Dortmunder A-Ligist verzichtet durch Staffelwechsel freiwillig auf Derbys

hzFußball-Kreisliga A

Geografisch gesehen sind die zwei Kreisliga-A-Gruppen im Dortmunder Fußballkreis klar getrennt. Nach der Einteilung der Vereine passt nur ein Klub nicht so ganz in die Reihe.

Dortmund

, 25.07.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem zu Wochenbeginn die Staffeleinteilung der überkreislichen Ligen durch den FLVW veröffentlicht wurde, zog der Dortmunder Fußballkreis am Dienstag (21.07.) nach und gab bekannt, wie die Kreisligen A1 und A2 zusammengesetzt sind.

Rein geografisch betrachtet ist die Zuteilung schnell erklärt: In der A1 spielen künftig die Teams aus Dortmunds Westen und Süden, in der A2 die Mannschaften aus dem Lüner Raum sowie dem Dortmunder Norden und Osten. Nur ein Klub passt nicht so ganz in dieses Muster.

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Die Mannschaften aus Eving, eindeutig ein im Dortmunder Norden beheimateter Bezirk, spielen traditionell in der Gruppe A2 - unter anderen mit den Teams aus Lünen, Brambauer und Kemminghausen. Eving Selimiye Sport findet man bei der Staffeleinteilung folgerichtig ebenfalls in dieser Liste. Nur Aufsteiger Phönix Eving sucht man vergeblich.

„Wir haben von unserem Recht Gebrauch gemacht und den Antrag für die Kreisliga A1 gestellt“, erklärt Phönix-Vorsitzender Christian Nurk. Nicht nur die Evinger wollten lieber in der Gruppe 1 spielen. Gleich 26 der insgesamt 35 A-Ligisten bevorzugten diese Staffel.

„Geografisch passt das nicht“

Dass nun Phönix Eving in der A1 gelandet ist, hat auch Nurk ein wenig verwundert: „Geografisch passt es ja nicht, das stimmt schon. Wir hatten wahrscheinlich ein wenig Glück bei der Einteilung.“

Die Gründe für die klare Bevorzugung der ersten Gruppe nennt Evings Vorsitzender ebenfalls: „Ich denke, dass es in der A1 einfacher sein wird den Klassenerhalt zu schaffen, da ist sportlich einfach mehr möglich.“



In der A2 hingegen, so die Vermutung Nurks, werde es ein Hauen und Stechen um die Aufstiegsplätze geben - zum großen Nachteil der weniger starken Teams: „Da kloppen sich ein paar Klubs um die ersten Plätze, allen voran Gahmen, Preußen Lünen oder auch Sharri.“ Nurks Befürchtung: Gegen ambitionierte Vereine könne es dann durchaus mal eine deftige Packung geben - ein Szenario, das Phönix gerne verhindern würde.

Lieber eine 1:2-Niederlage als ein 0:10

„So eine 0:10-Pleite brauchen wir in unserer Situation nicht. Dann ist es sicherlich leichter mit einer 1:2-Niederlage gegen ein schwächeres Team umzugehen“, erklärt Nurk und spielt auf den radikalen Umbruch in seinem Klub an: Gleich 32 Neue hat Eving in den letzten Wochen begrüßt, dem gegenüber stehen zahlreiche Abgänge.

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Befürchtet der Verein denn nun weniger Einnahmen? Schließlich fallen durch den Wechsel in die A1-Gruppe einige Derbys weg: Die Sportanlagen von Kemminghausen und Phönix beispielsweise liegen keine drei Kilometer auseinander, in der kommenden Saison duellieren sich die Nachbarn allerdings nicht.

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„Wir spielen in der Kreisliga A und da muss man sich nichts vormachen: Zu unseren Spielen werden so oder so keine 200 Zuschauer kommen, unabhängig davon, ob wir nun gegen Kemminghausen oder Oespel-Kley spielen“, stellt Nurk klar. Für ihn ist die oberste Priorität der Klassenerhalt mit diesem runderneuerten Kader - und für dieses Ziel ist die Kreisliga A1 möglicherweise die niedrigere Hürde.

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