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Eine prägende Figur trägt zum letzten Mal das Trikot des ASC 09 Dortmund

hzFußball-Oberliga

Der Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund verabschiedet sich aus der Saison mit der Partie gegen FC Schalke 04 II. Es ist zugleich der Abschied eines außergewöhnlichen Außenverteidigers.

Dortmund

, 25.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Jede Batterie wäre froh darüber, solch einen Energiespeicher wie Nico Wolters zu besitzen. Der Außenverteidiger des Fußball-Oberligisten ASC 09 Dortmund absolviert die 90 Minuten gefühlt im Vollsprint. Vom ersten bis zum letzten Spieltag. Pausen? Gibt es nicht. „Es ist der Wahnsinn, was der Junge für eine Power hat“, sagt der Sportliche Leiter Samir Habibovic.

Im Sprint nicht zu besiegen

Der Linksfuß hat mit seiner Art zu spielen, den erfolgreichen ASC-Fußball mitgeprägt. Er ist nicht so ballgewand wie Kevin Brümmer oder so eiskalt vor dem Tor wie Maximilian Podehl. Er ist aber der Typ Akteur, gegen den niemand gerne spielt. Im Sprint nicht zu besiegen, im Zweikampf kaum und von der Kondition her ist er fast jedem Gegenspieler der Liga überlegen. „Mit Willen kann man viel erreichen“, sagt er. Und den hat er.

Eine prägende Figur trägt zum letzten Mal das Trikot des ASC 09 Dortmund

Nico Wolters (r.) ist es, der bald nicht mehr für den ASC spielt. © Nils Foltynowicz

„Die Lücke, die Nico hinterlässt, ist riesengroß“, sagt Habibovic. Wolters verlässt nach zwei Jahren den Klub. Er kam damals aus der Jugend von Rot Weiss Essen. Jetzt wechselt er zum Essener Oberligisten Schonnebeck. Seine Ausbildung lässt nichts anderes mehr zu. Er wohnt in Gladbeck und macht seine Lehre zum Anlagenmechaniker in Gelsenkrichen. „Die Zeit war echt hart, immer direkt von der Ausbildung aus nach Dortmund zu fahren und dann 100 Prozent im Training zu geben. Jetzt brauche ich bald nur noch zwei Minuten von der Arbeitsstelle bis zum Training. Das wird mir in meiner Entwicklung noch einmal helfen.“

Angebot lag schon länger vor

Niemand muss glauben, dass es ihm leicht gefallen ist, den ASC 09 Dortmund zu verlassen. Schon im Winter 2018 hatte er das Angebot aus Schonnebeck vorliegen, erst im März entschied er sich für den Klub. „Dazwischen hatte ich einige schlaflose Nächte, denn ich habe dem ASC so viel zu verdanken“, sagt Wolters.

„Die Zeit beim ASC war ein sehr wichtiger Teil meines Lebens.“
Nico Wolters

Er habe beim ASC Freunde fürs Leben gefunden, die „Zeit beim ASC war ein sehr wichtiger Teil meines Lebens“. Deshalb weiß er, dass der Sonntag ein trauriger Tag für ihn werden wird. Das letzte Spiel im ASC-Trikot. „Das wird definitiv emotional für mich“, sagt er. „Für uns aber auch, weil Nico ein toller Mensch ist, der uns fehlen wird“, sagt Habibovic.

Am Sonntag (15 Uhr, Waldstadion) gegen den FC Schalke 04 II hat Wolters eine Startelfgarantie, sagt Trainer Daniel Sekic. „Das hat der Junge sich einfach für seine Leistungen verdient, auch im letzten Spiel dabei zu sein“, sagt Sekic.

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Auch wenn der ASC nicht mehr aufsteigen kann, möchte der Tabellendritte gegen den Meister noch etwas Einzigartiges realisieren. Kein Team der Liga hat es bis jetzt geschafft, den S04 zweimal zu schlagen. Der ASC hat nach dem 3:0-Hinspielerfolg immer noch die Möglichkeit dazu. Und eins steht jetzt schon fest. Nico Wolters wird wieder 90 Minuten 100 Prozent dafür geben. So ist er einfach. Er kennt keine Pausen.

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