Filmreife Dramaturgie

DORTMUND Das Niveau bewegte sich für die Liga eher im „mittleren Leistungsbereich“. Doch die Dramaturgie des Spielfilms im Handball-Verbansligaspiel zwischen OSC Dortmund und TuS Bommern trug am Samstagabend in Hacheney für die 350 Zuschauer einmal mehr das Prädikat „besonders wertvoll“.

02.12.2007, 18:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Filmreife Dramaturgie

Dirk Fuchs erzielte in der letzten Spielminute den Ausgleich.

Mit 27:27 (9:10) fügte der Verbandsligist OSC Dortmund dem Nachbarn und Spitzenreiter TuS Bommern den ersten Punktverlust zu. Dabei schwappten in der Endphase die emotionalen Wogen über.

Kreisläufer Dirk Fuchs hatte für die Gastgeber in letzter Minute trotz Unterzahl den Ausgleich erzielt. Die Wittener Vorstädter kamen, nun sogar in doppelter Überzahl, eine Sekunde vor der Schlusssirene durch Thomas Hitzemann zum vermeintlichen Siegtreffer. Doch die Unpartteiischen gaben den Treffer nicht, sondern entschieden in dem nun folgenden tummultartigen Getöse auf Feld und Rängen auf Freiwurf für Bommern. Der musste direkt ausgeführt werden. Hitzemann konnte ihn gegen den mittlerweile auf drei Akteure reduzierten OSC-Block und Torwart Nedo Pleic nicht mehr nutzen. Die Gäste behielten sich vor, nach Überprüfung der Sachlage gegen die Wertung des Spiels Protest einzulegen.

Ungeachtet dessen hatte sich der OSC den einen Zähler durchaus verdient. Ohne Thomas Massat, aber wieder mit Toni Di Carlo und „Aushilskraft“ Christian Maug, lieferte das Team von Trainer Uli Teis abermals ein Beispiel für ungebrochenes Engagement ab.

„Beeindruckend“

Zwei Mal war der Tabellenführer bei 15:20 (40.) und 20:24 (51.) scheinbar uneinholbar enteilt. „Die kämpferische Einstellung war erneut beeindruckend“, freute sich der Coach, der allerdings auch drei verworfene Siebenmeter und das Auslassen einer Reihe erstklassiger Chancen beklagen musste.

Dafür leistete in der ersten Hälfte die Abwehr vor dem glänzend aufgelegten Nedo Pleic gegen den ansonsten wurfgewaltigen Titelanwärter ganze Arbeit. Und im zweiten Abschnitt stach in den Offensivbemühungen auch die Karte Tempo deutlich besser.

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