Lizenz für den Club besiegelt BVB-Abstieg

Frauen-Handball: Endlich Planungssicherheit / Flügelspielerin soll bald unterschreiben

23.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Immerhin hat jetzt das wochenlange Gezerre ein Ende: Seit gestern haben die Handball-Frauen des BVB die Gewissheit, die Saison 2007/08 in der 2. Bundesliga bestreiten zu müssen. Die Handball-Bundesliga-Vereinigung Frauen (HBVF) erteilte dem frisch gebackenen Deutschen Meister 1. FC Nürnberg im zweiten Anlauf doch noch die Lizenz, der BVB steigt damit definitiv aus der Bundesliga ab. Letztlich gab es die erwartete Entscheidung: «Ich habe im Prinzip damit gerechnet», sagte Dortmunds Abteilungsleiter Matthias Huckemann gestern. «Wir hatten eine Resthoffnung, aber diese Entscheidung wirft jetzt nicht alles über den Haufen bei uns.» In der offiziellen Verlautbarung bestätigte die HBVF gestern den Erhalt der geforderten zusätzlichen Unterlagen und den Nachweis neuer Sponsorenverträge, einer Bankbürgschaft und der Tilgung der Altlasten aus Nachforderungen von Sozialversicherungsbeiträgen. Huckemann hatte schon am frühen Morgen die Entscheidung erahnt, als er im Internet erfuhr, dass Nürnbergs Trainer Herbert Müller beim Club bleibt und ein Trierer Angebot ausschlägt. «Das hätte er ja nicht gemacht, wenn Nürnberg die Lizenz verweigert worden wäre.» Der BVB wird jetzt seine schon weit fortgeschrittenen Planungen noch intensivieren. Noch in dieser Woche will Huckemann eine Flügelspielerin präsentieren. Dabei könnte es sich um die niederländische Nationalspielerin Saskia Mulder handeln. Gesucht werden dazu noch eine Kreisläuferin und eine zweite Torfrau. Elf Spielerinnen ist der Kader für die kommende Saison bereits stark. Dirk Krampe

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