„Das Spiel des Jahres“: Türkspor ist heiß auf die Aufstiegsrelegation gegen Lünen

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Türkspor Dortmund träumt vom Aufstieg in die Bezirksliga. In der Relegation trifft der A-Ligist auf den VfB Lünen. 1000 Zuschauer werden erwartet. Es ist das Spiel des Jahres, sagt der Kapitän.

Dortmund

, 29.05.2019, 10:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Türkspor Dortmund, so versichern sie in diesen Tagen glaubhaft, ist man vorbereitet auf die große Aufgabe. „Wir haben die Mannschaft jetzt eine Woche beisammen gehabt. Jedem ist klar, worum es für uns geht“, sagt Trainer Bülent Kara und fügt noch an: „Jeder bei uns legt gerade noch eine Schippe drauf.“

Kara, daran lässt er erst gar keinen Zweifel aufkommen, will mit Türkspor über Umwege doch noch den Sprung in die Bezirksliga schaffen. Am heutigen Mittwoch (19 Uhr, Gretelweg 1, 44339 Dortmund) trifft der Zweite der abgelaufenen Kreisliga-A1-Saison in der Aufstiegsrelegation nun auf den VfB Lünen, der sich in der A2 hinter dem Lüner SV II eingereiht hat.

Dass es mit dem direkten Aufstieg nicht geklappt hat und Türkspor (68 Punkte) nach 30 Spieltagen Rot Weiß Germania (73) den Vortritt lassen musste, spielt bei allen Beteiligten freilich keine Rolle mehr. „Wir alle sind richtig heiß auf die Partie gegen Lünen“, sagt Durmus Aydin, 31 Jahre alt und Kapitän bei Türkspor. „Für uns ist es das Spiel des Jahres.“

Türkspor will Traum vom Aufstieg wahrmachen

Mit einem Erfolg gegen Lünen würde der Dortmunder A-Ligist eine Chance wahren, den Traum von der Bezirksliga doch noch zu verwirklichen. Der Sieger trifft Anfang Juni in Hin- und Rückspiel auf den Verlierer der Aufstiegsrelegation im Kreis Gelsenkirchen. So weit voraus wollen sie bei Türkspor allerdings noch nicht blicken. „Wir denken Schritt für Schritt“, sagt Kara.

Der erste heißt am heutigen Mittwoch eben VfB Lünen. Und findet wohl unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen statt. Rund 1000 Zuschauer erwarten die Verantwortlichen von Türkspor am Sportplatz am Gretelweg. „Das wird eine Riesen-Stimmung“, glaubt Kara. „Wer den Fußball liebt, der nimmt so ein Spiel mit. Das muss man genießen.“ Sein Spieler Ozan Bektas meint, diese besondere Atmosphäre werde die Mannschaft „beflügeln und motivieren“.

Der Stürmer ragt in einer offensivstarken Mannschaft (125 Tore) übrigens noch ein Stück weit heraus. In 29 Spielen traf Bektas 47 Mal – durchschnittlich erzielt er alle 54 Minuten ein Tor. Und gegen Lünen? „Ob ich treffe oder jemand anderes, spielt keine Rolle. Hauptsache wir gehen am Ende als Sieger vom Platz“, sagt er.

Kara würde auch „ein knappes 1:0 reichen“

Sein Trainer glaubt ohnehin, dass nicht der Angriff, sondern die Abwehr das Spiel entscheiden werde. „Schaut man nur auf die Statistiken, dürfte das Spiel wohl 11:10 ausgehen“, sagt Kara, zumal auch Lünen eindrucksvolle 111 Tore in dieser Saison auf dem Konto stehen hat. „Das würde ich natürlich nehmen, aber mir würde auch ein knappes 1:0 reichen. Daher dürfen wir nicht den Fehler machen und zu offen stehen.“

Die Gefahr, durch die stimmgewaltige Unterstützung der eigenen Fans zu überdrehen, sieht Aydin indes nicht. „Klar haben wir auch jüngere Spieler, die eine solche Situation noch nicht kennen. Aber insgesamt sollten wir erfahren genug sein, damit umzugehen“ Auch er sieht die Abwehr als Schlüssel zum Erfolg.

„Wenn wir unsere Defensive stabil halten, haben wir gute Chancen“, sagt der 31-Jährige, der gegen Lünen mit Topstürmer Tim Gehrmann (36 Tore in 24 Spielen) wohl als Innenverteidiger auflaufen wird. „Zumal wir vorne immer unsere Tore machen.“ Und dann, so hoffen sie alle bei Türkspor, soll der erste Schritt in Richtung Bezirksliga getan sein und auch noch der zweite folgen.

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