BVB II-Keeper Eric Oelschlägel gibt die richtige Antwort auf seinen Stammplatzverlust

hzFußball-Regionalliga

Eric Oelschlägel hat beim BVB II seinen Stammplatz an Luca Unbehaun verloren. Am Samstag bewies Torhüter Oelschlägel gegen den TuS Haltern, wie wichtig er noch für die Mannschaft ist.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 09.02.2020, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mike Tullberg ließ nicht locker. Selbst bei deutlichster Führung lief er permanent auf und ab in seiner mit Hütchen abgesteckten Coaching-Zone. Anweisungen, Korrekturen und Hinweise – mal lautstark übers Feld gebrüllt, mal ruhig und direkt im kurzen Vieraugengespräch mitgeteilt – erreichten sein Personal in verlässlicher Regelmäßigkeit. Des Dänens Botschaft: Nur nicht nachlassen, ja nicht schwächeln. Mit dem 4:0 (3:0)-Erfolg gegen Aufsteiger TuS Haltern war der 34-Jährige demnach äußerst zufrieden.

Der BVB II trainiert auf einem Billardteppich

Tullberg lobte die „bessere Kontersicherung“, die „defensive Kompaktheit“ – und hob noch mal hervor: „In Brackel trainieren wir auf einem Billardteppich.“ Dann auf dem ramponierten Rasen im Stadion Rote Erde spielen zu müssen, sei ein „großer Nachteil“. Seine „technisch hochbegabte Mannschaft“, die „über das technische Spiel kommt“, so Tullberg, habe diese Aufgabe gut angenommen – und erfolgreichen Offensivfußball gespielt.

Jetzt lesen

Zuvorderst freilich von der zehnten bis 24. Minute. Da traf die Borussia dreifach, Steffen Tigges (10.), Taylan Duman (22.) und Chris Führich (24.) stellten die Weiche in Richtung Saisonsieg Nummer neun. Den Schlusspunkt setzte Kapitän Joseph Boyamba (82.).

Stefan Oerterer scheitert an Eric Oelschlägel

In die Partie indes war die Borussia wieder mal schläfrig gestartet. Ebenso wie Wuppertal (beim 3:1) und Alemannia Aachen (3:3), gegen die der BVB einen bzw. zwei Gegentreffer in der Anfangsphase hatte hinnehmen müssen, waren auch die abstiegsbedrohten Halterner nah dran am Führungstreffer.

Jetzt lesen

Angreifer Stefan Oerterer zielte erst vorbei (3.), dann scheiterte er per Foulelfmeter an Eric Oelschlägel (6.). BVB-Stürmer Tigges bilanzierte: „Das Spiel hätte richtig eklig werden können, wenn Eric den nicht gehalten hätte.“ Und Tullberg sagte: „Irgendwie brauchen wir aktuell so einen wake-up call.“ Zu Deutsch: Weckruf. Nach Oelschlägels Parade nämlich kam die Borussia auf Touren.

Eric Oelschlägel hat nicht an einen Winterwechsel gedacht

Der Torhüter selbst sprach hernach von einer „souveränen Leistung“. Seine Vorderleute hätten „diszipliniert verteidigt und den Gegner nicht ins Konterspiel kommen lassen.“ Oelschlägel verlebte deshalb einen recht ruhigen Nachmittag – an dessen Ende er sich noch zu seiner eigenen Situation äußerte. Allein weil Luca Unbehaun im U19-Topspiel gegen Gladbach (3:0) gebraucht wurde, durfte Oelschlägel spielen.

Jetzt lesen

Er, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, muss darauf warten, solche Einsatzchancen zu bekommen. Und hat nur noch eine Nebenrolle inne.

„Das ist eine Entscheidung des Vereins, die ich akzeptieren“, meinte der 24-Jährige dazu. Dass Unbehaun nun „nach und nach herangeführt werden soll, war ja absehbar“. An einen Winterwechsel habe er deshalb nicht gedacht. „Ich fühle mich hier wohl“, sagte Oelschlägel. Wenn er gebraucht werde, versuche er der Mannschaft bestmöglich zu helfen. So wie gegen Haltern.

Lesen Sie jetzt