Der erste Vereinsvorsitzende fordert den Abbruch der Fußballsaison

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Die Fußball-Saison ruht in Westfalen seit Donnerstag. Und das mindestens bis Ende des Monats. Ein Dortmunder Fußball-Vorsitzender fordert aber jetzt schon, die Spielzeit vorzeitig abzusagen.

Dortmund

, 30.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Bundesregierung hat am Mittwoch beschlossen, dass der Amateursport ab dem 2. November bis zum Ende des Monats bundesweit ruht. Der FLVW und die Fußball-Kreise haben gleich nachgezogen und beschlossen, dass bis zum 2. November ebenfalls alle Fußballspiele ausfallen.

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Aber wie geht es im Dezember weiter? Die Verbände wollen die Situation Ende November neu bewerten und schauen, ob der Spielbetrieb in diesem Jahr wieder starten kann, das hängt in erster Linie von den Aussagen der Politik und den Infektionszahlen ab. Dortmunds Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski sieht eher keine großen Chancen mehr für das Jahr 2020.

Der Vorsitzende des SV Brackel 06, Olaf Schäfer, fordert den Saison-Abbruch.

Der Vorsitzende des SV Brackel 06, Olaf Schäfer, fordert den Saison-Abbruch. © Andreas Schröter

Ein prominenter Vereinsvorsitzender sieht auch keine großen Chancen für das erste Halbjahr 2021. „Wer kann denn Voraussagen, wie die Infektionszahlen sich in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln? Wahrscheinlich gehen die Zahlen jetzt wieder runter. Aber im Dezember und Januar können sie wieder steigen. Die Voraussagen sind doch ein Hand-auf-die-Glaskugel-Legen“, erklärt Olaf Schäfer, der Vorsitzende des SV Brackel 06.

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Er hat eine klare Haltung und eine klare Forderung an die Verbände: „Ein Impfstoff ist ja noch nicht kurzfristig in Sicht. Deshalb sehe ich keinen Sinn darin, zu versuchen, die Saison abzuschließen. Die sollen lieber jetzt die Spielzeit komplett abbrechen. Das wäre für mich die beste Lösung.“

Die ständigen Unterbrechungen, die ständigen Absagen würden die Vereine zermürben. „Alle Vereine benötigen Klarheit. Deshalb rege ich es an, dass sie die großen Klubs der Stadt mal zusammensetzen und in Zukunft mit einer Stimme sprechen“, sagt Schäfer

Er hält es dagegen für sinnvoll, dass der Trainingsbetrieb schnell wieder startet. „Die Kinder und Jugendlichen können doch draußen in kleinen Gruppen trainieren. Unter Anleitung der Trainer und unter den vorliegenden Hygieneregeln würde ich hier keine Probleme für die Kinder und Jugendlichen sehen“, sagt Schäfer.

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