Borussen auf Kaperfahrt an der Nordsee

Fußball-Regionalliga: In Wilhelmshaven

25.05.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Ausgangslage ist so günstig wie selten zuvor - aber von überschwänglicher Hochstimmung findet sich beim Fußball-Regionalligisten Borussia Dortmund keine Spur. «Wir haben Personalprobleme», sagt BVB-Trainer Theo Schneider, der am heutigen Samstag (13.30 Uhr) im letzten Auswärtsspiel der Saison beim SV Wilhelmshaven voraussichtlich vier Spieler ersetzen muss. Martin Amedick klagt seit Tagen über eine Magen-Darm-Infektion und trat gestern die Fahrt nach Norddeutschland erst gar nicht an. Daheim blieben auch Mehmet Akgün (Kapselverletzung am Sprunggelenk), Nico Hillenbrand (Risswunde auf dem Fuß) und Sebastian Tyrala (Sprunggelenksverletzung). «Es wäre natürlich schön, wenn sich Martin Amedick noch rechtzeitig erholen würde und uns nachreisen könnte. Aber das ist eher ein Wunschtraum», sagt der BVB-Coach, der die Anspannung vor dieser vorentscheidenden Begegnung spürt. «Alle sind hoch konzentriert bei der Sache. Wir wissen um unsere Chance, in Wilhelmshaven den entscheidenden Schritt nach vorn zu machen. Dazu brauchen wir einen Dreier. Ein Sieg ist wirklich extrem wichtig. Wir wollen unseren Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen», berichtet Schneider und hofft auf eine erfolgreiche Kaperfahrt an der Nordsee - ohne Absteiger Wilhelmshaven zu unterschätzen. Vier Niederlagen in den letzten vier Partien belegen allerdings den Niedergang der Mannschaft, die in der Winterpause noch einmal durch acht Neuzugänge personell aufgemischt wurde. Genutzt hat das wenig. Auch der neue Trainer Kay Stisi fand nie in die Erfolgsspur. Die 30 eingespielten Punkte lassen keinen Funken Hoffnung mehr zu. Einen leichten Gang erwartet der BVB jedoch nicht. Schneider ist froh, auf Lars Ricken und Daniel Gordon (Foto) zurückgreifen zu können. «Daniel verschafft unserem Mittelfeld die nötige Absicherung und ist gleichzeitig sehr torgefährlich. Lars ist die Ideal-Besetzung im offensiven Mittelfeld hinter unserer Spitze Denis Omerbegovic», berichtet Schneider, der mit seiner Mannschaft gestern zunächst in Middels bei Aurich eine Zwischenstation einlegte. Nichts soll die Konzentration der Borussen stören. Harald Gehring

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