Diese zehn Talente des Dortmunder Amateurfußballs sollte man sich merken - Teil 2

hzFußball in Dortmund

Sie stechen heraus, müssen sich aber trotzdem erst noch beweisen: Der Dortmunder Amateurfußball besitzt viele Talente. Wir stellen zehn von ihnen vor - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Dortmund

, 14.07.2019 / Lesedauer: 4 min

Die Recherche für diese Liste war schwierig, denn natürlich möchte kein Trainer und kein Sportdirektor seine Spieler schon Wochen vor der Saison mit zuviel Druck aufladen. Aber das ist auch gar nicht der Sinn unserer Liste, die übrigens keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es gibt viele Talente, die hier nicht auftauchen, weil wir bewusst bei zehn aufhören wollten.

Teil 1 Samstag, Teil 2 Sonntag

Wir wollen die Vorfreude auf die kommende Saison im Dortmunder Amateurfußball schüren - und dazu gehört, dass man die Protagonisten kennt. Vor ein paar Tagen haben wir die Alte-Herren-Mannschaft (Ü32) des Dortmunders Amateurfußballs vorgestellt. Am Samstag haben wir Teil 1 der U20 vorgestellt. Heute ist der zweite Teil dran.

Michel Post (ASC 09)

Der defensive Mittelfeldspieler ist ein weiterer Neuzugang des Oberligisten ASC 09 Dortmund, obwohl er schon seit einem Jahr einen Pass in Aplerbeck liegen hat. Rückenprobleme legten den 20-Jährigen ein Jahr lang auf Eis. Trainer Daniel Sekic sieht in Post sehr viel Potenzial, verlangt von ihm, dass er in Zukunft „ein dominanter Oberliga-Spieler“ wird.

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Post zeichnet neben seiner Zweikampfstärke auch sein Passspiel aus. Der Pass in die nächste Ebene, wie es Daniel Sekic gerne formuliert, wird für den ehemaligen Schalker Juniorenspieler kein Problem sein. „Ich fühle mich zurzeit schon richtig gut, aber ein paar Prozent fehlen noch. Die hole ich mir bis zum Start am 11. August aber noch“, sagt Post.

Jonas Janetzki (Holzwickeder SC)

„Was für eine Granate - wenn der auf dem Teppich bleibt, sehen wir den auf jeden Fall in der Regionalliga wieder.“ So schwärmt Mitspieler Muhammed Acil über den 18-Jährigen Jonas Janetzki vom Holzwickeder Sportverein. Ausgebildet wurde er beim Hombrucher SV, spielte in der vergangenen Saison in der Westfalenliga-U19 vom SV Lippstadt und macht nun seine ersten Schritte bei der Dortmunder Außenstelle in Holzwickede.

Auch Janetzki hatte ein Angebot des Liga-Konkurrenten ASC 09 Dortmund vorliegen, entschied sich aber für Holzwickede: „Das ist wirklich ein richtig starker Junge, den hätten wir gerne gehabt“, sagt Samir Habibovic, Sportlicher Leiter beim ASC.

Thierno Barry (Hombrucher SV)

Über Thierno Barry, der in dieser Saison neu im Landesliga-Team des Hombrucher SV ist, sagt sein ehemaliger Coach bei der U19 des Hombrucher SV, Dominik Lipki: „Das ist für mich der interessanteste Spieler, ein außergewöhnlicher Fußballer.“ Zwar war Barry in der vergangenen Saison lange verletzt, weil er sich im Sommer einen Bänderriss zugezogen hatte und erst Mitte der Rückrunde zurückgekehrt war, doch Barrys Talent sei „außergewöhnlich“, so Lipki und „wäre er nicht verletzt gewesen, wäre er mit einer unserer wichtigsten Spieler gewesen.“

Von seiner schmächtigen Statur dürfe man sich dann auch nicht verwirren lassen: „Er ist Linksfuß, in der Offensive unberechenbar, ein Dembelé-Typ – hat allerdings eine Top-Mentalität.“ Sein Trainerteam bei den Senioren betont allerdings, dass Barry – wie jeder Jugendspieler, der zu den Senioren kommt – dort erstmal ankommen müsse.

Luke Newman (FC Brünninghausen)

Die Schusskraft von Florian Gondrum und die Präzision von Robin Gallus, das sagte ein ehemaliger Mitspieler mal über Luke Newman. Der Rechtsfuß, der in dieser Saison aus der U19 in die erste Mannschaft hochgezogen wurde, sticht in der Vorbereitung bislang heraus. „Er ist körperlich schon sehr weit und hat einen unglaublichen Abschluss“, sagt sein Trainer Maximilian Borchmann. Das größte Problem – und das sollte eigentlich keines sein – ist, dass Newmann eventuell dem Kapitän zu ähnlich ist.

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Denn die Spielweise von Gondrum, mitspielen, Bälle festmachen, in den Strafraum stoßen, treffen, das ist auch die von Newman. Was ihm und auch den U19ern der Brünninghauser zugutekommen könnte: Fast alle haben schon in der Endphase der vergangenen Saison mit dem Oberliga-Kader mittrainiert: „Das war schon ein Vorteil“, sagt Borchmann.

Marcel Pietryga (Wickede)

Neulich kam Marcel Pietryga im Trikot von Manchester United zum Training: „Hey Zlatan“, rief ihm Wickedes Sportlicher Leiter Emre Konya zu. Pietryga lächelte verlegen: „Er bildet sich da nichts drauf ein“, sagt Konya, „aber von der Spielweise und wie er so in Zweikämpfe geht, sind da schon Parallelen zu erkennen.“ Eine Gefahr, abzuheben, besteht bei dem Neuzugang von Teutonia Waltrop nicht: „Er hat einen klaren Kopf und ist sehr bescheiden“, sagt Konya.

Trotz seiner 19 Jahre habe Pietryga „eine unglaubliche Abschlussqualität“, ist zudem beidfüßig, kann auf der Zehn, aber auch als Stürmer spielen. Die offensive Vielfältigkeit könnte ihm helfen, schließlich ist sein direkter Konkurrent auf der Zehn der nicht viel ältere Robin Wodniok. Konya ist sich aber dennoch sicher: „Wenn er sich seinen Realismus beibehält, kann er mindestens Oberliga spielen.“

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