Brünninghausen hält gegen ASC lange mit - „Kein Klassenunterschied trotz Unterzahl“

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Kurz vor dem Saisonstart standen sich der FC Brünninghausen und der ASC 09 Dortmund im Testspiel gegenüber. Obwohl der ASC lange in Überzahl spielte, war kein Klassenunterschied zu erkennen.

Dortmund

, 26.08.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist Endspurt angesagt in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Sowohl für den Westfalenligisten FC Brünninghausen als auch den Oberligisten ASC 09 Dortmund war das Duell am Dienstag der vorletzte Test, bevor es am 6. September erstmal wieder richtig zur Sache geht. Allerdings musste der Westfalenligist über eine Halbzeit in Unterzahl agieren.

So hatten sich Brünninghausen-Trainer Rafik Halim und der Coach der Aplerbecker Antonios Kotziampassis das Testspiel sicherlich nicht vorgestellt, denn: nach der Gelb-Roten-Karte gegen Brünninghausens Dominik Deppe wurde der Spielverlauf gänzlich auf den Kopf gestellt.

ASC-Rückkehrer trifft

„Wir sind richtig gut rein gekommen und hätten eigentlich auch schon direkt zu Beginn in Führung gehen müssen“, so Halim. Zwei klare Torchance habe sich sein Team in den ersten Spielminuten erarbeitet. Doch zweimal war die Endstation ASC-Torwart Dejan Zecevic. In der 13. Spielminute klingelte es dann auf der anderen Seite. ASC-Rückkehrer Maximilian Podehl war zur Stelle und markierte das 1:0 für den Favoriten.

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„Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit mussten wir dann verletzungsbedingt zweimal wechseln. Sowohl Lukas Ziegelmeir als auch Sebastian Kruse konnten nicht weiterspielen. Das waren zwar nur Vorsichtsmaßnahmen, aber das hat das Spiel sicherlich etwas verändert“, betont Halim. Nach dem Platzverweis in der 43. Minute sei das Spiel laut Halim „vollständig im Eimer“ gewesen.

Zwar sei die Ampelkarte für seinen Defensivspieler in Summe berechtigt, für ein Testspiel allerdings trotzdem überflüssig. „Die erste Karte gab es für Meckern und die zweite für ein dummes Foul. Aber vielleicht hätte auch etwas mehr Fingerspitzengefühl gut getan.“, so Halim.

Chancenverwertung als Problem

Ähnlich bewertet es ASC-Trainer Antonios Kotziampassis, der grundsätzlich ein ordentliches Spiel seiner Mannschaft gesehen hat: „Mit elf gegen elf wäre es natürlich noch ein besserer Test gewesen, aber auch so haben wir uns einige Torchancen herausgespielt.“

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Das Problem aus Sicht des Trainers: die Verwertung der guten Möglichkeiten. „Wir müssen diese klaren Chancen besser nutzen. Da hilft sicherlich, dass Spieler wie Maximilian Podehl und Kevin Brümmer nach ihren Pausen wieder dabei sind. Das hat natürlich sofort die Qualität gesteigert.“

Unterdessen habe seine Mannschaft trotz des Platzverweises auch in der zweiten Hälfte ein Riesenspiel gemacht, so Rafik Halim: „Obwohl wir die komplette Halbzeit in Unterzahl gespielt haben, hat man meiner Meinung nach keinen Klassenunterschied gesehen.“

„Ergebnis geht so nicht in Ordnung“

Auch nicht, nachdem Aplerbecks Kevin Brümmer mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 2:0 aus Sicht der Gastgeber stellte. Patrick Trawinski gelang zwar eine Viertelstunde vor dem Abpfiff noch der Anschlusstreffer, Neuzugang Tim Kallenbach machte mit dem 3:1 für den Oberligisten in der 90. Spielminute allerdings endgültig den Deckel drauf.

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Für Halim kein gerechtes Ergebnis: „Ich finde nicht, dass das so in Ordnung geht. Aber die Ergebnisse spielen in der Vorbereitung auch keine so große Rolle. Nach dem Spielverlauf bin ich mit der Art und Weise unseres Auftreten aber vollkommen zufrieden.“

Zufrieden war auch Kotziampassis, der sich allerdings gewünscht hätte, dass der Oberligist in der zweiten Halbzeit früher für die Entscheidung gesorgt hätte. „Wir hätten das Spiel früher zu machen müssen. Das Spiel hat mir aber vor allem auch aufgrund der hohen Intensität und der enormen Schnelligkeit gut gefallen. Brünninghausen hat auch wirklich eine gute Partie abgeliefert.“

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