Dorstfelder gönnen sich keinen Meter

Fußball: Höchste Spannung in Gruppe A 1

24.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Tiefer als am Sonntag konnten die Köpfe beim SC Dorstfeld nicht hängen. Nach der 0:5-Schlappe geht es nun ausgerechnet zum Ortsrivalen Fortuna Dorstfeld. Der neue Spitzenreiter TuS Rahm muss gegen Türkspor ran. «Um jetzt noch Meister zu werden, müssen einfach zwei Siege her», analysiert SC Dorstfelds Sportlicher Leiter Wilfried Rump, der keine Antwort auf die Schlappe vom Wochenende hat: «Krasser hätte der Gegensatz zur Vorwoche nicht sein können.» Selbst Routiniers wie Kai Hengelage leisteten sich einen rabenschwarzen Tag. Zum anstehenden Derby werden Lars Tschernoster und Kai Feldbauer wieder in die Startelf rücken, um, laut Rump, den «Schwachpunkt Mittelfeld» zu verbessern. Fortuna Dorstfelds Trainer Jörg Mielers wird den blau-weißen Kontrahenten auf dem Sportplatz am Bummelberg keinen Meter gönnen. «Wir werden alles für einen Sieg tun», sagt der Fortuna-Coach, der am Sonntag allerdings stark dezimiert aufläuft. Daniel Minschke, Torben Kohz, Baris Özdemir und Keeper Lars Jander werden definitiv ausfallen. Nach sechs Niederlagen in Folge plant Mielers, eventuell selbst als Libero aufzulaufen. Christian Hein macht sich über vermeintliche Schützenhilfe der Ortsnachbarn überhaupt keine Sorgen: «In Dorstfeld brennt bei Derbys der Baum.» Viel Lob hatte der Trainer vom TuS Rahm nach dem überraschenden Sprung an die Tabellenspitze für seine Mannschaft übrig: «Was meine Spieler leisten, ist der Wahnsinn.» Ihre Einstellung behalten sie wohl bis zuletzt, auch in Rahms letztem Spiel sind alle dabei. «Wer angeschlagen ist, beißt auf die Zähne. Uns hat das Fieber jetzt so richtig gepackt», so Hein, der in der Meisterschaft jedoch auf einen weiteren Patzer der Dorstfelder hoffen muss. Am letzten Spieltag hat der TuS Rahm frei und kann nur zusehen und hoffen. tib

Lesen Sie jetzt