BSV Schüren zeigt sich im Topspiel gegen Finnentrop/Bamenohl gleichwertig - aber eins fehlt

Fußball-Westfalenliga

Der BSV Schüren wollte dem Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl die erste Niederlage der Westfalenliga-Saison beibringen. Doch dafür zeigte sich das Team in einem Mannschaftsteil zu schwach.

Dortmund

, 03.11.2019, 19:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
BSV Schüren zeigt sich im Topspiel gegen Finnentrop/Bamenohl gleichwertig - aber eins fehlt

Valentin Simoes Dos Santos (l.) und der BSV Schüren unterlagen dem Spitzenreiter. © Foltynowicz

Der BSV Schüren verkaufte sich gegen den Westfalenliga-Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamenohl teuer. Aber der Erste ist eben eine besondere Preiskategorie, sodass es für einen Punktgewinn im Topspiel nicht reichte. Mit 0:3 (0:1) aber fiel das Ergebnis zu deutlich aus.

Arthur Matlik sieht einen guten BSV Schüren

Schürens Trainer Arthur Matlik nahm das Ergebnis aber nicht tragisch: „Die Niederlage ist überhaupt nicht schlimm. Wir haben gegen den Spitzenreiter gespielt und gegengehalten.“

Die Schürener, die vorher Fünfter waren, dürfen auf der Positivseite in der Tat für sich verbuchen, dem Ersten lange auf Augenhöhe begegnet zu sein. Bis in die Schlussphase war die Partie völlig offen. Erst in der Nachspielzeit trafen Philip Fischer (90.+1) und Phillip Hennes (90.+3) zum 0:2 und 0:3.

Vorderleute lassen Sascha Samulewicz im Stich

Es waren unnötige Schlusspunkte. Torwart Sascha Samulewicz fühlte sich in diesen Situationen von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Schade für die Schürener, denn bis dahin hatten sie wirklich ordentlich verteidigt.

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Stark hielt der BSV die Ordnung, auch als Stürmer Eyüp Cosgun (71.) wegen Gelb-Rot vom Feld musste: „Ich kam etwas zu spät. Daher kann er die Karte geben“, sagte der Angreifer. „Insgesamt finde ich, hätten wir einen Punkt verdient gehabt.“

Was dem Schürener Spiel aber fehlte, war eine Drangphase, in der sie den Gast hätten unter Druck setzen können. So blieb es ein Spitzenspiel, das von der Taktik geprägt war.

Tobias Kleppel bringt Finnentrop/Bamenohl in Führung

Finnentrop/Bamenohl hatte die wenigen besseren Chancen, aber insgesamt ließen, wie gesagt, auch die Gastgeber wenig zu – und das gegen eine Mannschaft, die bis dahin schon 31 Treffer in zwölf Spielen erzielt hatte.

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Die erste Duftmarke hatte die SG gesetzt. Tobias Kleppel nutzte diese auch gleich für die Gästeführung. Tim Schrage hatte aufgelegt (14.). Torraumszenen gab es in der Folgezeit kaum. Muhammed Güreser versuchte es zweimal aus der Distanz. Richtig eng wurde es für Finnentrops Torwart Ingmar Klose aber nicht.

Schürens Vorsitzender Peter Seifert übte sich während der Pause im Optimismus. „Glauben Sie mir, das geht 1:1 aus“, sagte er im Vereinsheim.

Präsident Peter Seifert ist ein schlechtes Orakel

Des Präsidenten Worte blieben nicht erhört. Was auch daran gelegen haben mag, dass Toptorjäger Kamil Bednarski doch wegen einer Grippe passen musste. „Klar fehlt solch ein Spieler“, sagte Matlik. „Wir wissen aber auch, dass es ohne ihn geht.

Stellt sich die Frage, ob Bednarski sich mehr Chancen erarbeitet hätte gegen enorm gut organisierte Gäste. Auch der redlich bemühte Eyüp Cosgun kam nur selten zum Abschluss. Und wenn er dann mal die Schussposition hatte, war gleich ein Verteidiger da.

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Und so verbuchten die Sauerländer die besseren Chancen eben für sich: Moritz Kümhof scheiterte kurz nach der Pause, Hennes traf in der 62. Minute aus der Drehung nicht. Schürens beste Einschusschance hatte Fabio Rummenigge (82.).

Am Ende mussten die zuletzt so erfolgreichen Schürener nicht wirklich traurig sein. Es war die zweite Niederlage in sieben Meisterschaftsspielen. Jetzt wissen sie beim BSV aber auch, warum die Gäste noch kein Spiel verloren hatten. Sie sind mittlerweile einfach der Topfavorit auf den Aufstieg.

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