Was wurde aus Hombruchs ehemaligen Bundesligatalenten der Saison 2016/2017?

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2016/2017 spielte der HSV mit seiner B-Jugend in der Bundesliga. Heute träumen immerhin zwei der damaligen Talente weiterhin den Profitraum. Einer in Deutschland und einer in den USA.

von Patrick Radtke

Dortmund

, 30.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 4 min

Als der Hombrucher SV in der Saison 2016/2017 in der B-Junioren-Bundesliga ankam, waren plötzlich Schalke 04, Fortuna Düsseldorf oder der 1. FC Köln die Gegner des Dortmunder Vereins.

Gemeinsam mit Viktoria Köln und dem 1. FC Mönchengladbach ging der HSV die Reise als Aufsteiger an - und feierte am Ende den Klassenerhalt, weil die Gladbacher, der FC Hennef und Rot-Weiß Essen hinter dem HSV landeten.

Doch wo kicken die ganzen Top-Talente heute?

  • Tobias Nubbemeyer: Den wohl größten Sprung von allen hat der Trainer gemacht. Der ehemalige Oberliga-Spieler coachte die Hombrucher Bundesligamannschaft und wechselte anschließend als Jugendcoach zu RB Leipzig, agierte als Co-Trainer in der A-Junioren Bundesliga. Ist aktuell aber vereinslos.

  • Erik Lenschmidt: Alle 26 Partien absolvierte Lenschmidt in der Saison 2016/2017 in der Junioren-Bundesliga. Danach wechselte er zu Arminia Klosterhardt, dann zur Hammer Spielvereinigung. Aktuell kickt er für SuS Oberaden in der Kreisliga A.

  • Mehmet Dalyanoglu: Der Abwehrmann kam 2016/2017 auf 23 Einsätze. Auch er ging in der A-Jugend nach Klosterhardt. Von da ging es weiter zu Rot-Weiß Oberhausen und seit dieser Spielzeit tritt er für den FC Kray in der Oberliga Niederrhein gegen den Ball, ist Stammspieler.
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  • Jonas Filep: 47 Minuten lang durfte Filep in der Bundesliga 2016/2017 spielen. Danach verläuft sich sein Weg. Zuletzt spielte er für den TuS Hattingen in der Bezirksliga Staffel 10. Ob er aktuell noch aktiv ist, ist unbekannt.

  • Maxwell Gyamfi: Auf ihn schien die große Karriere zu warten. Gyamfi ging vom Hombrucher SV zum VfL Bochum, spielte zwei Jahre in der A-Junioren-Bundesliga und schaffte auch den Sprung zu den Profis. In der Vorbereitung kam er zum Einsatz, in der Liga saß er am Anfang der Spielzeit auf der Bank. Doch eine Einsatzminute bekam er noch nicht.

  • Justin Lange: Er blieb dem Dortmunder Fußball treu. Nach seiner Zeit beim HSV ging es zur TSC Eintracht Dortmund und von da in die Westfalenliga zu Westfalia Wickede. Dort kam er in dieser Saison jedoch nur in vier Spielen zu kurzen Einsätzen.

  • Kevin Leifels: Er spielte früher beim VfL Bochum und startete dann bei Hombruch neu durch. Nach der A-Jugend in Hombruch ging es zum BSV Schüren in die Westfalenliga. Dort spielt er bis heute.

  • Marcel Milosz: Hombruch, Wacker Burghausen, SC Wiedenbrück und nun Lüner SV. Marcel Milosz hat schon einiges erlebt in den vergangenen Jahren. 2017 spielte er sogar für die U17-Nationalmannschaft Polens. Nun hofft er in Lünen auf seinen Durchbruch.

  • Abdellah Mohammed: Nach der A-Jugend wechselte Mohammed zur DJK TuS Hordel in die Westfalenliga. Nun ist er wieder nach Dortmund zurückgekehrt und beweist seine Torgefahr beim FC Roj in der Bezirksliga.
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  • Paul Schütte: Paul Schütte ist nicht mehr in Dortmund aktiv - aber er spielt Oberliga. Nach der Zeit in Hombruch ging er erst zu Arminia Klosterhardt, dann ging es weiter zur Essener SG, wo er auch schon vor Hombruch gespielt hatte. Nach der Junioren-Zeit folgte der Wechsel zu den Sportfreunden Niederwenigern, mit denen er aktuell in der Oberliga spielt. Gleichzeitig kickte er auch schon in der WFLV Futsal-Liga für Primero Club de Futsal Mülheim und den SC Bayer 05 Uerdingen Futsal.

  • Sefa Ayaz: Er spielt aktuell in der Westfalenliga beim Lüner SV. Von Hombruch ging es ins zweite Jahr der A-Jugend nach Rot-Weiß Ahlen und von da zum LSV.

  • Emin Erdur: In der C-Jugend spielte Erdur noch für den BVB, dann folgte die Zeit beim HSV. Wie einige seiner Kollegen wechselte er dann nach Ahlen und verbrachte dort seine letzten Juniorenjahre. Mittlerweile ist er zurück in Dortmund und kickt für den BSV Schüren in der Westfalenliga.

