Die kleine Enttäuschung

Handball: BVB-Damen endgültig zweitklassig - und trotzdem einigermaßen gefasst

24.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Trotzdem: Eine gewisse Enttäuschung kann niemand im schwarzgelben Lager vertuschen, nachdem Meister 1.FC Nürnberg am Dienstag nach der x-ten Fristverlängerung doch die Bundesliga-Lizenz erhalten hatte. Insgeheim hatten sie doch alle gehofft, das sportlich Unumstößliche noch umgehen zu können. Die Reaktionen am Tag danach klangen gefasst, aber hier und da auch niedergeschlagen. Präsident Dr. Reinhard Rauball sagte: «Wir haben bewusst darauf verzichtet, rechtliche Schritte einzuleiten, obwohl hier in großzügiger Form mit Fristen umgegangen wurde.» Stattdessen soll «die klare Planung, die für die 1. als auch für die 2. Liga galt,» voran getrieben werden. Rauball: «Ich bin sicher, dass wir trotz eines leicht abgespeckten Etatvolumens eine stärkere Mannschaft als im Vorjahr haben werden.» Manuela Fiedel, die das Team 2006/07 als Kapitän aufs Parkett führte, sprach von einer «kleinen Enttäuschung. Wir waren drauf vorbereitet, aber etwas Hoffnung war immer da. Wie sich das in die Länge gezogen hat, war natürlich total nervig.» Auf den Punkt bringt's wohl Steffi Glathe: «Sportlich sind wir abgestiegen, also dürfen wir uns eigentlich nicht beschweren.» Die Rückraumspielerin räumt ein: «Es war ja abzusehen, dass es so kommt, gerade nachdem Nürnberg noch Meister geworden war. Allerdings wäre der Anreiz in der Bundesliga größer gewesen.» Auch Friederike Lütz findet es «schade, dass wir jetzt runter müssen.» Aber das Linksaußen-Talent ist wenig verwundert über die Entwicklung: «War doch klar, dass sie den Deutschen Meister nicht absägen, auch wenn die sich die Mannschaft offenbar gar nicht leisten können. Aber jetzt werden wir alles daran setzen, sofort wieder aufzusteigen.» Diese Einstellung wird den Fans Mut machen. Thomas Rellmann Heute absolviert der BVB seine letzte Trainingseinheit vor der Sommerpause, ehe es im Juli weiter geht mit Teil zwei der Saisonvorbereitung.

Lesen Sie jetzt