Der FLVW kann keine Entscheidung vor Juni fällen - das sind die Gründe

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Die Fußballvereine müssen sich noch weiter gedulden. Eine Entscheidung, was aus der aktuellen Saison wird, fällt erst beim Verbandstag im Juni. Wir erklären, warum es zu dieser Verzögerung kommt.

Dortmund

, 25.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Donnerstagabend kamen die Vorsitzenden der einzelnen Fußballkreise bei einer Videokonferenz mit den Vertretern des Fußball- und Leichtathletik-Verbands zusammen. Die beiden wichtigsten Erkenntnisse: Alle 29 Kreisvorsitzenden sprachen sich für einen Abbruch der Saison aus. Und: Ein außerordentlichen Verbandstag wird es erst im Juni geben.

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Bis vor kurzem hatte der FLVW noch angekündigt, dass der Verbandstag im Mai stattfinden wird. Nun sorgen jedoch verschiedene Fristen dafür, dass es zu einer Verzögerung des eigentlichen Plans kommt. „Wir haben uns dazu entschieden, den Weg zusammen mit unseren Vereinen zu gehen. Diese Beteiligung braucht Zeit. Dafür werden wir ein Ergebnis haben, dass so gerecht wie möglich ist und die Mehrheit unserer Klubs mittragen kann“, erklärt FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski.

Verbands-Fußball-Ausschuss gibt Anfang Mai eine Empfehlung

Wie kommt es zur Verschiebung? Zunächst einmal ist es wichtig zu erwähnen, dass der Verbands-Fußball-Ausschuss Anfang Mai eine Empfehlung über ein Saisonende abgeben wird, die sowohl im Präsidium als auch auf der ordentlichen Ständigen Konferenz diskutiert wird.

Die Ständige Konferenz des FLVW setzt sich zusammen aus den Mitgliedern des Präsidiums und den Kreisvorsitzenden und dient der Steuerung der Geschäftsführung des gesamten Verbandes und der Kreise. Erst nach der Sitzung dieses Gremiums kann der Außerordentliche Verbandstag einberufen werden. Die Einladung hierfür muss mindestens drei Wochen vor dem eigentlichen Termin erfolgen.

Jürgen Grondziewski: „Nur mit einer ordentlichen Durchführung und einer einheitlichen Entscheidung kann eine Klagewelle vermieden werden“

„Die Fristen müssen einfach bewahrt und vernünftig erfüllt werden. Auch die Reihenfolge ist wichtig. Daher müssen wir die Sitzung der Ständigen Konferenz abwarten. Nur mit einer ordentlichen Durchführung und einer einheitlichen Entscheidung kann eine Klagewelle vermieden werden“, sagt Jürgen Grondziewski, Vorsitzender des Fußballkreises Dortmund.

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Besagte Fristen sind essentiell, weil sowohl Vereine als auch das Präsidium die Möglichkeit haben, verschiedene Anträge zu stellen. Um diese zu prüfen, bedarf es Zeit. „Es ist zudem so, dass vermutlich rund 140 Delegierte zusammenkommen werden. Davon stehen einige jedoch noch nicht fest“, erklärt Grondziewski.

Neben dem Präsidium, den Kreisvorsitzenden, den Vorsitzenden der einzelnen Ausschüsse, Vertretern der verbandsangehörigen lizenzierten Vereine des Ligaverbandes und den Ehrenmitgliedern gehören auch weitere Delegierte der Fußballkreise zum Verbandstag dazu. Diese Vertreter kann jeder Kreis selbst bestimmen.

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Ein weiteres Thema der Videokonferenz zwischen FLVW und den Kreisvorsitzenden am Donnerstagabend war eine Saisonfortsetzung am 1. September. Der Bayrische Fußballverband hatte vor kurzem entschieden, die Saison im Herbst zu Ende zu spielen. Auch der Fußballverband Mittelhrein will die Spielzeit fortführen. Das teilte FVM-Präsident Bernd Neuendorf am Donnerstag mit.

Manfred Schnieders: „Müssten Spielordnung ändern“

Welche Auswirkungen hätte das auf den FLVW? „Wenn wir [innerhalb des Westdeutschen Fußballverbandes] unterschiedlich entscheiden, müssen wir diese Spielordnung ändern, die im Moment noch für ganz Nordrhein-Westfalen gilt“, blickt Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball schon mal voraus.

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Dortmunds Fußballchef Jürgen Grondziewski berichtet aus der Videokonferenz: „Der Präsident hat angekündigt, dass es noch Gespräche zwischen den einzelnen Verbänden innerhalb des WDFV geben wird. Ich würde mich freuen, wenn man eine einheitliche Regelung findet.“

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