Der Achraf Hakimi von Türkspor: Nino Saka ist der neue Außenbahn-Ferrari

hzFußball in Dortmund

Türkspor Dortmund hat mit Flügelflitzer Nino Saka den nächsten Oberliga-Spieler verpflichtet. Der soll auf den Außenbahnen für Alarm sorgen - genauso wie seine prominenten Vorbilder.

Dortmund

, 21.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Reza Hassani hat im Amateurfußball bislang keinen schnelleren Spieler gesehen. Als der Türkspor-Trainer seinen neuen Außenbahnflitzer Nino Saka beobachtete, fühlte sich Hassani an Speedy Gonzales - die schnellste Maus von Mexiko - erinnert. Als wir den 27-jährigen Saka am Telefon mit dem Vergleich mit der Zeichentrickmaus konfrontieren, muss er lachen.

„Ja, es stimmt schon. Ich bin flott unterwegs. In den letzten Jahren bin ich etwas kräftiger geworden. Als ich beim TuS Eving gespielt habe und noch jünger war, war ich sehr schmal und noch schneller“, sagt Saka, der neben seiner Schnelligkeit auch seine Mentalität zu seinen Stärken zählt.

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All diese Stärken möchte Saka alsbald für den wohl künftigen Landesligisten Türkspor Dortmund auf den Platz bringen - am liebsten als Rechtsverteidiger. „Ich bin gerne offensiver Rechtsverteidiger, bin auf dieser Position damals auch mit Erndtebrück Meister geworden. Das hat mir sehr gut gefallen. Aber ich spiele natürlich dort, wo mich der Trainer aufstellt“, gibt sich Saka, dessen Vorbilder Adama Traoré von den Wolverhampton Wanderes aber auch Achraf Hakimi vom BVB sind, diplomatisch.

Auch seine Vorbilder sind Außenbahnspieler, haben enormen Offensivdrang und hohes Tempo.

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Nino Saka wechselt vom Oberligisten 1. FC Kaan-Marienborn in die Landesliga zu Türkspor. Doch, wieso eigentlich?

„Bei Türkspor spielen sehr viele Kollegen von mir, mit denen ich früher auch auf der Straße gekickt habe. Ich kenne 80 Prozent der Mannschaft. Außerdem gefällt mir das Konzept. Ich will weiter ambitioniert Fußball spielen“, sagt Saka und ergänzt: „Mit Kaan war ich am Ende unzufrieden. Ich war weit weg von der Familie, hatte Heimweh“, sagt der Dortmunder, der nach Siegen gezogen war, nun aber zurück nach Dortmund möchte.

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Dort trifft er nun auf viele alte Bekannte und Freunde. Große Eingewöhnungszeit brauche der 27-Jährige, der unter anderem auch beim FC Brünninghausen schon aktiv war, nicht. „Ich muss echt sagen, dass es bei Türkspor sehr familiär zugeht. Das hat mir in den letzten ein bis zwei Jahren auch gefehlt“, sagt Saka.

Ambitionierte Ziele

Mit Türkspor, das ambitionierte Ziele hat, wolle Saka zeitnah angreifen. Die Oberliga - als mögliches Ziel der Dortmunder - hält der Flitzer für realistisch. „Wir haben einen Bombenkader. Das ist kein normaler Landesliga-Kader. Wenn wir als Mannschaft zusammenhalten, werden wir auch Erfolg haben. Ich habe dann keine Zweifel, dass wir in zwei bis drei Jahren in der Oberliga spielen können“, so der neue Türkspor-Kicker, der sich schon auf die Partien gegen den TuS Bövinghausen - ein möglicher Meisterschaftskonkurrent von Türkspor - freut.

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„Ich habe davon schon gehört. Ein paar meiner Kollegen spielen auch dort. Es ist eine interessante Mannschaft und es wird Spaß machen, sich mit Bövinghausen zu messen“, sagt Saka.

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