«Glückwunsch, Papa!»

Hombrucher SV gewinnt 3:1 gegen den WSV Bochum / Vater Mounir Bazzani trifft

28.05.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

«Das war schön», sagte er kurz und trocken. «Wir haben uns viele Chancen erarbeitet und sind dafür belohnt worden.» 90 Minuten lang gaben die Hombrucher alles, um ihrem scheidenden Torwart Holger Tessnow einen guten Abschied zu bereiten. Er hatte zuvor Blumen erhalten. Und für Mounir Bazzani konnte an diesem Wochenende gar nichts schiefgehen, er war am Freitag Vater der Zwillinge Amine und Dounia geworden. «Glückwunsch, Papa!» gratulierten die Mitspieler - auch zum sportlichen Erfolg, denn Bazzani erzielte das 2:1. Vaterfreuden und Spielfreude - diese Kombination forderte einen Heimsieg beinahe schon heraus. Auch André Kötter, der starke Mittelfeldmotor, tat dies. In der 24. Minute traf er aus 16 Metern nach Flanke von Alexander Topolewski und Verlängerung von Mounir Bazzani genau. Nach einer regelrechten Chancenflut platzte der Knoten jetzt. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff hätte Bazzani zum ersten Mal zuschlagen können - WSV-Torwart Manuel Mühlenkamp reagierte glänzend. Dass direkt nach dem Wechsel der überraschende Ausgleich (erste Tormöglichkeit der Gäste) durch Marco Jankowski fiel, beeindruckte die Hombrucher nicht. Dann stellte Bazzani mit dem 2:1 per Kopf nach Ecke von Patrick Jansen ein Ergebnis her, das dem Spielverlauf eher entsprach, eigentlich aber hätte es längst 4:1 oder 5:1 stehen müssen. Immerhin den dritten Treffer markierte der HSV dann doch. Tobias Diderich vollendete eine sehenswerte Einzelleistung zum 3:1-Endstand (63.). Alexander Topolewski, der im Anschluss zweimal knapp vergab, blieb diesmal ein Torerfolg versagt - genauso wie Frank «Keule» Burmann. Dem Routinier hätte jeder einen Treffer gegönnt, er stand auch goldrichtig, nur kam Bazzanis Vorarbeit nicht an. Am Ende strahlten die Hombrucher um die Wette: Die Stimmung beim HSV ist gut. Daran änderte gestern auch kein Regenschauer etwas. AN

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