  • Damjan Ilic: Er war Stammspieler in der ersten Bundesliga-Saison des HSV. Danach wechselte er zum SV Lippstadt. Nun steht er im Kader des Holzwickeder SC, kam in dieser Spielzeit aber noch nicht zum Einsatz.

  • Jonas Janetzki: Dort ist Ilic Kollege von Janetzki, der genau den gleichen Weg ging. Von Hombruch nach Lippstadt. Der Sprung in die Regionalliga klappte aber nicht - die Oberliga in Holzwickede schon. Er gehört definitiv zum Stammkader, lief in dieser Spielzeit schon 15 Mal für den HSC auf.

  • Lars Kozdron: Lars Kozdron wurde in der Bundesliga-Saison 2016/2017 drei Mal eingewechselt. Danach ging es bei Hombruch nicht weiter. Es folgte die A-Jugend-Saison beim FC Brünninghausen. Dann zog es ihn weiter zum SV Bommern 05, mit dem er von der Kreisliga A in die Bezirksliga aufstieg.
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  • Maurice Majewski: Ein Tor gelang Maurice Majewski in der B-Junioren-Bundesliga in 13 Einsätzen. Dann ging er zum Holzwickeder SC, wo er in der A-Junioren-Bezirksliga in zwölf Partien 17 Mal traf. Mittlerweile spielt er in der Westfalenliga beim SC Neheim und sammelt einige Einsatzminuten.

  • Ersan Özcan: Nach der Zeit bei Hombruch wechselte Özcan zum SV Lippstadt. Von dort ging es zum Holzwickeder SC, wo er aber diese Saison noch auf keine Einsatzminute kam.

  • Furkan Öztürk: Zwei Mal wurde Özturk in der Bundesliga-Saison 2016/2017 eingewechselt. Über die Station Rot-Weiß Ahlen ging es zum SV Westfalia Rhynern. Nun kickt er in der Bezirksliga bei der SG Bockum-Hövel.

  • Domenico Palmieri: In der Bundesligasaison spielte Palmieri keine große Rolle, seinen Weg machte er dennoch. Es ging zum FC Brünninghausen, wo er bis heute noch kickt und in dieser Spielzeit bereits in 16 Partien auflief.

  • Michael Schaulandt: Nach 20 Partien in der Bundesliga ging es für Schaulandt beim FC Iserlohn weiter. Dort kickt er bis heute und darf sich mittlerweile Westfalenligaspieler nennen.

  • Darius Stawski: Er kam von Borussia Dortmund zum Hombrucher SV, spielte in der B-Junioren-Bundesliga 26 Mal, wurde dabei aber 17 Mal ausgewechselt. Vier Tore gelangen Stawski damals, ehe es zum VfL Bochum weiterging. Nach der A-Junioren-Bundesliga in der vergangenen Spielzeit und 23 Einsätzen, ging es an der Castroper Straße aber nicht weiter. Nun spielt er für Westfalia Herne in der Oberliga und kommt auf 15 Einsätze bisher.

  • Lennart Uedickhoven: 24 Einsätze beim HSV, dann A-Jugend-Bundesliga beim VfL Osnabrück und 2018/2019 bei Rot-Weiß Oberhausen. Dort sammelte Uedickhoven 23 Einsätze. Nun spielt er beim Holzwickeder SC in der Oberliga. 18 Spiele stehen in der aktuellen Saison zu Buche.

  • Mohamed Dia: Ein Tor schoss Dia in der Bundesliga. Danach ging es zur Spielvereinigung Erkenschwick in die A-Junioren-Landesliga. Seine Junioren-Abschlusssaison absolvierte er dann beim TuS Haltern am See in der A-Junioren-Westfalenliga. Aktuell kickt er beim SSV Buer in der Landesliga.

  • Valentin Kurz: Ihn hat es weit weit weg gezogen. Nach der Bundesligasaison spielte er noch ein Jahr bei der Hombrucher A-Jugend in der Westfalenliga, ehe er den Sprung wagte und beim TSV Havelse in der A-Junioren-Bundesliga spielte. Und dann ging es noch weiter. Ab über den großen Teich, ab in die USA! In Kalifornien spielt er in der höchsten College-Liga NCAA1 und wurde mit dem Saint Mary‘s College Meister in der West Coast Conference. Nebenbei studiert er Psychologie. Noch ist der Profitraum also nicht zu Ende.

  • Jonas Telschow: Telschow war der Torjäger in der Bundesliga-Mannschaft des HSV, erzielte fünf Treffer in 23 Einsätzen. Danach blieb er noch ein Jahr länger in Hombruch, wechselte dann zum SV Lippstadt und ist nun beim FC Brünninghausen in der Westfalenliga aktiv. In der Vorbereitung zur Rückrunde machte sich Telschow so gut, dass der FCB seinen Vertrag direkt um ein weiteres Jahr verlängert hat.

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