Fünf Grunde dafür, den Vatertag beim Amateurfußball-Event in Eichlinghofen zu verbringen

Fussball-Kreispokal

Der TuS Eichlinghofen erwartet am Vatertag nicht nur Väter, sondern auch fünf Fußballteams. Ermittelt werden die Kreispokalsieger der Herren und Frauen. Dabei gibt es auf jeden Fall Premieren.

Dortmund

, 29.05.2019, 19:09 Uhr / Lesedauer: 3 min
Fünf Grunde dafür, den Vatertag beim Amateurfußball-Event in Eichlinghofen zu verbringen

Der TuS Eichlinghofen hofft auf den Kreispokal-Titel. © Dan Laryea

Die Vorbereitungen laufen seit Wochen, Eichlinghofen putzt sich für den Amateurfußballtag heraus, der am Donnerstag auf der Anlage des Bezirksligisten (Hinter Holtein) steigt. Ab 11.30 Uhr gibt es Fußball, Familienfest und Vatertag. In jedem der drei Spiele gibt es einen klaren Favoriten und einen Underdog. Wir stellen die Teams und ihren Weg zum Finaltag vor und nennen fünf Gründe, warum es sich am Vatertag lohnt, nach Eichlinghofen zu kommen.

1. Abschied nehmen: Bis auf wenige Auf- und Abstiegs-Relegationsspiele ist der Kreispokal-Finaltag der letzte offizielle Termin der Dortmunder Amateurfußballer in der Saison 2018/19, bevor sie in den Urlaub gehen und vor allem den Verein wechseln. Arif Et wird noch ein letztes Mal für den FC Brünninghausen auflaufen.

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Bevor er zum BVB II wechselt, erhält er außerdem die Torjägerkrone für den mit 18 Oberliga-Treffern besten Dortmunder Torschützen der abgelaufenen Saison. Beim Lüner SV wird Mirza Basic zum letzten Mal vor seinem Wechsel zum SV Brackel dabei sein, auch Trainer Mario Plechaty will sich mit einem Titel zum FC Iserlohn verabschieden und der in Eichlinghofen alles andere als unbekannte Kürsat Can macht mit 38 Jahren sein letztes Spiel für Ay Yildiz Derne.

2. Pokalstimmung erleben: Wenn kleine Davids wie A-Ligist Ay Yildiz Derne, Frauen-Bezirksliga-Absteiger Wambeler SV oder der Gastgeber TuS Eichlinghofen mit einer richtig schwachen Bezirksliga-Rückrunde im Gepäck auf Goliaths wie den Noch-Oberligisten FC Brünninghausen, den etablierten Landesligisten Eintracht Dorstfeld oder den starken Westfalenligisten Lüner SV treffen, ist Pokalstimmung garantiert.

„12.30 Uhr ist zwar brutal früh“, sagt Yasin Yanik von Ay Yildiz Derne vor dem Spiel um Platz 3 gegen Brünninghausen, „aber wir haben allen im Verein bei Whatsapp und bei Facebook Bescheid gesagt, dass sie vorbeikommen sollen.“ Für den A-Ligisten ist das Spiel um Platz 3 „die Krönung unserer Saison.“ Für Brünninghausen dagegen wird es das letzte Pflichtspiel als Oberligist.

Fünf Grunde dafür, den Vatertag beim Amateurfußball-Event in Eichlinghofen zu verbringen

Das offizielle Plakat des Kreispokal-Finaltags beim TuS Eichlinghofen. Der Eintritt beträgt für Ewachsene 5 Euro, für Kinder (ab zehn Jahren) 2 Euro. © Dittgen

3. Den neuen Titelträger bei den Herren erleben: Sowohl für den TuS Eichlinghofen, als auch für den Lüner SV ist es bei den Männern die erste Finalteilnahme. Für beide Vereine wäre es also der erste Titelgewinn, auch wenn Eichlinghofen-Coach Marc Risse sagt: „Wir haben in diesem Turnier mehrfach bewiesen, dass wir bessere und höherklassige Teams schlagen können – aber gegen Lünen muss am Donnerstag wirklich alles passen.“ Über den Dorstfelder SC (4:3), Viktoria Kirchderne (2:0), Hombrucher SV (3:0) und Ay Yildiz (2:0) stürmte der TuS ins Finale daheim: „Es ist für uns als Verein ein einmaliges Highlight.

