Der kommende Landesliga-Meister muss aus Dortmund kommen

Klare Kante

Noch läuft die Vorbereitung. Erst in der kommenden Woche starten die Amateur-Fußballligen. Aber schon jetzt hat unser Autor Thomas Schulzke eine Forderung an die Dortmunder Landesligisten.

Dortmund

, 02.08.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der kommende Landesliga-Meister muss aus Dortmund kommen

Vier Trainer, vier ambitionierte Teams: (v.l.) Sebastian Didion, Thorsten Legat, Giovanni Schiattarella und Sascha Rammel © Montage Klose

Vier Dortmunder Mannschaften starten am übernächsten Wochenende in die neue Fußball-Landesliga-Saison. Vier Teams, in denen so viel Fantasie und Klasse steckt, dass es eine Enttäuschung wäre, wenn sich nicht eines am Ende als Meister durchsetzen würde. Der Westfalenliga-Absteiger Kirchhörder SC, der Hombrucher SV, der SV Brackel 06 und der Aufsteiger TuS Bövinghausen haben allesamt das Zeug dazu, den Titel zu holen.

Niemand spricht offen über den Aufstieg

Aber so richtig formuliert niemand von den Klubs das Ziel Aufstieg. Zumindest nach außen. Verständlich. Warum soll unnötig Druck auf die Mannschaft aufgebaut werden? Die Fallhöhe wäre immens. Es ist nur zu hoffen, dass intern die Sprachregelung anders läuft, dass die Klubs hier offensiver sind und ihre Teams starkreden. Denn diese vier Truppen müssen mit breiter Brust auflaufen. Die Trainer und die Sportlichen Leiter haben nämlich ganze Arbeit geleistet.

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Der Kirchhörder SC erlebt gerade einen Umbruch. Lothar Huber ist gegangen. In Sascha Rammel und Karim Bouasker stehen zwei Trainer-Neulinge an der Seitenlinie. Zwei, die selbst hoch gespielt haben, zwei, die Ideen haben und ihren Spielern heute noch vormachen können, was sie von ihnen erwarten. Bisher setzen die Spieler das beim Hecker-Cup sehr gut um, haben unter anderem den Oberligisten Holzwickeder SC bezwungen (2:1).

Beim Hombrucher SV fehlte nur die Konstanz

Der Hombrucher SV hat schon in der vergangenen Landesliga-Spielzeit lange auf Relegationsplatz zwei geschielt. Es fehlte letztlich aber die Konstanz, um ganz oben anzugreifen. Nicht die Klasse. Die ist beileibe da, um ganz oben dabei zu sein. Dem Trainerduo Sebastian Didion und Alexander Enke steht ein starker Kader zur Verfügung. Mit erfahrenen Akteuren wie Raimund Büth und Tim Scharde. Hinzugekommen sind unter anderem die hoffnungsvollen Talente Dillon Nesaraj und Thierno Barry. Zwei Jungs, die förmlich nach einer positiven Zukunft riechen.

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Kandidat Nummer drei ist der SV Brackel. Das Team darf man nicht aufgrund seiner letztjährigen Platzierung bewerten. Man muss sich nur die Rückrunde anschauen. In der hat der SVB nur sieben Zähler weniger als der spätere Meister SV Sodingen eingesammelt. In der Rückrunde griffen endlichen die taktischen Kniffe von Trainer Giovanni Schiattarella. Und die Mannschaft hat an Qualität enorm zugelegt. Allein die Verpflichtungen vom Mirza Basic (Lüner SV) und Patrick Sacher (Holzwickeder SC) versprechen ein Offensivspektakel.

Platz sechs wäre für den TuS Bövinghausen enttäuschend

Der TuS Bövinghausen hat als offizielles Ziel eine Platzierung unter den ersten Sechs der Liga ausgerufen. Aber ganz Dortmund weiß, dass dieser Klub nicht in der Landesliga stecken bleiben will. Seit Januar 2019 hat der TuS Bövinghausen neun Oberliga-Spieler verpflichtet. Nicht irgendwelche. Neun, die auch Stammspieler waren. Warum soll sich ein Klub so verstärken und dann am Ende mit Rang sechs zufrieden sein? Nein, Trainer Thorsten Legat und dessen Team treten in der landesliga an, um zum dritten Mal in Serie aufzusteigen. Alles andere wäre für den Verein eine verlorene Saison.

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Aber wo lauert die Gefahr? In erster Linie in Castrop-Rauxel. Dem SV Wacker Obercastrop ist sehr viel zuzutrauen, auch dem FC Frohlinde mit Neuzugang Marc-Andre Kruska. Sie werden aber alle scheitern, wenn die Dortmunder Mannschaften an sich glauben und ihre Klasse ausspielen.

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