BVB-Handballerinnen bewahren weiße Weste, müssen aber hart kämpfen

BVB-Handball-Frauen

Viertes Ligaspiel, vierter Sieg. Die Handballerinnen des BVB bleiben in der Erfolgsspur und haben am Mittwochabend auch das Spitzenspiel der Bundesliga gegen den TuS Metzingen gewonnen.

Dortmund

, 07.10.2020, 22:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vier Tore gelangen BVB-Kapitänin Alina Grijseels, zwei davon per Siebenmeter.

Vier Tore gelangen BVB-Kapitänin Alina Grijseels, zwei davon per Siebenmeter. © Stephan Schuetze

Nach hartem Kampf schlugen sie die Baden-Württembergerinnen mit 25:20 (15:9). Die Dortmunderinnen bleiben in der Bundesliga damit weiter ungeschlagen und freuen sich nun auf das Champions League-Spiel am Sonntag in der Helmut Körnig-Halle (Anwurf 16 Uhr) gegen CZKA Moskau. „Wir hatten Glück, als unsere Torfrau Isabell Roch zehn Minuten vor Spielende den Siebenmeter gegen Petersen hält und Kelly Dulfer im Gegenzug per Kempa-Trick auf 21:18 erhöht. Gegen Moskau müssen wir aber einiges besser machen“, kommentierte Borussen-Coach André Fuhr den hart erkämpften Sieg.

Im Vorfeld war die Partie am Mittwochabend in der Halle Wellinghofen vor 300 Zuschauern (limitiert wegen Corona-Auflagen) von den BVB-Verantwortlichen zum Spitzenspiel der Bundesliga ausgerufen worden. Metzingen, der ehemalige Klub von BVB-Coach André Fuhr, erfüllte diese Erwartungen und nötigte dem BVB beim 25:20 alles ab. „Das war einfach nicht genug, das werden wir aufarbeiten müssen“, war Coach André Fuhr trotz des vierten Saisonsieges wenig erfreut.

Zwar gingen die Dortmunderinnen mit 15:9 in die Pause, doch das Resultat täuschte über die Spielstärke der Gäste hinweg. Bis zum 6:6 hielt Metzingen die Partie ausgeglichen. André Fuhr war unzufrieden, forderte lautstark an der Seitenlinie mehr Aggressivität und in der Defensive und beorderte Kelly Dulfer vor die Abwehr. Ein taktisch gelungener Schachzug. Metzingen fand nicht mehr den Weg zum Dortmunder Tor. Und wenn doch, war die stark aufgelegte BVB-Torfrau Isabell Roch zur Stelle. Das spiegelte sich auch im Ergebnis wider.

Routinierte Tempogegenstöße

Jennifer Gutierrez Bermejo traf auf Linksaußen, Inger Smits und Merel Freriks verwandelten clever und routiniert die Tempogegenstöße. Aus dem 6:6 in der 10. Minute wurde eine 15:7-Führung in der 26. Minute, ehe Metzingen noch zweimal verkürzte, während der BVB in den Schlusssekunden der 1. Hälfte gleich zweimal den Pfosten traf. „Wir haben drei Treffer in dieser Phase verschenkt, das war ärgerlich“, war Fuhr trotz der scheinbar klaren Führung unzufrieden.

Viele Leichtsinnigkeiten

Das sollte sich rächen, denn die Partie war noch längst nicht gelaufen. Während der BVB leichtsinnig und unkonzentriert seine Chancen vergab, kraftlos agierte und im Rückraum völlig wirkungslos war, holte Metzingen Tor um Tor auf. Petersen traf zweimal – und schon stand es nur noch 15:11, nach sechs Minuten im zweiten Durchgang nur noch 16:13. Metzingen war wieder dran – und der BVB wirkte verunsichert.

Isabell Roch in Topform

Beim Stand von 17:15 (40.) war alles wieder offen. Zwei Tore von Merel Freriks, ein gehaltener Siebenmeter von der überragenden Torfrau Isabell Roch gegen die Dänin Petersen und zwei schöne Treffer von Kelly Dulfer zum 21:18 ließen die Dortmunder Fans aufatmen. Damit war der Widerstand gebrochen, der BVB erhöhte auf 24:20 durch Dulfer und Merel Freriks war es mit ihrem achten Treffer vorbehalten, den Endstand von 25:20 zu erzielen.

BVB: Roch, ten Holte, Duijndam – Smits (3), Abdulla, Grijseels (4/2), Monti Danielsson, Rode, Vollebregt, Stockschläder, Dulfer (7), van Zijl, Gutiérrez Bermejo (3), Freriks (8), Bleckmann
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