Letzte Chance für den BSV Schüren: „Wir werden den Matchball verwandeln“

hzFußball-Westfalenliga Relegation

Den BSV Schüren erwartet das nächste Endspiel um den Verbleib in der Westfalenliga. Vor dem Relegationsspiel gegen Mesum gibt sich der Vorsitzende Peter Seifert optimistisch. „Wir schaffen das!“

Dortmund

, 29.05.2019, 07:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den BSV Schüren heißt es am Donnerstag: Alles oder nichts! In der Relegation trifft die Mannschaft von Trainer Arthur Matlik in Bockum-Hövel auf den SV Mesum (15 Uhr, Römerstraße 2, 59075 Hamm). Es ist die letzte Chance für den BSV, den Abstieg aus der Fußball-Westfalenliga zu vermeiden. Oliver Brand sprach mit dem Vorsitzenden Peter Seifert über das Spiel.

Herr Seifert, wie groß ist die Anspannung vor dem entscheidenden Spiel?

Man merkt schon, dass es jetzt ernst wird. Und die Jungs wissen auch, worum es geht. Bei einer Niederlage sind wir abgestiegen. Das möchte hier keiner erleben.

Wie ist der Verein überhaupt in diese Situation geraten?

Es soll nicht nach Ausreden klingen, aber man muss sehen, dass wir in dieser Saison so viel Pech mit Verletzungen, Roten Karten oder allgemein fehlendem Personal hatten – so etwas habe ich in den 50 Jahren, die ich jetzt im Fußball aktiv bin, noch nie erlebt. Aber wir haben noch die Chance, drin zu bleiben. Und ich gehe davon aus: Wir schaffen das.“

Letzte Chance für den BSV Schüren: „Wir werden den Matchball verwandeln“

Peter Seifert glaubt an der Klassenerhalt. © Dan Laryea


Wie hoch würden Sie diese beziffern?

Es wird am Ende eine 50/50-Entscheidung. Wir haben jetzt den Matchball, und den werden wir verwandeln

Ist die Mannschaft dem Druck gewachsen?

Davon gehe ich aus. Wir haben es ja in Lennestadt beim 2:2 schon gut gemacht und hätten dort durchaus gewinnen können.

„Wir werden auch in der kommenden Saison über eine Top-Mannschaft verfügen.“
Peter Seifert

Gehen wir vom Worst Case aus: Was würde ein Abstieg für den Verein bedeuten?

Auch dann wird es ganz normal weitergehen. Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern werden auch in der kommenden Saison über eine Top-Mannschaft verfügen – egal ob in der Westfalen- oder in der Landesliga. Die Spieler, die hierbleiben oder von extern kommen, haben für beide Ligen zugesagt.

Können Sie zu den Planungen konkret etwas sagen?

Namen möchte ich im Moment noch nicht kommunizieren. Aber es ist schon so, dass einige unserer Spieler verlängert haben und es Neuzugänge geben wird. Der ein oder andere Spieler hat zudem noch um etwas Bedenkzeit gebeten. Und wir suchen noch einen Stürmer. Jetzt lassen Sie uns aber erst einmal die Relegation spielen, danach gibt es alles Weitere.

Wie nehmen Sie Arthur Matlik in diesen Tagen wahr?

Er ist entspannt. Natürlich extrem fokussiert. Arthur weiß genau, um was es geht. Aber er bleibt weiterhin ruhig und sachlich, so wie es seine Art ist. Dementsprechend wird er die Mannschaft auch in Ruhe auf das Spiel vorbereiten.

„In Arthur Matlik haben wir einen sehr guten Trainer. Einen Fachmann durch und durch.“
Peter Seifert

Der Trainer hat mehrmals in dieser Saison eine schlechte Trainingsintensität angemahnt. Hatten Sie bei ihm mal das Gefühl, dass ihn das zwischenzeitlich aus der Ruhe gebracht hat?

Überhaupt nicht. Ein Trainer ist mal zufrieden, mal ist er nicht zufrieden. Aber wenn er sagt, dass Training war nicht gut, dann wird es auch so gewesen sein. Ich kann nur sagen: In Arthur Matlik haben wir einen sehr guten Trainer. Einen Fachmann durch und durch. Gerade die jungen Spieler können viel von ihm lernen und mitnehmen. Deswegen freue ich mich auch schon auf die nächste Saison. Ob in der Westfalen- oder in der Landesliga – das werden wir dann am Donnerstagabend sehen.

Wird die neue Mannschaft dann mehr die Mannschaft von Arthur Matlik sein?

Wir haben die Situation gemeinsam eruiert. Das, was er uns an Neuzugängen vorgeschlagen hat, ist im Prinzip auch umgesetzt worden. Und Spieler, die nicht mehr in sein Konzept passen, wissen ebenfalls bereits Bescheid.

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