Die „graue Maus“ aus Lünen fordert erneut die Dortmunder Klubs heraus

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Schon in der vergangenen Saison mischte der Lüner Verein seine Liga auf und ließ alle Dortmunder Konkurrenten hinter sich. Besonders eine Verpflichtung lässt die Konkurrenz nun erneut aufhorchen.

Dortmund

, 11.07.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als eine besonders starke Liga galt die Kreisliga, in der ein Lüner Team in der vergangenen Saison die Konkurrenz dominierte. Nun müssen sich weitere Teams der Mannschaft mit ihrem ganz besonderen Dreh- und Angelpunkt stellen - die Mehrheit wird wohl aus Dortmund kommen.

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Sicher und vorhersehbar ist in diesen Zeiten natürlich gar nichts. Doch dass die Gegner von Blau-Weiß Alstedde in der kommenden Fußball-Bezirksliga-Saison zumindest zu einem großen Teil aus Dortmund kommen werden, scheint sehr wahrscheinlich.

Schon in der Vergangenheit spielten die Lüner Vereine - der BV Brambauer, Westfalia Wethmar und der Lüner SV II - in der Bezirksliga 8 vor allem gegen Klubs aus Dortmund. In diese Aufzählung könnte sich nun auch Alstedde reinreihen.

BW Alstedde jubelte sich nur so durch die Kreisliga A2 Dortmund.

BW Alstedde jubelte sich nur so durch die Kreisliga A2 Dortmund. © Timo Janisch

Die Konkurrenz aus Dortmund kennt Alstedde bereits aus der vergangenen Saison. In der Kreisliga A2 setzte sich BWA sehr souverän durch, gewann 15 von 19 Spielen und kassierte dabei nur 14 Gegentore. Natürlich bedeutete das Platz eins und den Aufstieg - unter anderem vor der namhaften Konkurrenz wie K.F. Sharri oder den Dortmunder Löwen.

„Sie galten jedes Jahr irgendwie als Aufstiegsfavorit, haben es aber nie geschafft“, erinnert sich Tim Preuß, Sportlicher Leiter von Viktoria Kirchderne, an Zeiten, als Kirchderne noch gemeinsam mit Alstedde in der Kreisliga A spielte.

Hamsa Berro: „Sie sind nicht umsonst durchmarschiert“

Nun gelang aber der Aufstieg mit einem in Spitze und Breite stark aufgestellten Kader. „Sie haben eine schlagkräftige Truppe, die nicht umsonst durchmarschiert“, sagt Hamsa Berro, Trainer des TuS Hannibal. Berro und Preuß könnten mit ihren Teams demnächst in der Liga auf Alstedde treffen.

„Alleine, dass der Spielertrainer in der Regionalliga gespielt hat, sagt eigentlich schon alles aus“, sagt Preuß. Gemeint ist damit Tim Hermes. Seit Januar 2019 trägt er die Verantwortung an der BWA-Seitenlinie, nachdem er das Kommando von Vater Andreas übernommen hat.

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Vor wenigen Wochen gab Hermes bekannt, dass er seine Profi-Karriere - zuletzt spielte der 29-Jährige für Rot-Weiß Oberhausen - beendet. Wenig später verkündete Alstedde, dass Hermes fortan als Spielertrainer in der Bezirksliga auflaufen würde. Hermes werde die Blau-Weißen „taktisch gut einstellen“, so Berro.

Von den Aufsteigern schätze er Alstedde am stärksten ein, sagt Berro. Preuß wollte sich nicht festlegen, wie er BWA im Vergleich mit dem ASC 09 Dortmund II, Westfalia Huckarde und BW Huckarde einschätzt.

Hamsa Berro kennt einige Protagonisten von BW Alstedde gut.

Hamsa Berro kennt einige Protagonisten von BW Alstedde gut. © Archiv

Berro kennt einige Alstedder Protagonisten sogar sehr gut. Einige Jahre kickte er selbst in der Dortmunder Nachbarstadt für den SV Preußen Lünen und den Lüner SV. Beim LSV spielte der heutige Trainer zusammen mit Mario Lindner, Philipp Herder und Benedikt Kuhne.

Hamsa Berro: BW Alstedde war die „graue Maus“ der Liga

Während Lindner und Herder in der kommenden Saison wichtige Rollen auf dem Platz am Alstedder Heikenberg spielen sollen, ist Kuhne längst eine Etage nach oben gerückt. Als Sportlicher Leiter mit einem riesigen Netzwerk ist er neben Hermes der zweite maßgeblich am BWA-Erfolg beteiligte Macher.

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„Sie waren immer so ein bisschen die graue Maus in der Bezirksliga, sind dort immer im Mittelfeld rumgegurkt“, so Berro. Nun sei es wichtig, dass der Verein, der in diesem Jahr hundert Jahre alt wurde, den Schwung mitnehme. Überraschen lassen würde sich der TuS Hannibal in einer möglichen gemeinsamen Liga aber nicht. „Ein normaler Bezirksliga-Trainer hat die A-Liga und die Landesliga immer ein bisschen im Blick“, sagt er.

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