Große Auszeichnung für Dortmunderin Hammer

Boxen

Während die Klitschko-Brüder Vitali und Wladimir am Sonntagabend bei der Premiere der German Boxing Awards im Besenbinderhof in Hamburg mit einem "Herqul" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden, wurde die Dortmunderin Christina Hammer zur besten Boxerin des Jahres gekürt. Ausruhen konnte sich die jüngste Weltmeisterin im Mittelgewicht aber nicht.

DORTMUND

, 10.10.2017, 19:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einen starken Eindruck hinterließ die Dortmunderin Christina Hammer in Hamburg, wo sie am Wochenende als Boxerin des Jahres bei den German Boxing Awards ausgezeichnet wurde.

Einen starken Eindruck hinterließ die Dortmunderin Christina Hammer in Hamburg, wo sie am Wochenende als Boxerin des Jahres bei den German Boxing Awards ausgezeichnet wurde.

Nachts um 4 Uhr ging es zurück nach Dortmund und natürlich sofort ins Bett. Danach stand bereits eine längere Laufeinheit an. „Dieser Titel ist eine große Ehre für mich. Ich bin wirklich stolz darauf“, sagte Hammer nach ihrer Rückkehr. Ihr Manager Harald Pia fügte an: „Es ging rein nach Leistung. Und nicht nach anderen Kriterien. Zahlreiche Insider hatten nämlich mit der Wahl der Hamburgerin Susi Kentikian gerechnet.“

Termine stehen fest

Mittlerweile stehen auch die Termine für die nächsten sportlichen Herausforderungen fest. Ihren letzten Kampf hatte Hammer im April in der Dortmunder Westfalenhalle bestritten, als sie ihren WM-Titel im Mittelgewicht nach Version der WBC erfolgreich verteidigte. Bei ihrem Heimspiel besiegte die 27-Jährige die frühere Dreifach-Weltmeisterin Maria Lindberg aus Schweden nach Punkten.

Am 4. November geht es weiter. Hammer wird als ungeschlagene Mittelgewichts-Weltmeisterin nach WBC und WBO zu einer freiwilligen WBC-Titelverteidigung gegen Gifty Amanua Ankrah aus Ghana antreten. Der Kampf wird in München als Hauptkampf live von Sport 1 übertragen. „Ich steige jetzt in die Sparringsphase mit kleineren Gegnern ein. Denn Ankrah wird als kleinere Boxerin versuchen, in die Nahdistanz zu kommen“, so Hammer.

Erst Togo, dann München

Ursprünglich war der Kampf nicht für München geplant, sondern sollte in Togo stattfinden. „Christina und ich hatten uns schon gegen Gelbfieber impfen lassen. Doch dann wurde der Kampf in letzter Sekunde abgesagt, da wohl die Finanzierung nicht sicher war“, erzählte Pia.

Nach München geht’s in die USA, wo sich Christina Hammer erstmals vor amerikanischen Publikum präsentieren wird. Geplant ist, dass sie im Rahmen von Claressa Shields Weltmeisterschaftskampf am 12. Januar in New York auch ihre erneute Titelverteidigung bestreitet. Der Kampfabend wird vom US-Sender Showtime übertragen.

Megafight mit Shields

Im März 2018 steht dann der nächste Kampf in den USA an. Im Sommer 2018 soll es zum Showdown zwischen Christina Hammer und Claressa Shields in den USA kommen. Wann und wo der Megafight stattfinden soll, steht noch nicht fest. Sicher ist laut Manager Pia, dass es zu zwei WM-Kämpfen zwischen Hammer und Shields kommen wird.

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