Nicht nur im Finale zu sein, sondern es auch noch zu Hause spielen zu können“, sagt Risse. Dabei plagen ihn schon die ganze Saison lang Verletzungssorgen, seinem Team liegt es daher momentan eher, wenn es den Gegner kommen lassen kann: „Wir haben momentan nicht die Spieler, um selbst das Spiel zu machen.“ Das Ziel gegen Lünen ist dann auch „uns so teuer wie möglich zu verkaufen.“ Wenn das klappt, wäre es zudem von Vorteil, kurz vor Schluss mit zwei Toren zu führen, denn sieben Mal kassierte Eichlinghofen in der abgelaufenen Bezirksliga-Saison den entscheidenden Gegentreffer in der 90. Minute.

Die Lüner ließen Türkspor (6:0), RW Barop (2:0), den TuS Bövinghausen (2:1) und den FC Brünninghausen (3:2) hinter sich. Plechaty sagt: „In den letzten zwei Wochen war zwar ein bisschen die Luft raus, aber wir werden auf jeden Fall nochmal Vollgas geben.“

4. Den neuen Titelträger bei den Frauen erleben: Seit der Saison 2011/12 wird der Kreispokal der Frauen ausgetragen und seitdem gab es genau zwei Titelträger: Die SpVg Berghofen und die SG Lütgendortmund. Zwar schnupperten die Mädels der DJK Eintracht Dorstfeld schon zweimal am Pokal, doch sowohl 2015 (gegen Berghofen) als auch im vergangenen Jahr (gegen Lütgendortmund) mussten sie anderen Teams beim Feiern zusehen.

In diesem Jahr soll das erstmals anders werden, der Landesligist schlug Lütgendortmund im Viertelfinale im Elfmeterschießen, ließ im Halbfinale den Bezirksligisten Westfalia Wickede hinter sich und will sich nun auch vom Bezirksliga-Absteiger aus Wambel den ersten Titel nicht nehmen lassen: „Wir sind klarer Favorit“, sagt Trainer Frank Landener, der zwar seit Wochen nie die gleiche Mannschaft aufs Feld schicken konnte, aber genau deshalb glaubt, gut vorbereitet zu sein: „Wir haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft“, sagt Landener. Nachdem die Dorstfelder wegen einer geplanten Mannschaftsfahrt zunächst mit dem Termin gehadert hatten, wurde die Reise nun auf den Juli verlegt: „Wir haben den Pokal noch nie gewonnen und werden alles für ein gutes Spiel tun.“

Hochmotiviert gehen auch die Wambeler ins Duell – trotz des unglücklichen Abstiegs. Vier Spieltage vor Saisonende stand die Mannschaft vom Timo Weißwange noch über dem Strich, doch vier Niederlagen zum Schluss sorgten für ein bitteres Saisonende. Trotzdem kapitulieren die WSV-Mädels: „Lasst uns zusammen das Wunder wahr werden“, hieß es auf der Facebook-Seite des Teams.

5. Vatertag feiern: Neben dem sportlichen Anlass feiert der TuS Eichlinghofen auch noch sein Vatertagsdorffest. Neben Fassbier, Grillspezialitäten, hausgemachten Kuchen, frischen Waffeln und allerhand Getränke erwarten die Besucher auch viele Möglichkeiten für Familien mit Kindern. So wird ein Fußball-Funpark eingeweiht, eine Hüpfburg steht bereit und wer schon immer mal wissen wollte, wie stark sein Schuss ist, kann das bei der Schussgeschwindigkeitsmessung austesten. Zudem gibt es in den Halbzeiten der beiden Endspiele Lattenschießen für die Zuschauer.

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Wer keine Chance hat, am Donnerstag live in Eichlinghofen dabei zu sein, kann trotzdem die Finalpartien der Männer und Frauen live sehen. Beide Partien werden gestreamt. Uwe Kisker und sein Team von Sport Live stehen wieder bereit. Kisker kommentiert zusammen mit zwei Experten die Spiele, zudem gibt es vor und nach den Spielen Interviews mit Trainern und Spielern. Alles zu sehen auf dem Youtube-Kanal von Sport Live und auf RN.de/dosport
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