Gekommen als Backup - Jetzt ist der alte Mann beim TuS Bövinghausen die große Hoffnung

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Der TuS Bövinghausen hat am Sonntag im Derby gegen den FC Brünninghausen die Muskeln spielen lassen und mit 4:0 gewonnen. Im Mittelpunkt stand ein Spieler, der eigentlich als Backup gekommen war.

Dortmund

, 15.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war der erste Fingerzeig des TuS Bövinghausen Richtung Oberliga-Aufstieg. Denn das ist das große Ziel des Westfalenliga-Aufsteigers. Der FC Brünninghausen war im Derby beim 0:4 gegen den TuS chancenlos. Schuld daran war auch ein Ex-Spieler des FCB.

Eyüp Cosgun war es, der mit seinen zwei Treffern gehörigen Anteil am Erfolg hatte. Erst traf er nach Vorarbeit per Kopf (42.), dann per Fuß in Abstaubermanier (52.). „Es war ein schöner Tag für die Mannschaft und auch für mich. Ich freue mich über jedes Tor, das ich schieße“, sagte der Stürmer nach Spielschluss.

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An Eyüp Cosgun ist das Schöne, dass nach jedem siegreichen Spiel seine Augen Freude ausdrücken. Er kommt einem dann ein bisschen vor, wie der 14-Jährige im Körper eines 32-Jährigen. Denn so alt ist Cosgun schon. Selbst im Team des TuS Bövinghausen gehört er zu den älteren.

Eyüp Cosgun (im Kopfballduell vorne) erzielte zwei Treffer für den TuS Bövinghausen.

Eyüp Cosgun (im Kopfballduell vorne) erzielte zwei Treffer für den TuS Bövinghausen. © Stephan Schuetze

Und eigentlich war er vor der Saison vom Liga-Konkurrenten BSV Schüren gekommen, um das Team als Backup zu unterstützen. „Ich verbringe gerade sehr viel Arbeit an meinem Haus und werde bald Vater. Mein Plan war es, dass ich dem Team helfe, wann immer es mich braucht. Klar war auch, dass ich nicht immer beim Training sein kann“, erklärt Cosgun.

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Für den TuS-Präsidenten Ajan Dzaferoski ist das kein Problem. „Wir wussten, dass Eyüp nicht immer kommen kann. Das ist aber kein Problem. Vor allem dann, wenn er jetzt jede Woche zwei Tore für uns erzielt“, sagt Dzaferoski.

Marko Onucka ist froh über Cosguns Rückkehr

Auch Cosguns Mitspieler Marko Onucka ist froh darüber, dass er da ist. „Eyüp hat uns im ersten Spiel gefehlt. Ihn kann man immer anspielen. Er lässt die Bälle prallen und ist auch torgefährlich. Er tut meinem Spiel auch sehr gut. Ich profitieren von ihm“, sagt Onucka.

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Cosgun verstand es, seine Mitspieler immer wieder geschickt einzusetzen. Er ging keinem Zweikampf aus dem Weg und schuf Räume für die Kollegen. „Er ist ein ganz ekelhaft zu spielender Stürmer“, sagt Dzaferoski.

Und auch ein mannschaftsdienlicher Mitspieler. Vor seinem zweiten Treffer hätte er selbst viel früher den Treffer zum 3:0 erzielen können, passte den Ball aber uneigennützig zu Onucka. Nachdem der verzog, schloss Cosgun selbst ab.

Cosgun verlassen die Kräfte

Ab der 60. Minute verließen Cosgun aber die Kräfte. Trainer Sven Thormann nahm ihn dann später vom Platz. „Mehr ging nicht. Meine Beine wurden immer schwerer. Aber das war der Plan. Ich sollte mich so lange wie möglich auspowern.“ Der Plan ging perfekt auf.

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