Eisadler präsentieren sich stark zum Auftakt: Der Charakter holt den Sieg

Eishockey

Ein Sieg im ersten Saisonspiel gegen den Angstgegner Wiehl. Das ist ein Statement der Eisadler Dortmund zum Saisonauftakt. Das Ziel ist klar definiert und vor allem eine Sache macht Hoffnung.

Dortmund

, 15.10.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eisadler präsentieren sich stark zum Auftakt: Der Charakter holt den Sieg

Haben sich offensichtlich gefunden: Die Spieler der Eisadler Dortmund gewannen ihr erstes Saisonspiel mit 5:3 gegen Angstgegner Wiehl. © Nils Foltynowicz

Natürlich ist das erste Saisonspiel auch nur eine Momentaufnahme. Und natürlich verbietet es sich auch, gleich vom ersten Saisonspiel auf die komplette Saison zu schließen.

Und dennoch: Was Eishockey-Landesligist Eisadler Dortmund am Freitagabend gegen den Vorjahresmeister Wiehl Penguins gezeigt hat, macht Hoffnung für die Saison 2019/20.

Wiehl ist nicht irgendein Gegner der Eisadler

Zumindest vom Ergebnis war es schließlich ein Einstieg nach Maß. Immerhin war Wiehl nicht irgendein Gegner, sondern der absolute „Angstgegner“ der Dortmunder.

„Wir haben in den vergangenen Jahren kein Spiel mehr gegen Wiehl gewonnen, darunter waren auch die beiden wichtigen Spiele in der letzten Play-off-Runde. Deshalb lag der Druck natürlich auf unserer Seite“, freute sich EAD-Trainer Waldemar Banaszak über den Sieg.

Jetzt lesen

Die Saison 2018/19 ist offensichtlich abgehakt, die Eisadler blicken nach vorn und scheinen den entscheidenden Schritt zu einer Spitzenmannschaft getan zu haben. Immerhin soll es in diesem Jahr mit dem Aufstieg klappen. Doch so weit will Bernd Schnieder, der 1. Vorsitzende der Eisadler, noch gar nicht denken.

Das Ziel bei den Eisadlern ist ganz klar

„Unser erstes Ziel ist die Meisterschaft in der Landesliga. Was dann danach in der Aufstiegsrunde auf uns zukommt, wissen wir noch nicht. Aber die Runde wird auf jeden Fall stärker besetzt sein als zuletzt. Denn mit Soest und Frankfurt sind zwei der vermeintlich leichteren Gegner nicht mehr dabei“, so Schnieder.

Jetzt lesen

Der Unterschied zwischen den Eisadlern aus der aktuellen und der vergangenen Saison wurde am Freitagabend deutlich sichtbar.

Mit Felix Berger, Kevin Peschke und Nils Schutzeigel verfügen die Dortmunder über drei Regionalliga-Spieler aus der aufgelösten ersten Mannschaft der Soester EG. Und das Trio erfüllten die Erwartungen.

Eisadler zeigen Comeback-Qualitäten

„Wir können jetzt ein Spiel noch drehen, auch wenn es mal nicht so läuft, wenn es kritisch wird“, so Schnieder. Was sich gegen Wiehl bestätigte. Bis zur 30. Spielminute lagen die Eisadler mit 1:3 zurück, kamen dann gegen Ende des zweiten Drittels wieder ins Spiel zurück, glichen durch Pietzko (36.) und Linke (39.) zum 3:3 aus. Im Schlussdrittel machten Kapitän Bergstermann und Linke mit ihren Treffern zum 4:3 und 5:3 alles klar.

„Nach dem Rückstand haben wir in der Kabine darüber gesprochen, was wir besser machen können. Es hat sich gezeigt, dass wir eine Truppe haben, die mental sehr stark ist und Charakter hat“, so Banaszak. Einen einzigen Spieler oder gleich eine ganze Reihe wollte Banaszak nicht besonders hervorheben, auch wenn Goalie Sven Rotheuler von allen Seiten für seine Leistung gelobt wurde. „Sven ist unser erster Torwart, das hat er bewiesen“, so der Kommentar des Trainers.

Eisadler präsentieren sich stark zum Auftakt: Der Charakter holt den Sieg

Der Vorsitzende der Eisadler Dortmund, Bernd Schnieder, freute sich über den Auftakterfolg. © Stephan Schuetze

Insgesamt ist der Kader des EAD mit 25 Spielern aber nicht nur breiter, sondern auch tiefer geworden. Das, so Banaszak, sei der große Unterschied zur Vorsaison: „Zuletzt hatte ich nur noch elf Spieler und zwei Torhüter zur Verfügung, jetzt haben wir drei Blöcke mit 18 plus zwei Spielern auf der Bank.“ Insgesamt kann Banaszak sogar auf 25 Akteure zurückgreifen. Ein Luxusproblem, wie der Coach bestätigte: „Wer nicht trainiert, der spielt auch nicht.“

Lesen Sie jetzt