Sechs Neue und einer aus der polnischen 2. Liga: FC Roj rüstet für den Klassenerhalt auf

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Mit drei Siegen an den letzten drei Spieltagen hat sich der FC Roj aus der Bezirksliga-Abstiegszone gearbeitet. Damit er in 2020 nicht wieder hineinrutscht, hat sich der Klub ordentlich verstärkt.

Dortmund

, 12.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit fantastisch klingenden Namen haben sie es beim FC Roj ohnehin. Ihr bester Stürmer etwa hört auf den Namen Luc Yvan Tehou Mbogne. Aber auch Frank Ghislailn Ketcha Fouelifack hätte sicher eine Erwähnung in der Kategorie „Fußballer mit Supernamen“ verdient.

Namen bringen keine Punkte

Doch Namen allein bringen leider keine Punkte. Das musste der Klub, der seine Heimspiele an der Eberstraße austrägt, in dieser Hinrunde lernen. Bis zum 14. Spieltag hatte das Team erst einen Sieg auf dem Konto. Zur Winterpause sind es immerhin vier - und der Sprung aus der Abstiegszone.

Damit die Mannschaft von Rückkehr-Coach Manuel Lorenz im neuen Jahr nicht wieder unten reinrutscht, hat der Verein auf dem Amateurfußball-Transfermarkt zugeschlagen - und dabei durchaus ins höhere Regal gegriffen.

Aus der zweiten polnischen Liga

Da wäre etwa - wir sprachen über Namen - Barnor Bright Egir, ein ghanaischer Offensivspieler, der zuletzt in der zweiten Liga Polens gespielt hat und nach seinem Umzug nach Dortmund nun für Roj auf Torejagd gehen soll: „Er war eine Woche bei uns im Training, ein Kollege hat ihn mitgebracht und ich war vom ersten Tag hellauf begeistert“ erzählt Lorenz und kommt fast ein bisschen ins Schwärmen, „er bringt alles mit, ist topfit angekommen. Von dem wird man noch hören.“

Das erhofft er sich natürlich auch von den anderen Neuzugängen. Neben Rückkehrer Choukry El-Bahat Bouzekry kommt Obeda Sharbek VfR Sölde, außerdem Abdellah Muhammed, der seine Jugend beim Hombrucher SV verbrachte und bei Westfalenligist DJK TuS Hordel nicht über Kurzeinsätze hinauskam sowie Ercan Arslan, der sich als Trainer bei Azadi Wuppertal versucht hatte „und den wir reaktiviert haben“, sagt Lorenz.

Torhüter aus Westhofen

Auch im Tor haben sie nachgelegt, vom A-Ligisten VfB Westhofen kommt Benjamin Fischer zur Eberstraße: „Mein Ziel war es, alle Positionen doppelt zu besetzen“, sagt Lorenz, „das haben wir damit geschafft. An den Vorgaben ändert das aber nichts: Wir bereiten uns auf den Abstiegskampf vor“, sagt Lorenz.

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Die Strukur im Kader habe in der Hinrunde ein wenig gefehlt, auch konditionell sei die Mannschaft zu Saisonbeginn nicht auf der Höhe gewesen: „Deshalb kommt die Winterpause uns eigentlich auch ungelegen“, sagt Lorenz angesichts der Fortschritte und natürlich der Siegesserie zum Ende hin.

Zwei Hallenturniere

Doch dafür hat Lorenz nun ein bisschen Zeit, sein neues Team noch besser kennenzulernen. Neben der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft „bei der wir ohne Vorgabe antreten, aber gerne auch mal in die Endrunde kommen würden“ schickt Lorenz sein Team auch bei den Warsteiner Masters ins Rennen, einem der größten Hallenturniere der Region, bei dem es nicht nur ordentliche Preisgelder zu gewinnen gibt, „sondern auch viel Spaß.“

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