Drei neuer Meister kommen aus Dortmund

Boxen: Westfalenmeisterschaften

Die Dortmunder Eliteboxer präsentierten sich im Finale der Westfalenmeisterschaft in guter Verfassung. Sie holten beim Heimspiel im Hombrucher Ring drei Meistertitel.

Dortmund

26.04.2016, 12:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Yigitcan Özev vom BC Erle (l.) hatte gegen den Dortmunder Etem Erdmann das bessere Ende für sich. Für Erdmann blieb der Westfalen-Vizetitel.

Yigitcan Özev vom BC Erle (l.) hatte gegen den Dortmunder Etem Erdmann das bessere Ende für sich. Für Erdmann blieb der Westfalen-Vizetitel.

In der 64 Kilo-Frauenklasse besiegte Jennifer Pottmeyer (Viktoria) die Münsteranerin Alexandra Schenk nach vier Runden klar nach Punkten und holte sich nach 2015 die zweite Westfalenmeister-Krone. Keine Frage, dass ihr Vereinstrainer Erich Weber hocherfreut war. Pech hatte dagegen Pottmeyers Vereinskamerad Etem Erdmann. Er traf in der 60-Kilo-B-Klasse auf Yigitcan Özev (BC Erle). Nach drei umkämpften Runden fehlte dem Viktorianer zum Schluss etwas die Luft, sodass Özev verdient vorn lag.

Selbstbewusst stieg Ndue Ramay (Viktoria) in den Ring. Er traf in der 75-Kilo- B-Klasse auf Leo Horstmann (BC Münster). Der bärenstarke Ramay drängte Horstmann in die Defensive. Der Münsteraner boxte aus einer geschlossenen Deckung heraus, verlor dabei aber die Übersicht. Mit Körper- und gezielten Kopftreffern holte sich der Viktorianer schließlich den verdienten Punktsieg und Meistertitel.

Düsenberg gefeiert

In der 91 Kilo-A-Klasse traf der Mengeder Refik Latifi auf Felix Düsenberg vom PSV Unna. Der Dortmunder, der einen großen Anhang hinter sich wusste, wollte es kurzrundig machen. Stark angefeuert, griff er Düsenberg mit wuchtigen Schlägen an. Doch der Linksausleger aus Unna fightete zurück und traf ebenfalls. Latifi, der in der dritten Runde das Tempo noch erhöhte, konnte zum Schluss einige Treffer landen, der Punktsieg war somit nicht mehr gefährdet. Die Zuschauer feierten den frisch gekürten Westfalenmeister frenetisch.

Die 15 teilnehmenden Vereine hatten ihre Boxerinnen und Boxer gut für die Westfälischen Finals vorbereitet. Die Ringrichter Udo Saß, Thorsten Broll und Antonia Colapietro ließen ein fließendes Boxen zu, es gab kaum Verwarnungen oder Unterbrechungen. Ringarzt Dr. Gunter Hübner hatte nur einmal einen Einsatz.

Positives Fazit

So konnte die Veranstaltungsgemeinschaft BSV 20 Mengede/Dortmunder Boxsport 20/50, die eine sehr gute Organisation ablieferte, ein durchweg positives Fazit ziehen. Verbandspräsident Klaus Kosfeld zollte den Dortmundern ein Lob. Am Ring sahen unter anderem Olympiasiegerin Ursula Happe, Bundestagsmitglied Thorsten Hoffmann, Kulturmanager Horst Hanke-Lindemann sowie die Ex-Profiboxer Paul Potisek und Heinz Düsing zu.

red

Die weiteren Westfalenmeister:
Männer C-Klasse: 64 kg Tscholik Chaletjan (BC Münster, 69 kg Kniaz Gnojan (BSC Haspe), 75 kg Sven Kupka (SV Brackwede), 91 kg Tim Vogt (BC Münster).
Männer B-Klasse: 81 kg Mike Maniera (MBR Hamm), 91 kg Patrik Walfort (Boxzentrum Münster)
Männer A-Klasse: 64 kg Juri Belinger (Vorwärts Bielefeld), 69 kg Elah Al-Magahmseh (Boxzentrum Münster), 81 kg Nuri Yesil (MBR Hamm)

Lesen Sie jetzt