Cooler Rik taktiert und schlägt dann eiskalt zu

U15-Rennen: Zabel junior triumphiert

28.05.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es gab sicherlich schon dankbarere Auftritte für Rik Zabel. Der 14-Jährige stand beim U15-Rennen, das vor dem Hauptrennen ausgetragen wurde, noch mehr im Fokus als sonst ohnehin. Doch eine Belastung war das offenbar nicht - der junge Unnaer gewann das Kriterium mit einer erstaunlichen Souveränität. Papa Erik, der tags zuvor auf einer Pressekonferenz in Bonn das einmalige Doping mit EPO gestanden hatte, tauchte später noch am Streckenrand auf, schrieb Autogramme und ließ sich wenig anmerken. Er konnte stolz auf den Junior sein, denn der hat offensichtlich nicht nur schnelle Beine, sondern ist bereits in jungen Jahren ein gewiefter Taktiker. Rik gewann alle Punktwertungen bis auf die erste. Und dafür hatte er eine pfiffige Begründung parat. «Ich wollte erstmal schauen, wer alles so vorne mitfährt. Es waren ja einige ganz gute Leute im Rennen.» Abgebrüht, der Junge. Und mit einer Menge Vertrauen in die eigene Stärke ausgestattet. Seine Rivalen hießen Sebastian Krasenbrink (RSC Stadtlohn), der am Ende knapp das Treppchen verpasste, sowie Maik Hörning (RSC Bocholt), der Zweiter wurde, und Peter Raue von der DJK Dülmen, am Ende Dritter. Sie alle waren aber chancenlos, als Rik Zabel bei der zweiten Wertung ernst machte und von da an das Feld nach Belieben dominierte. Hinterher meinte er dann ganz cool: «Es war schon ein bisschen einfacher als bei anderen Rennen.» Mit 26 Zählern hatte er einen klaren Vorsprung vor Maik Hörning (17). Und Vater Erik kann sich berechtigte Hoffnungen machen, dass der Sohnemann irgendwann mal in seine Fußstapfen tritt. tre Nette Randnotiz: Mehrere Zuschauer spendeten kleine «Kämpferprämien» für die Nachwuchsfahrer, die relativ aussichtslos hinter dem Feld herackerten.

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