Dorstfelder SC macht für die Zweite Mannschaft den Aufstieg doch noch möglich - auf Umwegen

Fußball-Kreisliga

Die Erste Mannschaft stieg ab, die Zweite nur beinahe auf. Doch beim Dorstfelder SC haben sie jetzt das Beste draus gemacht und wollen sich komplett neu und vor allem heimischer aufstellen.

Dortmund

, 05.07.2019, 05:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dorstfelder SC macht für die Zweite Mannschaft den Aufstieg doch noch möglich - auf Umwegen

Peter Brdonkalla will mit dem Dorstfelder SC einen neuen Weg einschlagen. © Schütze

Sie hatten den Eintritt für die Relegationsspiele schon in der Hand, mit 3:1 führte die Zweite Mannschaft des Dorstfelder SC am letzten Spieltag der Kreisliga B gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten um den Relegationsplatz, Mengede 08/20 II. Doch mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten (82., 85.) war die Aufstiegschance dahin, das 3:3 reichte den Mengedern, die dann in der Relegation am SV Körne scheiterten.

Aufstieg auf Umwegen

Doch die erfolgreiche Mannschaft von Trainer Mike Böttcher hat nun doch noch den Aufstieg in die A-Liga geschafft. Auf Umwegen. Denn nach dem Abstieg der Ersten aus der Bezirksliga und dem Abgang zahlreicher Spieler der ehemaligen Bezirksliga-Mannschaft, hat sich der DSC entschieden, den Großteil der Zweiten hochzuziehen: „Die neue Erste geht mit einer Mischung aus dem Großteil der erfolgreichen und eingespielten Zweiten Mannschaft, ausgewählten verbliebenen Spielern aus dem ‚Abstiegskader‘, mehreren Spielern aus der eigenen A-Jugend und Neuzugängen, die fast durchgängig eine DSC-Vergangenheit haben, an den Start“, sagt Trainer Peter Brdonkalla.

Konkret bedeutet das, dass Pascal Kowalczyk vom SV Hohenlimburg, Philip Wittig von Westfalia Kirchlinde und Kevin Wiend vom VfL Kamen verpflichtet werden konnten, zudem wurden Robin Grabowsky, Jan Salzmann, Maximilian Kitt und Florian Schöndorfer aus der eigenen Jugend hochgezogen.

Brdonkalla macht weiter

Coach Brdonkalla bleibt trotz Abstieg im Amt, macht den Job nun aber gemeinsam mit seinem Schwager Böttcher: „Die Mannschaft wird sich erstmal finden und in der Kreisliga A ankommen müssen, um eine ruhige Saison nach Möglichkeit im gesicherten Tabellenmittelfeld zu spielen“, sagt Brdonkalla.

Nachdem der Abstieg aus der Bezirksliga sich schon im Winter angedeutet hatte, haben sich die Verantwortlichen frühzeitig ein anderes Konzept überlegt: „Wir wollen uns neu und vor allem heimischer aufstellen“, sagt Brdonkalla. Der bisherige Co-Trainer Damian Sylvester tritt aus beruflichen Gründen etwas kürzer und wird gemeinsam voraussichtlich mit dem langjährigen Mannschaftsspieler Christian Göhlich die sportliche Leitung in der Seniorenabteilung übernehmen.

Zuschauer zurückgewinnen

Die Zweite Mannschaft in der Kreisliga B wird Daniel Naujocks und die Dritte Mannschaft Marcel Marquardt trainieren, die auch mit dem Verein eng verbunden sind. „Die Zuschauer sollen wieder zurückgewonnen und begeistert werden“, sagt Brdonkalla nach zwei eher biederen Bezirksliga-Jahren, „mit Spielern und Trainern, die man kennt und zu denen man einen Bezug aufbauen kann.“

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