Fünf vor Zwölf für die Handballer

DORTMUND Es ist „Fünf vor Zwölf“, von Panik aber keine Spur. Und eine Trainer-Diskussion gibt es auch nicht. Weder bei den Oberliga-Handballerin des HC Süd noch bei den Oberliga-Frauen des BVB. Beide Formationen rangieren nach erneuten Wochenend-Niederlagen auf einem Abstiegsplatz.

von Von Peter Ludewig

, 06.11.2007, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nachwuchsspieler des HC Süd: Bastian Tomlik.

Nachwuchsspieler des HC Süd: Bastian Tomlik.

Geredet wurde bislang genug beim Unterbau des schwarzgelben Handball-Zweitligisten. Mannschaftssitzung mit Trainerin und Vorstand vor drei Wochen; Mannschaftssitzung ohne Trainerin mit dem zweiten Vorsitzenden Andreas Heiermann und dem Koordinator Jochen Busch letzten Freitag.Geändert an der sportlichen Misserfolgsserie hat sich dadurch nicht viel. Aber auch nichts an der Tatsache, dass Nina Sendfeld außerhalb jeder Diskussion steht. Die Einschätzung von Sendfeld und Busch zur prekären Lage decken sich: Das Potenzial ist da, es wird nicht abgerufen.

Verschärftes Training

Den Ansatz zur Kehrtwende sieht die Trainerin ab sofort in einer deutlichen Verschärfung der Übungseinheiten: „Es sollte endlich allen klar werden, dass wir nicht Hallen-Halma spielen. Es muss in der Abwehr über eine verbesserte kämpferische Einstellung rappeln.“

Rappeln sollte es auch langsam bei den Männern des HC Süd, und zwar auf der positiven Seite des Punktekontos. „Sicher waren die letzten beiden Vorstellungen nicht gut, aber letztendlich ist immer noch nichts passiert. Jetzt kommen die Spiele, in denen gepunktet werden muss“, weiß Trainer Christian Kunert aber auch, dass der Druck nun zunimmt. Freitag gastiert der TuS Volmetal in Wellinghofen, dann geht es zu HSC Haltern/Sythen, ehe der TV Verl in Dortmund aufkreuzt.

Vorgabe: 7 Punkte

Zum Ausklang von Serie eins stehen die zwei Auswärtsaufgaben beim TSV Hahlen und SuS Oberaden an.Sieben Punkte lautet die Vorgabe. Für das Schlüsselspiel gegen Volmetal bangen die Südlichen noch um den Einsatz von Thomas Pixberg (Hexenschuss) und Yannick Eckervogt (erkrankt). Kunert und Partner Michael Wolf sind zudem, ungeachtet der sportlichen Situation, der Meinung, dass allmählich die Zukunftsplanungen, für welche Liga auch immer, in Angriff genommen werden sollten: „Unsere jungen Spieler haben Aufmerksamkeit geweckt. Da muss man vorsichtig sein.“

OSC entspannt

10:6 Zähler, Rang fünf: Erheblich entspannter gestaltet sich das derzeitige Treiben beim Verbandsligisten OSC Dortmund.„Dinge, die uns letztes Jahr ausgezeichnet haben, finden sich langsam wieder ein“, spielt Trainer Uli Teis für seine veränderte Formation vornehmlich auf die kämpferische Komponente und den unbedingten Siegeswillen an.Nun mit positivem Punktekonto die Hinserie beenden, so lautet das Ziel des Trainers. Parallel soll die Eingliederung des Nachwuchses intensiviert werden, erhofft sich Teis beispielsweise noch eine Menge von Youngster Jonas Krug.

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