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Das Endspiel, das beim FC Brünninghausen keiner wollte: Ein Sieg und der Spuk ist vorbei

hzFussball-Oberliga

Es ist das Endspiel, das in Brünninghausen keiner wollte, doch nun steht der Showdown in Holzwickede an. In 90 Minuten entscheidet sich, ob das Abenteuer Oberliga nach drei Jahren vorbei ist.

Dortmund

, 25.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Neulich waren die guten alten Zeiten wieder zu Gast. Ex-Coach Alen Terzic war da. Leon Enzmann – der mit 14 Treffern drittbeste Torjäger der Vorsaison – war da. Es half nur nichts. Am Ende verlor der FCB gegen Westfalia Herne mit 1:2 und weil auch gegen die Sportfreunde Siegen am vergangenen Sonntag nur ein Punkt vom Laster fiel, haben die Brünninghauser jetzt das Finalspiel um den Klassenerhalt, das keiner wollte.

Unangenehmstes Team der Liga - auf Rasen

Denn in Holzwickede – bei einem der unangenehmsten Teams der Liga – auf einem Rasenplatz – auf dem die selbsternannte Kunstrasenmannschaft des FCB in dieser Saison mit einer Ausnahme fast gar nichts gerissen hat – unbedingt gewinnen zu müssen? Es gibt entspanntere Ausflugsziele für den kommenden Sonntag (15 Uhr, Jahnstraße 7, 59439 Holzwickede, live bei uns im Stream).

Das „Problem“ mit dem anderen Geläuf hat der Tabellen-15. in dieser Woche selbst gelöst. Statt auf der eigenen Anlage zu trainieren, mieteten sich die Brünninghauser auf dem Rasenplatz neben der alten Hockey-Anlage des TSC Eintracht an der Ardeystraße ein: „Alle sind konzentriert, die Intensität und die Fokussierung ist da“, sagt Trainer Maximilian Borchmann. Anders, als die meisten Dortmunder Teams in diesen Wochen haben sich die Brünninghauser jeden Trainingstag „in den Wettkampfmodus“ gebracht. „Ich musste nicht viel tun“, sagt Borchmann. Jedem ist bewusst, worum es am Sonntag geht.

„Wir haben alles selbst in der Hand“

Damit das Abenteuer Oberliga nicht nach drei Saisons schon wieder vorbei ist, braucht der FCB (37 Punkte, -15 Tore) dringend einen Sieg, denn dass Rheine (37, -35 Tore) beim schon abgestiegenen Tabellenletzten in Gievenbeck gewinnt und auch Hamm (36, -12) in Gütersloh siegt, ist alles andere als unwahrscheinlich.

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„Wir haben alles selbst in der Hand“, sagt Borchmann, „es geht nicht mehr um Taktik oder irgendwelche Kniffe oder eine Spielidee. Experimentieren bringt nichts. Es ist viel mehr Kopfsache.“

Schwacher Auftritt gegen Siegen

Das galt auch schon bei den vergangenen beiden Heimspielen gegen Herne und Siegen. Vor allem letzteres vertiefte die Sorgenfalten der Zuschauer ob des schwachen Auftritts. Doch so richtig mit dem Rücken zur Wand steht das Team erst jetzt: „Im Prinzip muss sich die Mannschaft selbst motivieren“, sagt Borchmann, fügt aber hinzu: „Natürlich muss ich vorher schon die richtigen Worte finden.“

Die Gastgeber werden jedenfalls keine Geschenke verteilen, nur weil die Klubs lediglich 13 Kilometer Luftlinie trennt: „Wir müssen das Spiel gegen Brünninghausen so angehen, als bekäme Hamm die drei Punkte nicht abgezogen“, sagt Holzwickede-Coach Axel Schmeing. Denn in diesem Fall könnte auch Holzwickede bei einer Niederlage noch unter den Strich rutschen. Die Hammer haben Einspruch gegen das Urteil der Verbandsspruchkammer eingelegt – wann die Entscheidung endgültig ist, weiß niemand: „Für uns macht es keinen Unterschied“, sagt Borchmann. Ein Sieg und der Spuk ist vorbei.

Verletzungs-Seuche ist (fast) vorbei

Das gilt auch für die Verletzungs-Seuche der letzten Wochen, denn mit Hendrik Brauer meldete sich dieser Tage auch der letzte Langzeitverletzte wieder einsatzbereit zurück. Und weil auch Tim Dudda wieder fit ist, fällt der mögliche Ausfall von Can Sakar (Knieprobleme) und Kingsley Nweke (Finger gebrochen) nicht so stark ins Gewicht.

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