Jubiläumstreffer für einen Eisadler - „Ich bin zwar alt, aber so alt bin ich auch noch nicht“

Eishockey

Eisadler-Kapitän Malte Bergstermann hat am vergangenen Freitag ein ganz besonderes Tor für die Eisadler Dortmund erzielt. Es soll aber nicht sein letztes sein

Dortmund

von Robert Vogelsang

, 05.02.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jubiläumstreffer für einen Eisadler - „Ich bin zwar alt, aber so alt bin ich auch noch nicht“

Malte Bergstermann (2l.l.) feiert hier seinen 100. Treffer für die Eisadler. © Stephan Schuetze

Im Interview verrät der Routinier, was er mit den Eisadlern noch erreichen will und wie groß die Chancen auf den Aufstieg sind.

Haben sie mehr Tore geschossen oder sind Sie häufiger mit Schmerzen vom Eis gegangen?

(lacht) Ich habe eindeutig mehr Tore geschossen.

Wie fühlt es sich an, am Freitag gegen Troisdorf das 100. Tor für die Eisadler Dortmund erzielt zu haben?

Das ist ein sehr schönes und ganz besonders Gefühl – ganz klar.

Wie ist die Mannschaftserwartung nach 17 gewonnenen Spielen in Folge?

Weiter sehr positiv, dass wir weiter Siege einfahren und genauso weitermachen wie jetzt gerade.

Ist es anstrengend, unter der Woche Grundschullehrer und nebenher noch Eishockey-Spieler zu sein?

Es ist allgemein anstrengend, zu Arbeiten und dann noch regelmäßig zu trainieren. Dass man auf hohem Niveau spielt, dass man immer alles gibt, beim Sport voll dabei ist und dann aber auch noch alle Termine wahrnimmt, das ist schon schwierig.

Ist das Mannschaftsziel der Aufstieg?

Ja, das Ziel ist allgemein der Aufstieg – zumindest das sportliche Ziel. Und wenn wir das schaffen, dann müssen wir schauen, ob wir genug Sponsoren haben, damit wir uns das auch leisten können aufzusteigen.

Wie ist das Klima in der Mannschaft?

Das Klima ist sehr gut, weil momentan auch die Spieler spielen, die bisher nicht ganz so oft gespielt haben im Jahr. Grund dafür ist, dass wir aktuell leider einige Ausfälle durch Krankheiten und Verletzungen haben.

Spielt der Körper mit 38 in so einem harten Sport eigentlich noch mit?

(lacht) Ich bin zwar alt, aber noch nicht so alt. Ich bin erst 36 Jahre alt. Und der Körper spielt noch mit – aber man merkt die Anforderungen schon mehr als mit Mitte 20.

Was für ein Einfluss haben Sie auf die Mannschaft als Kapitän?

Der Einfluss ist mal größer und mal nicht so groß, aber im Allgemeinen denke ich, kann ich die Mannschaft gut erreichen und motivieren.

Hat die Rückennummer 77 eine besondere Bedeutung?

Das ist eine Glückszahl für mich, weil die Sieben für Glück steht und deswegen doppeltes Glück.

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Wie verstehen Sie sich mit dem Trainer?

Sehr gut. Wir können sehr gut miteinander alles besprechen und kommen top miteinander aus.

Können Sie sich eigentlich während der Arbeit voll auf ihre Aufgabe konzentrieren, oder denken Sie auch schonmal in der Schule an Eishockey?

Nein, ich kann mich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren, und wenn ich beim Eishockey bin, konzentriere ich mich voll und ganz auf der Sport.

Sind sie eher der Ruhige oder der Emotionale auf dem Platz?

Ich bin allgemein der ruhige Typ – aber auf dem Platz werde ich auch schnell mal emotional.

Ist die Konkurrenz groß in der Mannschaft?

Ja, sie das Team ist sehr ausgeglichen und sehr groß. Wir sind eine gute und vor allem ausgeglichene Mannschaft.

Wie realistisch ist es, die Aufstiegsrunde zu gewinnen und in die Regionalliga aufzusteigen?

Es wird sehr schwer, ganz besonders gegen Neuss und Wiehl wird es ein hartes Stück Arbeit zu gewinnen. Aber die Chancen sind auf jeden Fall da, weil wir ja bisher auch ungeschlagen sind und eine sehr gute Saison spielen. Aber jedes Spiel muss gespielt werden, und dann schauen wir mal weiter, ob dem sportlichen Aufstieg auch der finanzielle folgt.

Wäre es denn von den Finanzen her möglich, in einer höheren Liga zu spielen – und wäre es auch sinnvoll?

Die Frage muss letztlich der Vorstand beantworten. Aber ich denke, wir müssen noch mindestens einen Sponsor oder zwei gewinnen. Sonst wird es wahrscheinlich sehr schwierig.

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