Bleibt er? Geht er? Türkspor-Tormaschine Ozan Bektas hat über seine Zukunft entschieden

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Ozan Bektas hat die Qual der Wahl: Geht er trotz Westfalenliga-Angebot mit Türkspor in die Bezirksliga? Nun hat sich der Stürmer entschieden. Und der Verein einen weiteren Neuzugang präsentiert.

Dortmund

, 13.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Noch am Dienstagabend gab Ozan Bektas erste positive Signale. Eine Entscheidung, wie es denn nun um seine Zukunft bei Türkspor Dortmund bestellt sei, stehe unmittelbar bevor, sagte der Stürmer. Und ja, das ließ Bektas bereits zu diesem Zeitpunkt vorsichtig durchklingen, die Wahrscheinlichkeit, dass er beim Bezirksliga-Aufsteiger bleibe, sei durchaus im „höheren Bereich“ anzusiedeln.

Keine 40 Stunden später folgte das unmissverständliche Bekenntnis: „Ja, ich bleibe bei Türkspor!“ Ozan Bektas, der in den vergangenen beiden Spielzeiten insgesamt 123 Treffer für den Verein geschossen hat, wird auch in der kommenden Saison für den Klub auf Torejagd gehen. Verein und Spieler einigten sich am Donnerstag auf eine weitere Zusammenarbeit.

„Ich habe unserem Vereinspräsidenten und dem Trainer heute zugesagt“, erklärte Bektas am Donnerstagmittag. Einer der wesentlichen Gründe für seine Entscheidung sei sein Vater gewesen, sagte der Stürmer. Der sitzt in der Sportlichen Leitung bei Türkspor, „und der wollte unbedingt, dass ich bleibe“. Verein, Vorstand, Mannschaft - „wir alle sind in den zwei Jahren, in denen ich jetzt hier bin, zu einer großen Familie zusammengewachsen. Das wollte ich jetzt nicht kaputt machen“, meinte Bektas.

Stürmer widersteht Angebot von höherklassigen Vereinen

Bektas widerstand dabei auch Angeboten von höherklassigen Klubs. Vereinsnamen nannte der Stürmer dabei nicht. Aber es soll sich um zwei Westfalenligisten sowie zwei Landesligisten gehandelt haben. Auch Teams aus der Bezirksliga sollen Interesse bekundet haben, waren für Bektas aber offenbar keine Option. Zumal er auch mit Türkspor Bezirksliga spielen wird - und dort angesichts der Top-Verstärkungen, die der Aufsteiger unter der Woche präsentiert hat, wohl eine gute Rolle spielen dürfte.

„Ozan ist ein sehr wichtiger Spieler für unsere Planungen. Auf so einen Spieler verzichten zu müssen, wäre fatal gewesen“, sagte TSD-Trainer Bülent Kara zur Verängerung. „Wir wollten ihn unbedingt in der Mannschaft halten, er ist sportlich wie menschlich top!“

Personalplanungen sind abgeschlossen

Die Planungen für die neue Saison sind damit abgeschlossen. Zumal die Verantwortlichen von Türkspor am Donnerstag letzte Personalien geklärt haben. So legt der Aufsteiger auch in der Defensive noch einmal hochkarätig nach. Wie der Verein mitteilte, wechselt Kaan Akkus vom Landesligisten Genc Osman Duisburg nach Dortmund. Der 1,70 Meter große und 25 Jahre alte Mittelfeldspieler ist in der Jugend Rot-Weiß Essen ausgebildet worden und hat bei der SpVg Schonnebeck sowie beim MSV Duisburg II bereits mehr als 50 Oberliga-Spiele absolviert.

Gleichzeitig gab Türkspor die Vertragsverlängerungen von Semih Aktas (31) und Tolga Buyruk (29) bekannt. Aktas, früherer Oberliga-Spieler bei Westfalia Herne und dem FC Gütersloh, und Buyruk, der ebenfalls in der Oberliga (ASC 09, TSG Sprockhövel) aktiv war, waren erst im April zur Mannschaft gestoßen. „Beide hatten aber großen Anteil am Aufstieg und haben auch die Relegationsspiele mitgemacht“, betonte Kara.

Sechs Spieler verlassen Türkspor

Der Verein verlassen werden Osman Kumac (SG Gahmen), Ahmet Cosgun (BSV Schüren), Ahmet Caki (unbekannt), Faruk Degirmenci (unbekannt) und Sahan Ohdamis (unbekannt). Mehmet Özdemir legt zudem aus beruflichen Gründen eine Pause ein. Kara schickte noch einmal „ein ganz großes Dankeschön an die Jungs. Wir sind auf jeden Einzelnen stolz, was sie in dieser Saison geleistet haben.“

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