Dimitrios Kalpakidis: Ich schließe vor der Dortmunder Stadtmeisterschaft alle Hallen zu

Fußball

Dimitrios Kalpakidis gehört eigentlich zum festen Inventar des Dortmunder Amateurfußballs. Nach seinem Aus in Schüren und seinem Intermezzo in Kirchhörde ist er in der Kreisliga A angekommen.

Dortmund

, 26.09.2019, 11:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dimitrios Kalpakidis: Ich schließe vor der Dortmunder Stadtmeisterschaft alle Hallen zu

Eine Hallenfußball-Stadtmeisterschaft ohne Dimitrios Kalpakidis (r.) ist nur schwer vorstellbar. © Stephan Schuetze

Es war das Treffen zweiter echter Dortmunder Amateurfußball-Größen. Der ehemalige Wickeder Marko Schott traf am vergangenen Sonntag auf den ehemaligen Schürener Dimitrios Kalpakidis. Die Partie lautete: SV Bausenhagen gegen den Kamener SC. Zwei ungewöhnliche Teams für zwei Dortmunder Jungs, die den Amateurfußball hier lange geprägt haben. Jetzt sind sie in der Kreisliga A2 Unna angekommen

Marko Schott trifft, verliert aber gegen Dimitrios Kalpakidis

Am Ende hieß es 4:1 für den Kamener SC - und Dimitrios Kalpakidis. Spieler-Trainer Schott erzielte den einzigen Treffer für Bausenhagen. „Eigentlich wollte ich gar nicht spielen, weil ich angeschlagen war. Aber als wir 0:1 zurücklagen und Schotti schon getroffen hatte, habe ich mich zur zweiten Halbzeit einwechseln lassen. Es lief ja dann ganz gut“, sagt Kalpakidis. Es folgten vier Treffer für den Kamener SC. Unter anderem traf der ehemalige Schürener Karim Bouzerda.

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Doch was macht Dimitrios Kalpakidis, der in der vergangenen Saison noch in der Westfalen- und Landesliga gespielt hat, jetzt in der Kreisliga A2 Unna? „Es hat sich für mich einfach in Dortmund nichts ergeben. Nicht als Spieler-Trainer und auch nicht als Spieler“, sagt er. Deshalb sei er zu seinem alten Spieler Thorsten Lenz gegangen, der für den Kamener SC verantwortlich ist.

Viele Spieler laufen erst los, wenn der Ball schon unterwegs ist

Kalpakidis bezeichnet den Kreisliga-A-Fußball als okay, aber auch in einigen Fällen problematisch. „Hier laufen viele Spieler erst los, wenn der Ball schon unterwegs ist. Das macht einem die Sache schon schwer“, sagt er. Er liegt mit seinem Team als Tabellensechster schon acht Punkte hinter dem Tabellenführer Türkischer SC Kamen. 583 von möglichen 630 Minuten stand Kalpakidis auf dem Feld und schoss in der Zeit zwei Treffer.

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Und wann kommt er zurück nach Dortmund? „Erstmal habe ich jetzt in Kamen zugesagt. Kommt aber ein gutes Angebot aus Dortmund, würde ich mit dem Verein natürlich darüber sprechen.“ Auch schon im Winter? „Es kommt auf das Angebot an. Ist es gut, muss ich mit Kamen darüber reden. Auch im Winter.“

Dimitios Kalpakidis spielt in der Halle auch zehn Minuten durch

Er schielt schon ein bisschen auf die Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Kalpakidis kann es sich einfach nicht vorstellen, dass diese ohne ihn stattfindet. Der 40-Jährige gehörte immer zu den prägenden Figuren in der Endrunde. Er nahm es sich als Spieler-Trainer auch mal heraus, zehn Minuten am Stück auf dem Feld zu stehen.

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Kommt es jetzt in diesem Winter zu der Stadtmeisterschaft ohne Kalpakidis? „Wer weiß, was bis zum Winter noch passiert“, sagt er, „aber wenn ich nicht dabei bin, schließe ich im Winter vor der Dortmund Stadtmeisterschaft alle Hallen zu. Ohne mich dürfen die Titelspiele eigentlich nicht stattfinden.“

Sonntag steigt das Verfolgerduell Kamener SC gegen Königsborn

Am Wochenende ist aber der Kamener SC die Realität. Im Verfolgerduell erwartet Kalpakidis den Tabellendritten Königsborner SV. „Das Spiel müssen wir gewinnen, wollen wir noch oben dran bleiben.“ Es wäre auch ein bisschen traurig, wenn Dimitrios Kalpakidis mit seinen Fähigkeiten im tristen Graus der Kreisliga A untergehen würde.

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