Erster Fußballverband entscheidet im Februar über den Saisonabbruch

Amateurfußball

Der erste Fußballverband denkt über einen Saisonabbruch nach. Der Verband hat eine Deadline gesetzt, wann der Trainings- und Spielbetrieb wieder beginnen müsse. Verfällt diese, wird abgebrochen.

Westfalen

, 10.01.2021, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der erste Fußballverband denkt über einen Abbruch der aktuellen Saison nach.

Der erste Fußballverband denkt über einen Abbruch der aktuellen Saison nach. © Jens Lukas

Der erste Fußballverband in der Bundesrepublik macht sich über einen vorzeitigen Abbruch der aktuell unterbrochenen Amateurfußballspielzeit Gedanken. In einer Video-Konferenz haben die Verbands-Mitglieder für sich ein fixes Datum ausgemacht, ab wann spätestens wieder trainiert und auch gespielt werden müsse. Überschreitet der Lockdown dieses Datum, greift der Abbruch. Auch bezüglich der Wertung hat der Verband eine Entscheidung getroffen.

Am 7. Januar entschieden die Führungskräfte des Hamburger Fußball-Verbands (HFV) in einer Video-Konferenz, wie es mit dem Amateurfußball künftig weitergehen solle. Der HFV bringt als erster Fußballverband einen vorzeitigen Saisonabbruch ins Spiel. HFV-Präsident Dirk Fischer erklärt das Vorgehen auf der Homepage des Verbandes.
„Leider müssen wir realisieren, dass die Inzidenzwerte in der Freien und Hansestadt Hamburg bzw. in den dem HFV zugehörigen Umland-Kreisen nicht so rasch sinken, wie viele von uns das erhofft haben. Diese Werte sind für die politisch Verantwortlichen maßgebliches Kriterium für die Lagebeurteilung und die Wiederöffnung des Spielbetriebs in Hamburg und den, dem HFV zugehörigen Umland-Kreisen. Sicherlich werden die Inzidenzwerte nachhaltig unter „50 Personen“ liegen müssen, damit ein Öffnen der Plätze stattfinden wird“, wird Fischer auf der Verbandshomepage zitiert.

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Der Verband teilt mit, dass er unter dieser Prämisse und den gesammelten Erkenntnissen aus den Video-Konferenzen und Vereinsumfragen entschieden habe. Aber wie genau sieht die Entscheidung aus?

HFV setzt sich eine Deadline

Der Verband habe sich eine genaue Deadline gesetzt, wann die Vereine wieder mit dem Trainings- und Spielbetrieb starten müssten, damit zumindest die einfache Hinrunde gespielt werden könne. „Im Ergebnis ist dafür das Wochenende 27./28. Februar 2021 der letztmögliche Starttermin. Weitere Voraussetzung für dieses Startwochenende ist eine mindestens 14-tätige Trainingsmöglichkeit in Mannschaftsstärke“, teilt der Verband mit.

Gelinge dies, dann gäbe es auch Auf- beziehungsweise Absteiger. Zudem könnten die Pokalwettbewerbe ausgespielt werden. Konkret müssten die Vereine dann ab dem 13. Februar 2021 die Möglichkeit haben, wieder trainieren zu dürfen.

Der HFV warnt aber vor einem Überschreiten des Termins: „Sollte der 13. Februar 2021 verstreichen, ohne dass bis dahin Mannschaftstraining wieder möglich ist, wird die Saison 2021/2022 am 1. Juli 2021 mit dem Stand 1. Juli 2020 neu begonnen; dann gäbe es in der Saison 2020/2021 keine Meister sowie keine Auf- oder Abstiege. Über eventuelle überregionale Auf- und ggf. Abstiege müsste gesondert entschieden werden“, teilt der Verband. Eine Annullierung aller Ergebnisse beziehungsweise der Tabelle wäre somit die Folge.

Unklarheiten bei überregionalen Staffeln

Noch Unklarheiten herrschen darüber, wie mit den überregionalen Staffeln bezüglich der Auf- und Abstiegsfrage verfahren werde. Da wolle sich der HFV mit dem Deutschen Fußball-Bund und dem Norddeutschen Fußball-Verband kurzschließen. „Sollte es Absteiger geben, werden diese in der höchsten Hamburger Staffel eingegliedert werden“, teilt der Verband mit.

Für Freitag, 22. Januar, plant der HFV mit all seinen Vereinen erneut eine Videokonferenz, um über die Situation zu sprechen.

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Der für die Amateurfußballer aus Westfalen zuständige Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen (FLVW) ist mit seinen Planungen noch nicht so weit fortgeschritten wie der HFV. Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball des FLVW, hatte zuletzt aber mitgeteilt, dass es in der kommenden Woche auch beim FLVW eine virtuelle Konferenz geben werde. Diese solle am kommenden Mittwoch, 13. Januar, stattfinden.

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