Brünninghausen erkämpft sich mithilfe eines BSV-Spielers einen Punkt gegen Schüren

hzFußball-Westfalenliga

BSV Schüren sah im Westfalenliga-Derby gegen den FC Brünninghausen schon wie der sichere Sieger aus – doch dann bringt Schürens Keeper den FCB zurück ins Spiel.

Dortmund

, 17.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der lang ersehnte Rückrundenauftakt, Dortmunder Derby – aber kaum einen interessiert es. Im Stadion herrschte gähnende Leere, gerade einmal rund 40 Zuschauer fanden sich Am Hombruchsfeld wieder und auch die Partie zwischen dem FC Brünninghausen und dem BSV Schüren war in Hälfte eins nicht der erhoffte Weckruf aus dem Winterschlaf.

Vor der Partie sagte Schürens Trainer Arthur Matlik: „Wir sind bereit, uns auf Brünninghausen zu stürzen.“ Wer nun aber einen offensiv eingestellten BSV erwartete, lag deutlich daneben. Die Grün-Weißen – in der Hinrunde gebeutelt durch 40 Gegentore – zogen sich tief zurück, bauten einen doppelten Riegel vor der Abwehr auf und pressten den FCB zunächst auch nur zaghaft durch Stoßstürmer Kamil Bednarski. Brünninghausen fand darauf nicht die passende Antwort, versuchte es immer wieder durch lange Bälle, sodass Innenverteidiger Sebastian Lötters die Rolle als tiefer Spielmacher zukam.

Schüren-Trainer Matlik hatte Brünninghausen „genau so erwartet“

Vier Mal gelang es Brünninghausen sogar, sich trotzdem durch die Schürener Reihen zu spielen, doch Patrick Trawinski und Jonas Telschow, der sich in der Vorbereitung noch so treffsicher zeigte, fehlten je zweimal die entscheidenden Zentimeter.

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Schüren fühlte sich wohl in der Rolle der konternden Mannschaft und hatte den FCB „genau so erwartet“, wie Trainer Arthur Matlik sagte. Die Taktik ging auf, dass 1:0 durch Kamil Bednarski (14. Minute), zuvor hatte sich Michael Hines auf der rechten Seite durchgetankt und den Stürmer bedient, spielte den Gästen in die Karten.

Da war die grün-weiße Welt noch in Ordnung: Die Schürener lagen zwischenzeitlich 2:0 vorne.

Da war die grün-weiße Welt noch in Ordnung: Die Schürener lagen zwischenzeitlich 2:0 vorne. © Folty

Der FCB war zur Reaktion gezwungen, kam variabler aus der Pause, spielte nun auch mal flach, musste in der 66. Minute aber den nächsten Rückschlag verkraften, als Leeroy Boatey einen Volleyschuss aus 18 Metern in den FCB-Kasten drosch. Die Hausherren waren gezwungen alles nach vorne zu werfen, legten mit der Umstellung auf Dreierkette und Joker Leon Enzmann – zuvor war bereits Florian Gondrum gekommen – die letzte Patrone in den Offensivlauf.

FCB-Spielertrainer Florian Gondrum vergibt Riesenchance

Enzmann war es dann auch, der als entscheidende Waffe doch noch für die Punkteteilung sorgte. Schüren sah schon wie der sichere Sieger aus, da brachte Sascha Samulewicz Brünninghausens Nils da Costa Perreira klar zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Spielführer Hendrik Brauer sicher. Schüren geriet nun ins Schwimmen, schaffte es nicht mehr, für Entlastung zu sorgen und zeigte bei windigen Bedingungen flatternde Nerven.

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Das nutzte der FCB aus, Gondrum vergab mit einem Dropkick zunächst noch eine Riesenchance, doch Enzmann bügelte es aus, als er einen Ball, der von links in den Rückraum gespielt wurde, gegen die Laufrichtung von Samulewicz zum 2:2 überlegt einschob und so für die Punkteteilung sorgte.

Während Schürens Matlik nach der Partie durchaus zufrieden war und davon sprach, dass sein Team „80 Minuten lang alles richtig gemacht“, habe, war Brünninghausens Trainer Rafik Halim unzufrieden: „In den ersten zehn Minuten hatte ich nicht den Eindruck, dass sie uns gefährlich werden können. Es war mehr drin. Zwei Hälften, zwei Gesichter. Das geht nicht und macht uns das Spiel kaputt.“

FC Brünninghausen: Broda - Palmieri, Lätters (53. Sahin), Brauer, Tekin - Kösecik (83. Piontek), El Hamassi -(75. Enzmann) da Costa Pereira, Boulila (63. Gondrum)- Telschow, Trawinski BSV Schüren: Samulewicz - Anhari, Meyer, Radojcic, Hederich (54. Mönig) - Stratacis (72. Simoes dos Santos), Menneke - Boatey (77. Cosgun), Merkel, Hines - Bednarski Tore: 0:1 Bednarski (14. Minute), 0:2 Boatey (66.), 1:2 Brauer (82./Foulelfmeter), 2:2 Enzmann (88.)
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