Jubiläum zieht die Massen an

DORTMUND Beim Blättern in einer alten Motorsport-Zeitschrift aus dem Jahr 1984 kommt, das gibt Harald Ott zu, „ein wenig Wehmut auf.“ In der Westfalenhalle begann damals quasi die Karriere des Motocrossers, der seinerzeit zum „Hallenkönig von Dortmund“ wurde. 24 Jahre nach seinem großen Auftritt kehrt der mehrfache Deutsche Meister im Januar zurück.

von Von Dirk Krampe

, 23.11.2007, 16:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ott, der 1989 letztmals als aktiver Fahrer beim ADAC Super-Cross dabei war, wird sich dann sogar wieder auf ein PS-getriebenen Untersatz setzen. Wie der genau aussehen wird, bleibt noch ein kleines Geheimnis. „Es werden kleinere Maschinen sein“, sagt Mit-Organisator Thomas Deitenbach. „Aber wir haben uns gedacht, wenn wir so viel ehemalige Prominenz hier haben, dann sollen sie auch was zeigen.“ Zur großen Jubiläumsveranstaltung vom 11. bis 13. Januar hat der ADAC Westfalen einige ehemalige Größen dieses Sports eingeladen.

Überraschungs-Coup

Ott, mittlerweile 39 Jahre alt, landete im zarten Alter von 16 einen Überraschung-Coup in der Westfalenhalle. „Damals“, erzählt der Heidenheimer, „war ja die gesamte Weltelite da. Zu den Amerikanern habe ich aufgeschaut. Da wollte ich eigentlich nur mitfahren.“ Für Ott war der Sieg in Dortmund der Startschuss zu einer glanzvollen Karriere mit 10 internationalen Deutschen Meistertiteln. 1993 wechselte er zum Super-Moto, 1998 wurde er dort Europameister. Noch heute hält er gegen die weitaus Jüngeren mit.

50 Top-Fahrer

Ein Vierteljahrhundert, nachdem Deitenbach, Karl-Gustav Sander und weitere Mitstreiter die erste Auflage, damals noch als Hallen-Motocross, aus dem Boden gestampft haben, zieht der Super-Cross Mitte Januar alljährlich die Massen an. Der Samstag ist schon jetzt bis auf 100 Karten ausverkauft, zum Jubiläum könnte die Schallmauer von 30 000 Zuschauern an den drei Tagen fallen. 50 Top-Fahrer aus einem Dutzend Nationen werden ihr Können zeigen, auch Publikumsliebling Colin Dugmore soll starten. Er ist der lebende Beweis, dass auch ein 40-Jähriger mit den Mitzwanzigern noch mithalten kann. Getreu dem Motto: „Der Höhepunkt zum Schluss“ werden auch bei der 25. Veranstaltung die Freestyler die Tagesveranstaltungen beenden. Die Weltelite hat sich für Dortmund angekündigt, um alle Varianten des Backflips zu zeigen.  

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