Ein Kraftakt im Duett

DORTMUND Die Dortmunder Paarläufer Mari-Doris Vartmann und Florian Just kehrten gerade mit dem siebten Platz im Gepäck von den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Kroatiens Metropole Zagreb an die Strobelallee zurück.

von Von Petra Nachtigäller

, 05.02.2008, 17:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Getrennt: Mari Vartmann und Florian Just.

Getrennt: Mari Vartmann und Florian Just.

Im Dortmunder Leistungszentrum wird nun weiter fleißig unter Anleitung von Paarlauf-Trainer Knut Schubert trainiert, schließlich wartet als nächste Herausforderung im März die Weltmeisterschaft im schwedischen Göteborg.

In Zagreb hatte sich das Dortmunder Paar im Kurzprogramm auf den sechsten Platz geschoben. „Endlich konnten wir die Schwerpunktelemente, die wir im Training beherrschen auch im Wettkampf zeigen. Leider ist am Ende nicht alles ganz nach Plan gelaufen, aber dennoch waren wir mit dem Kurzprogramm erstmal zufrieden“, erinnert sich Florian Just. Der Optimismus vor der Kür war groß – und der Schreck direkt vor dem Wettkampf noch größer. Der 25-jährige Sportsoldat hatte sich im Training eine sehr schmerzhafte Rückenzerrung zugezogen, selbst das Atmen fiel Just schwer.

Örtliche Betäubung

„Die Kür war diesmal ein absoluter Kraftakt. Ich konnte nur unter örtlicher Betäubung und starken Schmerzmitteln starten“, erinnert sich der gebürtige Franke, schloss aber einen Kür-Rückzug kategorisch aus, denn: „Auf den Start zu verzichten kam nicht in Frage. Wir waren gut drauf und wollten das zeigen. Die Schmerzmittel wirkten leider auch auf den Kreislauf, so lief es nicht so rund wie erhofft“, berichtet „Flo“ weiter. So sprang am Ende der siebte Platz im europäischen Tableau heraus – damit wiederholten die Dortmunder, aktuelle deutsche Vizemeister, die Platzierung aus dem Vorjahr. „Etwas schade ist´s doch, weil in diesem Jahr ohne das Missgeschick mehr dringewesen wäre“, sagt Mari.

Angriff in Göteborg

Nun also wartet Mitte März Göteborg, wo die weltbesten Paare übers schwedische Eis gleiten. „Bei der WM werden wir wieder angreifen!“, verspricht Florian Just (Foto) kämpferisch. Bis dahin wird er seine zierliche, 1,54 m große Eis-Partnerin im Training im Leistungszentrum an der Westfalenhalle sechs Mal pro Woche gen Hallendecke stemmen, bei Wurfelementen durch die Luft wirbeln und am langen Arm in die Todesspirale führen. Es ist die dritte WM für das sympathische Duo – es soll die erfolgreichste werden ...

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