Bloß kein 1:0! ASC gibt zum dritten Mal hintereinander eine Führung aus der Hand

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Zum vierten Mal in Serie gelang dem Oberligisten ASC 09 Dortmund kein Sieg. Zum dritten Mal hintereinander gab er sogar eine Führung aus der Hand. So langsam wird die Serie zur Kopfsache.

Dortmund

, 02.12.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wäre wohl die falsche Lösung, demnächst einfach mal in Rückstand zu geraten, um wieder ein Spiel zu gewinnen. Das sah auch der nach Partie ziemlich ratlos an der Strafraumgrenze sitzende Aplerbecker Kapitän Kevin Brümmer so: „Wir müssen einfach lernen, solche Vorsprünge über die Zeit zu bringen. Das liegt auch nicht am Trainer oder anderen Verantwortlichen, wenn wir Führungen aus der Hand geben. Nur wir als Mannschaft sind verantwortlich.“

„Nicht klar genug“

Der erwähnte Coach Tim Schwarz fand nach der Niederlage noch keine Erklärung: „Das ist immer schwierig, sofort nach dem Spiel Gründe zu finden. Aber ich fand schon, wir waren heute in unseren Aktionen nicht klar genug.“ Das deckt sich mit den Beobachtungen der frierenden 200 Zuschauer.

Der ASC hatte – wie allerdings auch der 16. Kaan – im ersten Abschnitt kaum Chancen. Einmal hätte Maximilian Podehl für Aplerbeck treffen können (22.). Dann scheiterte Kaans Mats-Lukas Scheld an Jan Held (35.) per Freistoß.

„Wir haben zu hektisch gespielt“

Brümmer, der auf der rechten Seite auch blass blieb, erklärte: „Wir haben gegen nicht gut anlaufende Gegner zu hektisch gespielt und sind nicht in die Tiefe gekommen.“ Dem kompletten Aplerbecker Mittelfeld fiel allerdings herzlich wenig ein, wie es gegen eine Mannschaft, die schon fünf Auswärtsniederlagen kassiert hatte, seine Sieglos-Serie hätte beenden können. Torjäger Maximilian Podehl kam so vor der offensiven Dreierreihe zunächst nur zu dieser Aktion.

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Nach der Pause sah das Aplerbecker Spiel dann etwas zielstrebiger aus. Allerdings fehlte Podehl jetzt mehrfach das Glück im Abschluss. In der 55. und 64. Minute scheiterte er.

Die Führung für den ASC hilft den Gästen

Das nur scheinbar befreiende 1:0 aber glückte dem Kapitän selbst. Nach Vorarbeit von Marcel Münzel umkurvte er Kaans Torwart Jonas Brammen (75.). Und plötzlich war es mit der zuvor vorhandenen defensiven Konzentration dahin.

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Tobias Wieschhaus nutzte die Aplerbecker Verwirrung – direkt nach dem folgenden Angriff stand es 1:1. Und nur noch einen Angriff benötigte der Gast, um das Spiel komplett zu drehen. Jannik Schneider zog an Mike Schäfer vorbei – 1:2 (86.).

Bemühen ist da

Das heißt, es lagen noch zehn Minuten zwischen diesen beiden Treffern. Weder diese noch die Schlussoffensive nach dem Rückstand brachte den Aplerbeckern etwas. Der eingewechselte Ermias Simatos scheiterte nach Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Paul Stieber (80.). Und die einzig sehenswerte Kombination neben dem Tor über Moritz Isensee vollendete Podehl nicht mit dem gewünschten Erfolg.

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Auch nach dem 1:2 hätte Simatos treffen können. Das Bemühen war den Aplerbeckern nie abzusprechen. Sie fanden aber einfach nicht die Mittel. Oder hat es noch andere Ursachen? Schwarz jedenfalls hofft, dass es nicht schon eine Kopfsache ist. Brümmer will das unbedingt verhindern. „Irgendwann geht dir das Selbstverständnis verloren.“

Schwarz sucht das bessere Ergebnis

Schwarz arbeitet mit der Mannschaft daran vor der Partie beim Zweiten SC Wiedenbrück: „Ich bleibe dabei: Die Jungs sind top drauf. Wir brauchen nur ein anderes Ergebnis.“ Momentan sieht es in der Tabelle weniger freundlich aus. Der ASC ist 13.

ASC: Held - Stuhldreier, Schäfer, Rosenkranz, Rausch (88. Schneck) - Münzel, Post (60. Isensee) - Brümmer, Szymaniak (72. Stieber), Bokemueller (65. Simatos) - Podehl

Tore: 1:0 Brümmer (75.), 1:1 Wieschhaus (76.), 1:2 J. Schneider (86.)

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