen uns auf eine starke Gruppe.“

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Die engste Verbindung zu Dortmund hat allerdings der Coach selbst. Immerhin trainierte Mario Plechaty Mengede 08/20 sieben Jahre lang von 2006 bis von 2013 – und das mit Erfolg. In dieser Zeit gelang Mengede – mittlerweile wieder Bezirksligist - sogar der Aufstieg in die Westfalenliga. Auch wenn das alles schon ein paar Jahre her ist, fühlt sich Plechaty dem Ex-Klub noch immer verbunden. So eng, dass er im Gespräch Mengede 08/20 erstmal zu einem heißen Aufstiegskandidaten in der Ligastaffel macht, in der er jetzt selbst mit dem FC Nordkirchen antritt – und die eigenen Ambitionen entsprechend bescheiden formuliert.

Allerdings geht nach Platz zwei 2019 und Platz vier 2020 auch in Nordkirchen der Blick schon nach oben. Das weiß auch der neue Trainer: „Natürlich wollen wir oben mitspielen. Das ist ganz klar unser Anspruch. Aber der Verein macht da jetzt keinen Druck. Es gibt kein Muss. Die Perspektive in Nordkirchen ist eher langfristig – so wie ich mir das auch wünsche.“

Eine Perspektive, so wie er sie damals in Mengede gehabt habe, erinnert sich Plechaty. „Das war bislang mein schönste Zeit als Trainer. Da war immer Ruhe im Verein. Es ging familiär zu. Beste Bedingungen, um als Trainer gut und nachhaltig zu arbeiten. Darum freu ich mich am meisten in dieser Saison darauf, in Mengede mit meiner Truppe anzutreten und auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Auch wenn wir dann Konkurrenten sind.“

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