Weiche Leiste, kaputte Schulter, Tormonster: Bilanz von 14 Fußballern, die Dortmund verlassen haben

hzFußball in Dortmund

Im Sommer ist es immer ein Kommen und Gehen bei den Dortmunder Amateur-Fußballklubs. Wir blicken hier auf 14 Dortmunder Spieler, die die Stadtgrenzen im Sommer verlassen haben.

Dortmund

, 27.11.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Für einige Akteure haben sich die Wechsel gelohnt, andere fanden sich auf der Bank wieder. Aber lest hier selbst:

Nico Wolters (TuS Haltern): Das ehemalige Laufwunder des ASC 09 Dortmund ist in der Regionalliga angekommen, musste aber zuletzt einen schweren Rückschlag hinnehmen. Das Positive: Er hat schon neunmal für den Aufsteiger TuS Haltern auf dem Platz gestanden, kommt auf insgesamt 449 Minuten Einsatzzeiten. Das Negative: Seit dem 14. Spieltag stand er nicht mehr im Kader. Ärzte diagnostizierten eine weiche Leiste. Eine Operation war unumgänglich. Noch ist nicht klar, wann er wieder zum Team stößt.

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Jan Friedrich (TuS Haltern): Auch der Innenverteidiger wechselte vom ASC nach Haltern. 545 Minuten hat er schon in der Regionalliga für den TuS Haltern gespielt. Stammspieler ist er aber noch längst nicht. In 7 von 18 Spielen stand er in der Startformation. Neunmal kam er aber gar nicht zum Einsatz.

Kerim Acil (Holzwickeder SC): Der große Pechvogel der Saison bisher. Der Wechsel vom Oberliga-Absteiger FC Brünninghausen zum ehemaligen Ligakonkurrenten Holzwickeder SC schien sich gelohnt zu haben. Das deutete sich in der Vorbereitung an. Coach Axel Schmeing setzt auf ihn. Einem Stammplatz stand nichts im Weg. Dann aber die schwere Verletzung beim Hecker-Cup in Aplerbeck. Seine Schulter musste operiert werden, bis heute hat er seitdem noch nicht eine Partie absolviert.

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Muhammed Acil (Holzwickeder SC): Auch Kerims Bruder Muhammed ist in Holzwickede gelandet. Der ehemalige Brünninghauser schnappte sich sofort den Platz im Tor und absolvierte die ersten 14 Saisonspiele. Nach dem 0:5 gegen Meinerzhagen saß er aber auf der Bank und Malte Hegemann übernahm seinen Platz. „Es ist aber weiter ein offener Kampf um die Nummer eins“, sagt Holzwickedes Trainer Axel Schmeing.

Azmir Alisic (TSG Sprockhövel): Lange Zeit war der Ex-Brünninghauser die unangefochtene Nummer eins beim Oberligisten TSG Sprockhövel. In den ersten 13 Begegnungen stand er 90 Minuten auf dem Platz. Dann kassierte er in der letzten Spielminute gegen den Holzwickeder SC (1:2) die Gelb-Rote Karte. Nach Ablauf seiner Sperre fand er sich aber auch gegen Eintracht Rheine nur auf der Bank wieder.

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Angelos Karantasiadis (TuS 05 Sinsen): Der ehemalige Innenverteidiger des FC Brünninghausen hatte sich vor der Spielzeit für einen Wechsel zum Westfalenligisten TuS 05 Sinsen entschieden. Er eroberte an den ersten zwei Spieltagen gleich einen Stammplatz. Dann kam er aber nicht mehr zum Einsatz. „Leider hat Angelos eine Schambeinentzündung. Wir hoffen, dass er zur Rückrunde wieder einsteigt“, sagt Sinsens Sportlicher Leiter Thomas Sliwa.

Robin Gallus (TuS Ennepetal): Der Wechsel war einer der spektakulärsten im vergangenen Sommer. Gallus sollte in der neuen Saison als spielender Co-Trainer beim FC Brünninghausen agieren. Nach dem Abstieg meldete sich Gallus aber ab und schloss sich seinem Ex-Klub TuS Ennepetal an. In Brünninghausen war nicht jeder über den Wechsel erfreut. Gallus ging trotzdem und schnappte sich in Ennepetal wie erwartet einen Stammplatz. Er gehört zu den treibenden Kräften im Team, ist sich nicht zu schade, auch mal als linker Außenverteidiger zu spielen. „Ich fühle mich in Ennepetal wohl und stehe immer noch zu meinem Wechsel im Sommer“, sagt Gallus.

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Stefan Fels (BG Schwerin): Der Außenspieler ist zwei Schritte zurückgegangen. Vom Westfalenligisten Westfalia Wickede zum Bezirksligisten BG Schwerin. Hier gehört er zu den Leistungsträgern im Team. Aber zum Toreschießen ist er nicht nach Castrop-Rauxel gewechselt. 13 Spieler haben für BG Schwerin schon getroffen. Fels aber noch nicht.

Imsail Icen (Hammer Spielvereinigung): Für den Wickeder Imsail Icen hielt der Fahrstuhl in der Oberliga. Er wagte den Sprung zur Hammer Spielvereinigung. Bisher hat er sich noch nicht durchgesetzt. Erst einmal stand er in der Startformation, achtmal wurde er eingewechselt, einen Treffer hat er noch nicht erzielt. Die Bilanz könnte besser aussehen. Aber mit 20 Jahren ist er ja weiter entwicklungsfähig.

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Karim Bouzerda (Kamener SC): Der Stürmer schießt gerade für den Kamener SC die Kreisliga A in Unna kaputt. In zehn Spielen hat der ehemalige Westfalenliga-Spieler schon 18-mal getroffen. Allein diese Statistik zeigt, dass Bouzerda in der Kreisliga A unterfordert ist und eigentlich nichts zu suchen hat.

David Graudejus (VfL Schwerte): Eine langwierige Fußverletzung hat den ehemaligen Brackeler zu Saisonbeginn zurückgeworfen. Seit neun Spielen ist der Torhüter beim Bezirksligisten VfL Schwerte die unumstrittene Nummer eins. Aber auch Graudejus kann nicht verhindern, dass der ambitionierte Klub nur eine mittelmäßige Saison spielt und mit 19 Punkten auf Rang neun liegt.

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Daniel von der Ley (FC Iserlohn): Ein Auf und Ab für den ehemaligen Brackeler beim Westfalenligisten FC Iserlohn. Ist er gesund, spielt er in der Offensive des Tabellenelften. Aber allzu häufig hat er nicht gespielt, weil er verletzt war oder wie in der vergangenen Woche im Urlaub. Sein Torkonto steht aktuell bei Null.

Oliver Roll (Concordia Wiemelhausen): Alles lief nach Plan für Oliver Roll. Der Keeper, der in der vergangenen Saison für den Kirchhörder SC gespielt hatte, stand zum Saisonauftakt beim Westfalenligisten Concordia Wiemelhausen in der Startelf. Eine Verletzung warf ihn zurück. Er befindet sich zwar wieder im Training, konnte seinen Konkurrenten Thorben Schmidt aber noch nicht aus dem Tor verdrängen.

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Markus Scherff (Concordia Wiemelhausen): Der zweite Kirchhörder, der zu Concordia Wiemelhausen gewechselt ist. Für ihn läuft es aber besser als für Oliver Roll. Markus Scherff kommt auf eine Einsatzzeit von 853 Minuten in elf Spielen. Bisher hat der Offensivspieler aber noch nicht einmal getroffen.

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