Ex-Sölde-Coach Grundmann nach Trennung vom VfR Sölde: „Muss ich nicht verstehen“

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Sebastian Grundmann ist nicht mehr Trainer vom VfR Sölde. Das teilte die Sportliche Leitung dem Coach am Mittwoch mit. Die Entscheidung kam laut dem Coach aus dem Nichts.

Dortmund

, 26.09.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sebastian Grundmann erzählt komplett sachlich von einem eigentlich ziemlich außergewöhnlichen Vorgang. Am Mittwoch sei der Coach an den Rosengarten zu einem Gespräch bestellt worden - 15 Minuten später war kein Trainer mehr.

Nur Rang neun nach sieben Spieltagen

Zwar hatte er vor der Saison mit den Top 5 große Ziele ausgerufen und der VfR steht nach sieben Spieltagen mit zwei Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen nur auf Rang nein. Doch die Leistung, sagt Grundmann, stimmte eigentlich. Wir haben mit dem erstmals in seiner Laufbahn geschassten Trainer gesprochen.

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Wie ist das Gespräch gelaufen?

Die Sportliche Leitung und der Vorstand haben mit mitgeteilt, dass sie nicht mehr mit mir zusammenarbeiten wollen. Klar, wir könnten punktemäßig besser dastehen und laufen unseren Ansprüchen da gerade ein bisschen hinterher. Aber wir haben in jedem Spiel ordentlich gespielt, nur die Punkte fehlen. Sie sind halt der Meinung, dass ich da jetzt im Wege stehe.

Gab es eine Begründung?

Es gab jetzt nicht eine konkrete Begründung dafür. Ich habe auch schon versucht, mir zu erklären, warum das so gelaufen ist. Natürlich hat man die eine oder andere Ahnung, aber da möchte ich jetzt nichts zu sagen. Ich muss es auch nicht verstehen, aber halt akzeptieren.

Hatte sich die Trennung denn angedeutet?

Es gab vorher nicht ein Gespräch darüber, so würde ich es sehen. Ich bin jedenfalls gestern (Mittwoch) nicht davon ausgegangen, dass es so kommt.

Haben sich von der Mannschaft schon viele gemeldet?

Ja, ich habe auch jetzt schon viele Nachrichten bekommen und bin da nach einem Grund gefragt worden. Die Nachrichten sind auch alle sehr positiv, das tut dann schon gut, man freut sich dann ja doch über das positive Feedback.

Werden Sie sich denn vom Team noch verabschieden?

Ich habe jetzt noch keinen festen Termin, aber ich werde das nächste Woche auf jeden Fall noch persönlich machen.

Ist Ihnen sowas vorher schonmal passiert?

Nein, ich war vorher ja zwei komplette Jahre in Westhofen, das ist also mein erstes Mal.

Und was machen Sie jetzt mit der freien Zeit?

Erstmal bin ich tatsächlich ein bisschen froh, dass ich am Wochenende nach dreieinhalb Jahren erstmals keinen Fußball-Termin haben werde. Das ist natürlich ein komisches Gefühl, klar. Aber ich freue mich, dass ich im November erstmal ausgiebig Urlaub machen kann. Alles weitere kann ich danach dann in Ruhe angehen.

Man wird sie also auf der Bank wiedersehen?

Nicht um jeden Preis, aber mal sehen, was sich ergibt. Wenn da was interessantes dabei ist, hätte ich natürlich Lust darauf.

Glauben Sie denn, dass der VfR trotzdem noch eine gute Saison spielen wird?

Ich glaube nach wie vor, dass ein Platz unter den ersten Fünf absolut möglich ist. Ich glaube, dass viele, die gegen uns jetzt gepunktet haben, sehr glücklich darüber sein konnten, weil wir in jedem Spiel gut waren.

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