Der berühmteste Name verlässt den TuS Bövinghausen – Er plant woanders den großen Meister-Coup

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Das Transferkarussell des Fußball-Landesligisten TuS Bövinghausen dreht sich aktuell so schnell, dass einem ganz schwindelig wird. Jetzt gibt es die nächste Personalentscheidung zu vermelden.

Dortmund

, 29.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Neuzugänge hat der TuS Bövinghausen in den vergangenen drei Wochen präsentiert. Rodrigo Coelho Confettura (Brasilianer aus Rumänien), Sören Gerlach (TuS Hordel), Philipp Rößler (Westfalia Herne) und Maurice Haar (Westfalia Herne) haben ihre Zusage für die Rückrunde schon geben.

Mindestens vier neue sollen beim TuS Bövinghausen noch folgen

„Mindestens vier Neue sollen noch kommen, im Idealfall sechs. Unser Kader ist einfach zu klein, um ganz oben anzugreifen. Aktuell stehen uns nur zehn Spieler zur Verfügung und müssen deshalb auf Akteure aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen, die in der C-Liga spielen“, erklärt Ajan Dzaferoski, der Vorsitzende des Landesligisten.

Der berühmteste Name verlässt den TuS Bövinghausen – Er plant woanders den großen Meister-Coup

Nico Legat (l.) verlässt den TuS Bövinghausen. © Stephan Schuetze

Von den zehn Standhaften, die Trainer Dimitrios Kalpakidis noch zur Verfügung stehen, wird einer den Klub im Winter verlassen. Der Spieler mit dem prominentesten Nachnamen: Legat. Nico Legat wird nach den nächsten drei Landesliga-Spielen gegen Buer (1. Dezember), Hombruch (6. Dezember) und Frohlinde (14. Dezember) nicht mehr das Trikot des TuS Bövinghausen tragen. „Ich fahre von zu Hause aus mindestens 50 Minuten zum Training nach Dortmund, manchmal auch über eine Stunde. Da sitze ich ja mehr im Auto als ich trainiere“, erklärt er.

Nico Legat ist drei Spiele noch dabei

Als sein Vater Thorsten Legat noch Trainer des Klubs war, seien die Fahrten für ihn entspannter gewesen. „Da konnten wir uns Richtung Heimat unterhalten, oder ich habe mich als Beifahrer mal ausgeruht“, sagt Nico Legat. Das sei nicht mehr möglich und das ständige Fahren zerre an ihm.

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Er möchte die verschenkte Zeit lieber anders nutzen. „Ich will mich beruflich weiterentwickeln, plane gerade, meinen Meister zu machen“, sagt der 21-jährige Mittelfeldspieler, der vor der Spielzeit vom Oberligisten Westfalia Herne gekommen war. Er arbeitet bei einem Logistikunternehmen. „Mit dem Fußballspielen kann ich ja nicht meinen Lebensunterhalt verdienen. Deshalb liegt der Fokus jetzt auf meinem Job.“

Nico Legat hat sich beim TuS Bövinghausen immer wohl gefühlt

Er betont, dass er sich bei Bövinghausen immer wohl gefühlt habe. „Die Mannschaft ist wirklich top. Hier spielen etliche Freunde. Auch der neue Coach ist wirklich gut. Aber es geht nicht mehr.“ Der Vorsitzende Dzaferoski hat Verständnis für Legats Entscheidung. „Es ist alles seriös abgelaufen. Wir hätten ihn sehr gerne behalten, aber ich verstehe Nico. Er kann auch ablösefrei wechseln. Er ist ja auch umsonst gekommen“, sagt Dzaferoski.

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In den abschließenden drei Spielen des Jahres steht er aber weiter zur Verfügung. „Nachdem mein Vater gegangen ist, habe ich dem Klub gesagt, dass ich mindestens bis zum Winter weiterspiele. Und daran halte ich mich auch“, sagt er. Einen neuen Verein hat er noch nicht. „Aber ich werde schon einen finden, da mache ich mir keine Sorgen. Ohne Fußball kann ich auch nicht.“

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