Dortmunder Fußballklub verdient fast 1000 Euro im Geisterspielticket-Shop

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Schon seit ein paar Wochen können lokale Sportvereine online über den Geisterspielticket-Shop Geld verdienen. Ein Dortmunder Verein ist dabei besonders erfolgreich.

Dortmund, Sölderholz

, 11.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knapp 2600 Euro haben lokale Sportvereine schon über die Geisterspieltickets-Seite der Ruhr Nachrichten eingenommen. Ein Dortmunder Fußball-Klub hat durch den Verkauf von virtuellen Tickets, Bratwürsten und Bieren innerhalb von drei Wochen sogar schon über 900 Euro verdient.

Eine verrückte Summe. „Wir sind ja auch so ein bekloppter Verein“, sagt Joachim Schanz. Der Vorsitzende der SF Sölderholz weiß, warum die Anhänger des A-Ligisten den Verein so tatkräftig unterstützen. „Das liegt daran“, erklärt Schanz, „dass wir so ein familiärer Verein sind, Zusammenhalt und Kameradschaft werden bei uns großgeschrieben.“

Die SF Sölderholz halten nicht nur auf dem Platz zusammen: Innerhalb weniger Tage hat der Verein durch Fans und Spieler über 800 Euro eingenommen.

Die SF Sölderholz halten nicht nur auf dem Platz zusammen: Innerhalb weniger Tage hat der Verein durch Fans und Spieler über 800 Euro eingenommen. © Kirchner Media

Der größte Teil der Summe von mittlerweile 908 Euro und 90 Cent (Stand 11. Mai) ist auch bereits wenige Tagen nach der Anmeldung der Sölderholzer eingegangen. Die Anhänger der Sportfreunde sind offensichtlich sofort auf die Aktion angesprungen, das liege daran, erklärt Schanz, „dass wir solche Aktionen immer über unsere sozialen Medien verbreiten.“

SF Sölderholz wird vor allem von den eigenen Spielern gesponsort

Das meiste Geld komme sogar von den Sölderholz-Spielern selbst, die im Geisterspielticket-Shop der SF fleißig eingekauft haben. „80 Prozent der Namen in den E-Mail-Adressen, die mir angezeigt werden, kenne ich“, freut sich Schanz über den Zusammenhalt der Sölderholzer, bei denen im virtuellen Shop eine Eintrittskarte 2,50 Euro, die Wurst 2 Euro, das Bier 1,60 Euro, die Limonade 1,20 Euro und die ganze Bierkiste 20 Euro kosten.

Die Sölderholzer, auf Platz sieben der Kreisliga A unabhängig von den weiteren Entwicklungen weder von Auf- oder Abstieg betroffen, freuen sich natürlich über die Einnahmen - die finanzielle Lage sei jetzt in der Corona-Pandemie „in Ordnung“ wie Schanz sagt. Trotzdem wollen natürlich auch die Sölderholzer so schnell wie möglich wieder auf ihren Sportplatz Zur Bergeshöh.

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Joachim Schanz glaubt frühestens an eine Rückkehr im September, hofft aber wie jeder andere Amateurfußballer auch, dass es so schnell wie möglich wieder auf den Rasen geht. „Hoffentlich können wir bald endlich wieder mit einem Bierchen am Platz stehen“, sagt Schanz - bis dahin müssen sich auch die SF Sölderholz mit dem virtuellen Bier begnügen.

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