Bövinghausen vor Pokalduell: Wir haben eine bessere erste Elf als der ASC und Türkspor

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Emporkömmling gegen Platzhirsch: Am Donnerstag (18.30 Uhr) erwartet der TuS Bövinghausen den ASC 09 zum Kreispokal-Halbfinale. Aplerbecks Sportlicher Leiter Samir Habibovic hat eine klare Meinung zum Konkurrenten.

Dortmund

, 13.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der ASC spielt jetzt schon sieben Jahre in der Oberliga Westfalen. Zweimal stand der Klub ganz knapp vor einem Regionalliga-Aufstieg. Der FC Brünninghausen hat erfolglos versucht, dem ASC 09 den Rang abzulaufen. Und jetzt versuchen zwei andere Dortmunder Vereine, den Primus anzugreifen.

Da wäre zum Beispiel Türkspor Dortmund. Das hochgejazzte Team aus dem Dortmunder Norden ist von der B-Liga in die Landesliga durchmarschiert. Und es wäre arg verwunderlich, wenn der Verein dort stehenbleiben würde. Das Trainerduo Reza Hassani und Kevin Großkreutz hat ein Team zusammen, das heute schon in der Oberliga bestehen könnte.

TuS Bövinghausen ist einen Schritt weiter als Türkspor

Der finanzstarke Klub gibt offen zu, dass jetzt der nächste Aufstieg folgen soll. Ex-Profi und Türkspor-Stürmer Marcel Reichwein erklärt, dass er gekommen sei, um mit dem Klub noch zwei, drei Mal aufzusteigen. Das klingt ambitioniert. Drei Aufstiege würden Regionalliga bedeuten.

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Von der Liga her ist der TuS Bövinghausen schon einen Schritt weiter als Türkspor. Und der Westfalenliga-Aufsteiger hat ebenfalls einen für die Westfalenliga vorhandenen Hochglanzkader. Viele Experten gehen davon aus, dass der Klub den Sprung in die Oberliga realisieren wird.

Das haben auch die ersten Testspiele gegen den Oberligisten Westfalia Herne (3:0) und gegen den Regionalligisten RW Ahlen (2:1) unterstrichen. Präsident und Geldgeber Ajan Dzaferoski wünscht sich eine Top-Fünf-Platzierung nach dem Aufstieg. Wer ihn etwas besser kennt, weiß, dass für ihn nur Platz eins zählt.

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Ansonsten hätte der TuS-Boss den Kader nicht weiter mit ehemaligen Oberliga-Akteuren wie Ricardo Seifried, Frederic Westergerling, Kevin oder Patrick Rudolph aufgepimpt. Man muss schon ganz genau hinschauen, sucht man beim TuS Bövinghausen einen Kaderspieler, der nicht schon in der Oberliga Geld verdient hat.

Der ASC 09 möchte die Derbys gegen Bövinghausen und Türkspor

Und auch Bövinghausens Trainer Dimitrios Kalpakidis strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. „Wenn ich die Kader vergleiche, würde ich sagen, dass wir eine besser erste Elf haben als der ASC 09 und Türkspor“, sagt Kalpakidis ganz offen.

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Aber wo die beiden aufstrebenden Klubs hinwollen, da ist der ASC 09 schon lange. In der Oberliga. Aplerbecks Sportlicher Leiter Samir Habibovic sieht die Entwicklung von Türkspor und Bövinghausen positiv. „Die Klubs tun dem Dortmunder Fußball gut. Ich würde mich freuen, wenn Bövinghausen und Türkspor in der Oberliga ankämen und wir die Derbys hätten.“

Ajan Dzaferoski ist ein Fan von Habibovic: „Ich habe ihn schon 99-mal angesprochen, ob er zu uns kommen möchte. Bisher hat er immer Nein gesagt, vielleicht kommt der Tag, an dem er Ja sagt. Darüber würde ich mich riesig freuen, denn Samir hat ein unglaubliches Netzwerk.“

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Wie weit der TuS Bövinghausen zumindest sportlich ist, kann der Klub am Donnerstag im Kreispokal-Halbfinale beweisen. Denn dann ist nämlich der ASC 09 Dortmund um 18.30 Uhr an der Provinzialstraße zu Gast. „Ich habe mich noch nie so über ein Kreispokalspiel gefreut“, gibt Habibovic zu. Das habe in erster Linie aber nichts mit dem Gegner zu tun.

Beim ASC 09 läuft die bestmögliche Elf auf

„Es liegt daran, dass es unser erstes Pflichtspiel seit Anfang März ist. Darauf freuen wir uns. Und dass wir gegen Bövinghausen spielen, ist natürlich Ansporn“, sagt Habibovic. Der ASC wird auch mit seiner bestmöglichen Elf auflaufen. In der Vergangenheit schickte der ASC im Kreispokal zumeist ein B-Team ins Rennen.

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Dieses Spiel sieht das Team um Trainer Antonios Kotziampassis aber als wichtigen Test Richtung Meisterschaftsstart (6. September). Deshalb hat Habibovic in dieser Woche dafür gesorgt, dass Top-Neuzugang Tim Kallenbach (TuS Haltern) spielberechtigt ist.

Und dann haut Dimitrios Kalpakidis zum Schluss noch einen raus. „In einem Spiel kann natürlich alles passieren. Aber ich glaube fest daran, wenn wir zehnmal gegen den ASC spielen würden, dass wir mehr Partien gewinnen, weil wir das erfahrenere Team sind.“

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