Große Verletzungssorgen bei Eichlinghofen: „Das habe ich so noch nicht erlebt“

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Der TuS Eichlinghofen steht vor enormen Problemen. Trainer Marc Risse muss verletzungsbedingt auf fast die Hälfte seiner Spieler verzichten. Jetzt hat sich ein weiterer Akteur schwer verletzt.

Dortmund

, 24.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die neue Saison hat noch gar nicht begonnen, da läuten beim Bezirksligisten TuS Eichlinghofen schon die Alarmglocken. Lediglich 14 gesunde Spieler stehen Trainer Marc Risse derzeit zur Verfügung. Die Schwierigkeiten spiegeln sich auch in den Testspiel-Ergebnissen wider. Für einen Spieler ist die kommende Hinrunde sogar schon vor dem Saisonstart gelaufen.

Die Vorfreude auf die neue Spielzeit nach der unfreiwilligen Corona-Pause ist bei allen Dortmunder Amateurfußballern groß. Bei TuS-Trainer Marc Risse wird diese Freude allerdings deutlich getrübt. „Wir haben normalerweise 29 Spieler im Kader. Davon sind momentan aber eigentlich nur 14 Leute wirklich fit. Da kann man natürlich keine ordentliche Vorbereitung machen.“

Nur ein Testspiel-Sieg bisher

Welche Auswirkungen die angespannte Personalsituation hat, wird deutlich, wenn man sich die bisherigen Testspiele des Bezirksligisten anschaut. Sieben Partien hat Eichlinghofen bislang absolviert - nur ein Sieg sprang dabei heraus, bei vier Spielen ging man als Verlierer vom Platz.

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„Wir können keine Dinge einstudieren oder taktische Formationen ausprobieren, weil uns so viele Spieler aufgrund von Verletzungen fehlen. Da haben wir schon wirklich unheimliches Pech. Das habe ich so noch nie erlebt“, unterstreicht Risse.

Beispielsweise sei Alexander Voss mit Meniskus-Problemen knapp fünf Wochen ausgefallen. Zudem müsse er vorerst unter anderem auf Dustin Maranca und Patrick Pöhl verzichten. Besonders bitter: Im Testspiel gegen Westfalia Langenbochum verletzte sich mit Moritz Glöckner ein Spieler, der gerade erst wieder vollständig genesen war.

Spieler aus der zweiten Reihe sind gefordert

„Moritz hat sich vor anderthalb Jahren das Schlüsselbein gebrochen und war jetzt wieder richtig fit. Kurz vor dem Schlusspfiff ist er dann ohne Einwirkung des Gegners so auf seine Schulter gefallen, dass er sich wieder die gleiche Verletzung zugezogen hat“, so Risse.

Mittlerweile sei der Abwehrspieler, der im vergangenen Sommer vom Kirchhörder SC nach Eichlinghofen gewechselt war, bereits operiert worden. Laut Risse werde Glöckner dem Bezirksligisten allerdings dennoch die komplette Hinrunde fehlen. „Das passt einfach ins Gesamtbild und ist extrem unglücklich“, betont der TuS-Trainer.

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Insgesamt also keine guten Voraussetzungen für den nahenden Saisonstart, dem Risse deshalb mit einer ordentlichen Portion Skepsis entgegensieht. Neben der dünnen Personaldecke bereiten dem Coach vor allem auch die jüngsten Auftritte seiner übrigen Akteure Kopfzerbrechen.

„Ich will die Verletzungen gar nicht als Ausrede nehmen, denn am Ende stehen immer noch elf Spieler auf dem Platz. Aber die letzten Leistungen brauchen wir auch nicht schönreden“, erklärt Risse. Jetzt seien die gesunden Spieler aufgefordert, sich zu zeigen und aufzudrängen. Bislang allerdings weitestgehend glücklos.

„Das war jetzt noch viel Stückwerk und wir haben überhaupt keine Konstanz in den Tests. Deshalb haben wir jetzt noch zwei zusätzliche Partien vereinbart, um dann doch einigermaßen gut auf den Saisonstart vorbereitet zu sein“, so der Trainer.

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