Innenverteidiger war torgefährlichster Spieler: Wie Viktoria Kirchderne das ändern will

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Viktoria Kirchderne will in der Fußball-Bezirksliga erneut eine gute Rolle spielen. Zehn Neuzugänge verpflichteten die Östlichen, damit der Knoten insbesondere in der Offensive platzt.

Dortmund

, 17.07.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

4-3-4 steht nicht für die neue taktische Ausrichtung des Fußball-Bezirksligisten Viktoria Kirchderne, sondern für die Platzierungen der letzten drei Jahre. „In der extrem ausgeglichenen Liga streben wir erneut einen Platz in ähnlichen Regionen an“, sagte Trainer Florian Buchholz.

Viktoria ist zum Kader-Umbau gezwungen

Durch die kurzfristige Absage von vier Leistungsträgern, die ihren Verbleib eigentlich schon zugesagt hatten, war die Viktoria gezwungen ihren Kader umzukrempeln. Zehn Neuzugänge sollen deshalb dabei helfen, das Saisonziel zu erreichen. Bilal Cildir und Fatih Kekec kamen vom Absteiger Alemannia Scharnhorst zur Viktoria.

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Das ist der Kader von Viktioria Kirchderne für die Saison 2019/20

17.07.2019
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Patrick Kasper© Nils Foltynowicz
Alexander Pietryga© Nils Foltynowicz
Alexander Rotgang© Nils Foltynowicz
Andre Meyer© Nils Foltynowicz
Bilal Cildir© Nils Foltynowicz
David Olesch© Nils Foltynowicz
Dennis Piastowski© Nils Foltynowicz
Emre Erdur© Nils Foltynowicz
Erkan Yigit© Nils Foltynowicz
Fatih Kekec© Nils Foltynowicz
Florian Buchholz (Trainer)© Nils Foltynowicz
Fosby Mbavaidi© Nils Foltynowicz
Hendrik Huneke© Nils Foltynowicz
Ibrahim Türkyilmaz© Nils Foltynowicz
Kai Scheuer© Nils Foltynowicz
Kelvin Louis© Nils Foltynowicz
Marco Malinowski© Nils Foltynowicz
René Tschirner (Co-Trainer)© Nils Foltynowicz
Tamer Keskin© Nils Foltynowicz
Tayfun Türkoglu© Nils Foltynowicz
Tim Preuß (Co-Trainer)© Nils Foltynowicz
Yannik Kube© Nils Foltynowicz
Mannschaftsfoto Viktoria Kirchderne© Nils Foltynowicz
Die Neuzugänge bei Viktoria Kirchderne© Nils Foltynowicz

Auch beim Dorstfelder SC bedienten sich die Kirchderner doppelt: Innenverteidiger Christopher Selbach und Alex Rotgang, der die zentrale Position im Mittelfeld bekleiden kann, wechselten vom Bummelberg zur Viktoria. In der Offensive wurden in Ibrahim Türkyilmaz (RW Unna), dem talentierten Andre Meyer (SV Brackel 06) und Fosby Mbavaidi, der bereits einige vielversprechende Ansätze zeigte, drei junge Leute geholt.

Innenverteidiger ist torgefährlichster Angreifer

„Die Neuverpflichtungen bringen viel Geschwindigkeit mit. Unsere Tempodefizite im Angriff werden der Vergangenheit angehören“, sagte Trainer Tim Preuß. Bezeichnend für die bisherige Offensivschwäche ist die Tatsache, dass Innenverteidiger Benjamin Schulz mit zehn Treffern der erfolgreichste Torschütze der Kirchderner war.

„Unsere Tempodefizite im Angriff werden der Vergangenheit angehören.“
Tim Preuß, Trainer Viktoria Kirchderne

Die Viktoria will in der kommenden Saison mutiger auftreten, früher den Ball erobern und damit mehr Risiko gehen. „Beim Kronen-Hellweg-Cup funktionierte das phasenweise schon ganz gut. Allerdings waren wir sowohl gegen Westfalia Wickede als auch im Test gegen den SuS Kaiserau zehn Minuten unaufmerksam, was beide Gegner zu Toren nutzten“, ergänzte Florian Buchholz.

A-Jugendlicher überzeugt in Testspielen

Emre Erdur (zuletzt TuS Rahm), der im Mittelfeld auf allen Positionen spielen kann, laboriert zurzeit an einer Zerrung. Torhüter Marco Malinowski (von VfR Sölde), der eigentlich noch in der A-Jugend kicken könnte, überzeugte in zwei Testspielen als sicherer Rückhalt.

Routinier Hendrik Huneke (33 Jahre) kann derzeit wegen eines Muskelfaserrisses noch nicht ins Spielgeschehen eingreifen. „Wegen meines Studiums habe ich zuletzt drei Jahre pausiert“, berichtete der Ex-Wickeder. „Ich will möglichst schnell wieder fit werden, und der Mannschaft mit meiner Erfahrung helfen. Mal sehen, wo die Reise hingeht“, ergänzt Huneke, der sowohl auf der offensiven als auch auf der defensiven Position links spielen kann.

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