Halle: Schwerter Klub bei zwei Turnieren – Es kann zur Termin-Kollision mit Dortmund kommen

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Diesen Fall wollte der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski verhindern. Jetzt kann es zu einer Kollision kommen. Ein Schwerter Klub muss vielleicht parallel in Schwerte und Dortmund antreten.

Dortmund

, 05.12.2019, 11:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Aufschrei war groß, als der Fußballkreis Dortmund 2016 die Türe für die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft für alle Klubs des Kreises 11 öffneten. Plötzlich fanden sich Teams aus Schwerte und Lünen in den Dortmunder Hallen wieder. Und der Lüner SV gewann gleich bei seiner Premierenveranstaltung das Turnier.

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Die rund 5000 Zuschauer in der Helmut-Körnig-Halle pfiffen den LSV im Finale gegen den BSV Schüren gnadenlos aus. Die Spieler ließen sich nicht beirren. Der Klub trat auch nicht unsympathisch auf. Die Pfiffe galten eher dem Umstand, dass der Fußballkreis Dortmund sie überhaupt hat mitspielen lassen.

Vorwurf: Die Klubs haben ihre eigene Veranstaltung

Der große Vorwurf aller Kritiker lautete, dass die Lüner und Schwerter Klubs doch gar nicht zu Dortmund gehören und eine eigene Stadtmeisterschaft in ihren Städten ausrichten. Ein zweiter Punkt: Die auswärtigen Vereine nehmen den heimischen Teams die Startplätze weg.

Die negative Stimmung gegenüber den Schwerter und Lüner Teams kippte in den beiden darauf folgenden Veranstaltung ins neutrale, was wahrscheinlich auch damit zu tun hatte, dass keines der Teams um den Titel mitspielte.

Sieben Teams kommen nicht aus Dortmund

Bei der anstehenden Hallenfußball-Stadtmeisterschaft sind es wieder sieben Nicht-Dortmunder, die an den Start gehen. Sechs kommen aus Lünen, ein Verein aus Schwerte. Und um den Schwerter Verein gibt es jetzt ein paar Wirrungen. Der A-Ligist VfB Westhofen nimmt sowohl in Schwerte als auch in Dortmund an der Stadtmeisterschaft teil.

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Das ist eigentlich kein Problem, wenn es da nicht 2017 die Aussage des Kreisvorsitzenden Jürgen Grondziewski gegeben hätte. Er sagte damals, dass die auswärtigen Klubs darauf achten müssen, dass es keine Überschneidungen mit der eigenen Stadtmeisterschaft geben dürfe. Wenn es die gäbe, müssten sich der Verein für eine Veranstaltung entscheiden.

Für den VfB Westhofen kann es zu einem Engpass kommen

Im Fall des VfB Westhofen könnte es jetzt aber zu einer Überschneidung kommen. Denn die Zwischenrunde in Dortmund findet parallel zur Schwerter Vorrunde statt. So könnte es am 4. Dezember zu einem Engpass kommen. Die Vorrunde in Schwerte endet um 16 Uhr, die Zwischenrunde in Dortmund beginnt um 15.30 Uhr. Der VfB muss deshalb vielleicht parallel in zwei Hallen antreten. Im vergangenen Jahr gab es eine ähnliche Konstellation, deshalb hatte Westhofen erst gar nicht für Dortmund gemeldet.

„Es wäre nicht so gut, wenn die Spieltage kollidieren. Aber wir würden den VfB Westhofen auf keinen Fall ausschließen. Es ist ja alles vorbereitet“, sagt Grondziewski. Bei der 100-Jahr-Feier des VfB Westhofen hätten ihm die VfB-Verantwortlichen auch zugesichert, dass Dortmund Priorität hätte. Jürgen Rump, der Vorsitzende des VfB Westhofen, sieht die Angelegenheit ganz entspannt. Er bestätigt, dass der VfB Westhofen mit einer guten Mannschaft nach Dortmund käme, wenn es zu einer Kollision käme. „Unser Kader ist groß genug. Wir würden problemlos zwei starke Mannschaften stellen können“, sagt Rump.

TuS Holzen-Sommerberg spielt nur in Dortmund

Der TuS Holzen-Sommerberg, der zum Stadtsportverband Schwerte gehört, aber ein Dortmunder Vorort-Klub ist, hat seine Priorität ganz auf Dortmund gelegt. „Wir sehen uns als Dortmunder Klub, deshalb gilt unsere ganze Konzentration der Dortmunder Veranstaltung. Wir haben erst gar nicht für Schwerte gemeldet“, sagt der Vorsitzende Andreas Bartels. Auch der VfL Schwerte und ETuS/DJK Schwerte haben auf Dortmund verzichtet.

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Es bleibt zu hoffen, dass im Falle der Fälle der VfB Westhofen wie versprochen in der Zwischenrunde ein Top-Team stellen würde. Was anderes wäre nicht im Sinne der Dortmunder Veranstaltung und wäre nicht gerecht über die Teams, die für Westhofen weichen mussten.

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