Bövinghausens Neuzugang Batman: „Ich werde gerne Meister und steige gerne auf“

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Von der Regionalliga in die Landesliga. Bövinghausens Neuzugang Deniz Batman erklärt die Gründe für seinen Wechsel, warum der TuS kein Rückschritt ist und wo er sich noch verbessern kann.

Dortmund

, 16.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Deniz Batman hat der TuS Bövinghausen den nächsten hochkarätigen Neuzugang verpflichtet. Der 26-Jährige kommt vom Regionalligisten TuS Haltern. Für den Mittelfeldspieler ist der Wechsel in die Landesliga allerdings kein Rückschritt, sagt er. Außerdem verrät Batman, dass es nicht nur einen Grund für seinen Wechsel gab - und er macht dem TuS Bövinghausen Mut für den Aufstiegskampf.

Herr Batman, warum sind sie vom TuS Haltern zum TuS Bövinghausen gewechselt?
Das hat zwei Gründe gehabt. Im Januar habe ich meinen Beruf gewechselt, ich bin jetzt bei der Deutschen Vermögensberatung, da habe ich mich selbstständig gemacht. Der Aufwand dafür ist enorm. Dementsprechend hätte ich in Haltern nicht mehr alle Trainingstage wahrnehmen können. Wir haben da vier, fünf Mal die Woche trainiert und am Wochenende gespielt. Das wäre vom Zeitaufwand nicht mehr gegangen.

Was war der zweite Grund?

Außerdem wollte ich mich auch sportlich verändern. Ich war jetzt 3,5 Jahre in Haltern, davor zwölf Jahre bei Erkenschwick. Jetzt war wieder so eine Zeit, in der ich mir dachte: Jetzt veränderst du dich mal wieder sportlich.

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Haben Sie schon länger über einen Wechsel nachgedacht?

Ich hatte mich schon länger damit befasst und darüber nachgedacht. So richtig aber erst Mitte Dezember. Da habe ich mal die Zeit, die ich investieren muss, durchgerechnet. Ich wohne in Oberhausen, die Fahrt nach Haltern ist auch eine Strecke. Das nimmt dann schon 1,5 Stunden weg. Jetzt sind es 30 Minuten. Das geht auf jeden Fall klar.

Sie wechseln von der Regionalliga in die Landesliga. Ist das für Sie nicht ein ziemlicher Rückschritt?

Das würde ich gar nicht mal sagen. Die Liga war mir egal, ich hätte auch in die Oberliga gehen können. Aber da wäre der Zeitaufwand auch nicht geringer. Ich hatte noch zwei, drei konkrete Anfragen. Bövinghausen war aber der erste Ansprechpartner, ich habe da direkt zugesagt.

Wie hat dich der TuS von einem Wechsel in die Landesliga überzeugt?

Alleine schon vom Konzept. Dass sie die nächsten zwei, drei Jahre aufsteigen wollen. Ich mag Herausforderungen, werde gerne Meister und steige gerne auf (lacht). Auch das Team hat mich überzeugt, ich glaube, ich kenne etwa 80 Prozent der Mannschaft schon.

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Bövinghausen steht nach 17 Spielen auf Platz zwei, hat neun Punkte Rückstand auf Obercastrop. Was ist diese Saison noch drin für den TuS?

Neun Punkte kann man schnell aufholen. Das ist natürlich nicht so einfach. In der letzten Saison hatten wir zwölf Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten ASC 09 Dortmund. Dann haben wir im direkten Duell in letzter Sekunde gegen die verloren. Danach haben die den Rückstand schnell wettgemacht. Das geht natürlich in jeder Liga. Wir müssen einen Lauf entwickeln und hoffen, dass Obercastrop patzt.

Beim TuS werden Sie als offensiverer Part der Doppelsechs eingeplant.

Das passt. Ich bin im Mittelfeld variabel einsetzbar. Spiele sowohl außen als auch im Zentrum. Meine Lieblingsposition ist aber die Acht, wenn ich das Spiel aufbauen kann.

Wo sehen Sie selbst ihre Stärken und Schwächen?

Meine Stärke liegt vor allem im Überblick und im Passspiel. Außerdem habe ich einen torgefährlichen Schuss von außerhalb des Sechzehners. Mein Kopfballspiel ist nicht das Stärkste. Schwächen hat man ja immer, daran kann man immer arbeiten.

Bislang haben Sie zwei Rote Karten in Ihrer Karriere gesehen. Bei Ihrem neuen Chef (Jürgen Jansen, ehem. Bundesliga-Schiedsrichter, Anm. d. Red.) können Sie sich das aber nicht mehr leisten, oder?

Nein, aber ich bin auch generell kein Rüpel (lacht). Jansen ist mein Direktionsleiter, ich bin mein eigener Chef. Ein paar Mal haben wir schon über Fußball gequatscht. Als ich angeworben wurde, haben wir uns zum Beispiel über Fußball unterhalten. Hier sind einige Fußballspieler in der Direktion. Zwischendurch beim Mittagessen oder so wird natürlich mal über Fußball gesprochen.

Reichlich Oberliga-Erfahrung für Bövinghausen

  • Zwölf Jahre lang spielte Deniz Fahri Batman (28) für die SpVgg Erkenschwick, ehe es ihn zum TuS Haltern zog.
  • Mit dem damaligen Westfalenligisten stieg er in seiner ersten Saison in die Oberliga auf. Nach Platz fünf im ersten Jahr, feierte er mit dem TuS im vergangenen Sommer den Aufstieg in die Regionalliga West.
  • In der Regionalliga kam er neun Mal zum Einsatz. In der Oberliga bestritt er für Haltern und Erkenschwick insgesamt 137 Oberliga-Spiele. Dabei schoss er 20 Tore und bereitete weitere 24 vor.
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